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Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

1

Dienstag, 10. Februar 2009, 15:27

Verhalten von Fahrgästen

Liebe Gemeinde,

mit welchen Maßnahmen oder Verhaltensregeln können Fahrgäste für mehr Pünktlichkeit im Omnibus- und Straßenbahnverkehr in Braunschweig sorgen?

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Dienstag, 10. Februar 2009, 15:48

Und mit welchen Maßnahmen können die Verkehrsunternehmen die Pünklichkeit verbessern?

- Einplanung von Fahrzeugen mit ausreichender Größe, damit der Fahrgastwechsel ungehindert und zügig durchgeführt wird.
- Abschaffung des "Vorneeinstiegs", so dass alle Türen des Fahrzeugs zum Einstieg genutzt werden können und ebenfalls der Fahrgastwechsel nicht behindert wird
- Einführung eines Bordzuschlags beim Fahrkartenverkauf in den Fahrzeugen bei gleichzeitiger Ausweitung der Vorverkaufsstellen und Aufstellen von Fahrscheinautomaten an den Haltestellen oder in den Fahrzeugen. Damit wird der Fahrer vom Fahrscheinverkauf entlastet und kann sich besser auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren.
- Abschaffung von Fahrscheinen, die nicht im Vorverkauf erhältlich sind und die billiger sind als Einzelfahrten eines Zehnerstreifens. Das Stadtticket z.B. führt zu Schlangen beim Fahrer, der erst abfahren kann, wenn er die Stadttickets verkauft hat.
- usw

Marcus

Linie 710

unregistriert

3

Dienstag, 10. Februar 2009, 15:56

RE: Verhalten von Fahrgästen


mit welchen Maßnahmen oder Verhaltensregeln können Fahrgäste für mehr Pünktlichkeit im Omnibus- und Straßenbahnverkehr in Braunschweig sorgen?

Nicht im Aus-und Einstiegsbereich rumdödeln, nach hinten durchgehen, Fahrkartengeld (soweit bekannt) bereithalten; pünktlich an der Haltestelle sein; und, für ganz Spezielle: [Spaß]Nicht vandalieren, sodass das VU nicht zuviel Geld für Reparaturen ausgeben muss, sondern lieber schnellere Busse kaufen kann :P[/Spaß]

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

4

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:04

RE: RE: Verhalten von Fahrgästen

lieber schnellere Busse kaufen

die dann auch so lange im Stau stecken wie die PKWs.

Damit sind wir bei: Was kann die Politik für mehr Pünklichkeit und Attraktivität des ÖPNVs tun:
- Busspuren schaffen, Straßenbahnnetz ausbauen
- Stadtplanung so durchführen, dass PKWs, die nicht ganz in der Parktasche halten, nicht die Gleise der Tram blockieren (Gliesmaroder Straße)
- Moderne Niederflurfahrzeuge beschleunigen auch den Fahrgastwechsel, besonders wenn Fahrgäste mit Rollstuhl, Kinderwagen, Kinderkarre oder Rollator dabei sind.


Marcus

P.S.: Ich als Fahrgast zeige gerne mit dem Finger auf Verkehrsunternehmen und Politik, wenn es um Verbesserungspotential geht.
Besonders dann, wenn ein Mitarbeiter der Verkehrs-AG öffentlich nach dem Verhalten der Fahrgäste fragt und sich auch über Fahrgäste lustig macht, die durch den ab Oktober gültigen Fahrplan nicht mehr ihre gewohnten Verkehrsbeziehungen wahrnehmen können.

Am besten wird es wohl sein, wenn die Fahrgäste nicht mehr in Busse und Straßenbahnen einsteigen. Dann wird immer pünklich gefahren, jedenfalls so lange, bis der Betrieb eingestellt ist und die Stiftsherrenhäuser geschlossen sind.

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

5

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:12

Lieber ME, ...

... ich habe eindeutig NICHT danach gefragt, was ein Verkehrsunternehmen tun kann. Meine sachliche und nicht wertende Fragestellung als privater Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel ist eindeutig. Sofern ich als normaler Fahrgast mein Fahrziel pünktlich oder zeitnah erreichen möchte, kann ich auch etwas dafür tun. Was sind denn die rein sachlichen Annahmen der geneigten Nutzer dieses Forums dazu?

Leider sind Deine Antworten nicht zielführend. Ich denke, Linie 710 hat einen interessanten Anfang gemacht und war fast neutral in seiner Antwort.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

6

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:16

RE: Lieber ME, ...

nicht wertende Fragestellung


Und warum gerade die Fahrgäste? Warum nicht eine allgemeine neutrale Analyse der Verspätungsgründe? Nur nach den Fahrgästen zu fragen ist schon unterschwellig und damit wertend.

Einige Fahrgäste sind bestimmt nicht unschuldig an Verspätungen. Um zu sehen, wie das Verhalten von Fahrgästen anders sein kann, braucht man sich bloß in England mal in die Schlange an einer Bushaltestelle einzureihen.
Aber auch wenn das Fahrgastverhalten optimal wäre, gäbe es sicher noch einen Großteil der Verspätungen.

Marcus

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

7

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:18

Lieber ME, ...

... ich möchte Dich herzlich bitten, die Diskussion Deinerseits aufgrund der Beziehungsebene in Deiner Argumentation zu beenden. Vielen Dank im Voraus.

Registrierungsdatum: 28. August 2008

8

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:29

Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber :

gerade die kleineren Fahrgäste (es sind nunmal oftmals Kinder) die sich in der Bahn einfach mal so aus Spaß in die Tür stellen, damit diese blockiert. Wenn das vorne an der ersten Tür passiert sagt der Fahrer der Tram auch was, ist das aber an den hinteren Türen / Beiwagen sagt oft niemand was. Folge: Die Bahn steht mal locker 3-5 min. länger an einer Haltestelle wie J-F-Kennedy- Platz, weil die Ampelschaltung nicht auf die Kinder rücksicht nimmt.

Ich spreche da aus Erfahrung, wenn ich eher aus dem Unterricht komme um noch meine RB am Hbf zu bekommen (und mal keine Stunde warten muss) und dann wieder 1-2 Kinder mit der Tür spielen müssen :cursing: booah nochmal :cursing: .

Da hält unglaublich auf, ähnlich wie wenn andere Fahrgäste die Tür blockieren, weil sie noch auf einen Bekannten warten, der auch noch mitfahren will. Stellt man das ab, hat man diese Verzögerungen nicht mehr. (Türblockierung aufheben, Leute einquätschen lassen und pünktlich ist die Tram). Bei der Bahn wagt das kein Fahrgast sich einfach in die Tür zu stellen.

Noch so etwas: die Fahrgäste die meinen nachdem sie ihr Ticket durch den Entwerter geschoben haben stehen bleiben und sich eine Schlange bildet, weil keiner mehr Einsteigen kann! Durchgehen ist das Stichwort. Immer müssen die da Stehen bleiben und nichts geht mehr X( Wehe du sagst da was, dann heißt es gleich wieder: " also die Jugendlichen von heute sind immer so unfreundlich".
Da kann man als Fahrgast doch auf den Rest auch mal Rücksicht nehmen, schließlich ist man nicht der einzigste Fahrgast ;)

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

9

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:29

Moin ME,

das sehe ich absolut nicht so, daß die Frage nach dem Fahrgastverhalten wertend ist. Weder unterschwellig noch offen...

Es ist doch so, daß der Grund für eine Verspätung niemals auf einen Anlaß alleine zurückzuführen ist, sondern immer sich aus der Summe aller beteiligten Fehlerquellen zusammensetzt, sofern nicht höhere Gewalt vorliegt und ein Blitz die Tram trifft und die Bahn abfackeln läßt...

Und eine dieser Fehlerquellen ist nun einmal der Fahrgast, ergo ist es legitim danach zu tragen, welchen Einfluß der Fahrgast auf eine Verspätung hat und welche Kumulitäten dies in Verbindung mit anderen Fehlerquellen hat. Nur aus diesem Gesamtbild ist es überhaupt möglich, eine einigermaßen objektive Beurteilung über Verspätungen im Gesamtbetrieb zu bekommen und ggf. Abhilfe zu schaffen. Alles andere ist Kaffeesatzleserei...

Gruß

terVara

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

10

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:44

RE: RE: Verhalten von Fahrgästen


pünktlich an der Haltestelle sein;


euhm... nö das spielt doch garnkeine rolle weil die busse zwei Minuten zu früh kommen, und selbst wenn sie es nicht tun ohnehin nicht warten ;) Ist mir heute morgen paasiert :cursing:

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

11

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:46

Wenn man im Bus eine Fahrkarte kaufen will, immer schön links einsteigen, das hält immer so schön die ganzen Leute mit Fahrkarte auf. ;)
Immer wieder gerne gesehen. :thumbsup: :whistling:

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

12

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:48

Jaaahaaa einfach schrecklich....
Aber dieses vorne einsteigen.... ist das in den Metrolinien überhaupt noch durchführbar? Die Busse sind immer so voll und durch das vorne einsteigen addieren sich die Verspätungen immer mehr auf...

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

13

Dienstag, 10. Februar 2009, 16:48

Also meiner Meinung nach kann der Fahrgast folgendes dafür tun, ist ja schließlich in seinem eigenen Interesse.

- geregelter Ein und Ausstieg(Bus: vorne zügig rein-> Durchgehen, ggf. im vollen Bus Rucksäcke absetzen)
Dazu wäre es aber tatsächlich auch sinnvoller die Fahrer vom Fahrschein verkauf zu befreien, gerade in der Stadt und Fahrkarten Automaten in den Fahrzeugen ein zu richten( ja, ganz billig wird es nicht sein)
Wenn man den geregelten Fahrgastfluß nicht hätte würde das wohl eher zu Problemen führen (erst aussteigen lassen etc.)

- angemessenes Verhalten während der Fahrt ( nicht als Spielwiese misshandeln und Einrichtungen zerstören)
- E- Wagen nutzen (bei der Tram auch: alle Türen benutzen/ Beiwagen)
Denn oft ist der Tw überfüllt, kommt ewig nicht weg, während hinten gähnende Leere herrscht.

u.v.m.
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 21. September 2008

14

Dienstag, 10. Februar 2009, 17:47

Bei der Bahn wagt das kein Fahrgast sich einfach in die Tür zu stellen.

Naja, ich höhre bei fast jeder Fahrt "Sehr geehrte Fahrgäste, bitte geben Sie die Türen zur Abfahrt des Zuges frei".

Zurück zum Thema:
1. Warum müssen die Leute sich immer in den ersten Mehrzweckbereich stellen, obwohl zum einen noch lauter Sitzplätze frei sind und zum anderen (in dne Gelenkbussen) auch hinten noch ein Stehbereich ist (wenn man gerne stehen möchte...). Wenn neue Personen einsteigen denken sie es ist so voll dass man gar nicht mehr hinten gucken braucht oder sie wollen sich da nicht durchdrängeln und stellen sich einfach dazu, sodass im vorderen Bereich alles blockiert. Wie häufig schon habe ich schon nach dem "Durchkämpfen" durch den ersten Bereich hinten eine ganz freie Rückbank vorgefunden...
2. (Bitte versteht das jetzt nicht diskriminierend): Gerade an meiner Haltestelle steigen viele ältere Personen ein. Mir ist dabei aufgefallen, dass die älteren Personen (die sogar überdurchschnittlich häufig ein Ticket kaufen müssen) zuerst einsteigen und, weil sie so lange brauchen um den Sitzplatz zu finden (was ich in keinster Weise kritisieren will, es ist halt so und die älteren Personen sollen ja auch auf jeden Fall mitfahren dürfen), kommt die Schlange einfach nicht weiter, bis eben diese Person(en) sitzen.
Vorschlag: Die langsamsten (Älteren) gehen zuletzt in den Bus. Die schnellen, die zuerst einsteigen, können zügig nach hinten durchgehen und die hinteren Plätz besetzten. Die langsameren kommen dann und setzten sich weiter vorne hin. Ich glaube, dass, selbst wenn der Fahrer abwartet, bis alle ihren Platz eingenommen haben, es schneller geht, als wenn dazu im Vergleich die Schlange nicht weiterkommt (also der Bus nicht abfahren kann), bis die vorderen, ältern Personen ihren Sitzplatz gefunden haben. Zumal dann ja die jüngeren meist noch bei der Fahrt ihren Platz suchen müssen.
=>Das Problem kann man wohl nicht beheben, weil ein Aufkleber an der Tür "Bitte die älteren Personen zuletzt einsteigen" sicherlich negativ interpretiert wird.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

15

Dienstag, 10. Februar 2009, 19:09

Früher war alles viel besser!

Ganz im Ernst, Kinners...

Früher hatte ein Gl-KOM sowie die Mannheimer-TW vier Türen. Damals war die Option, nicht vorne beim Fahrer einzusteigen, sondern hinten beim Schaffner. Die Plattform im Einstiegsraum bot genug Platz, um zügig alle(!) Fahrgäste einsteigen zu lassen. Tür zu, ab die Post... Und wer keinen Fahrschein hatte, konnte den in aller Ruhe beim Schaffner kaufen.

An der nächsten Station war die Einstiegsplattform wieder frei für den nächsten Schub Beförderungsfä... ähem Fahrgäste...

Ein mehr oder weniger freundliches "Bitte aufrücken im Wagen" des Schaffners schaffte schon die nötige Ordnung...

Für heutige Zeiten: Gekoppelt mit der Regel Sichtfahrkarteninhaber steigen bei Fahrer ein, der Rest hinten beim Schaffner; gibt ja Leute, die eine halbe Stunde brauchen, den Streifen ihrer 10er-Karte zu suchen...

Damit sollte zumindest bei Gl-KOM und Tram ein zügiger Fahrgastfluß auch in den dicksten Stoßzeiten machbar sein. Außerdem könnte der Schaffner in der Tram die Leute in den Beiwagen scheuchen, wenn der TW zu voll ist. Der BW könnte ja weiterhin schaffnerlos bleiben...

Das erhöht zwar die Personalkosten, aber ein VU sollte sich das im Zuge eines guten Service und Fahrgastflusses ruhig leisten, zumal dies auch die Neigung zum Vandalismus reduzieren dürfte...

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

16

Dienstag, 10. Februar 2009, 20:54

Verhalten von Fahrgästen


pünktlich an der Haltestelle sein;


euhm... nö das spielt doch garnkeine rolle weil die busse zwei Minuten zu früh kommen, und selbst wenn sie es nicht tun ohnehin nicht warten ;) Ist mir heute morgen paasiert :cursing:


Oh doch, ich bin der Ansicht, ein Großteil der Verspätungen entsteht dadurch, dass immer wieder Fahrgäste noch angelaufen kommen und der Fahrer dann eben noch wartet. Das Ausfahrtssignal zeigt dann gerne mal wieder "Halt" und schon ist die nächste Minute Verspätung sicher. Die Fahrer, die nicht auf zuspätkommende Fahrgäste warten, sind meist pünktlich, so wie ich das beobachte. Die Meinung habe ich auch indirekt mal von einem Straßenbahnfahrer gehört.

Registrierungsdatum: 7. August 2008

17

Dienstag, 10. Februar 2009, 21:15

Türen freihalten!

Auch ich beobachte regelmäßig, dass der Lieblings(steh)platz vieler Fahrgäste der Türbereich ist. Anscheinend habe die Leute Bedenken, dass sie zehn Haltestellen später nicht zügig rauskommen.
Auch ich muss dabei lautstark darum bitten, mich durchzulasen. Selbst an der vorderen Tür, wo ich auch aussteige. Hier sollte m.E. der Fahrer auch darauf achten, dass der Bereich frei bleibt,
damit Fahrgäste ein- und aussteigen können. Von mir aus kann auch die erste Tür nur zum Einsteigen bleiben, damit sich die Fahrgäste nicht in die Quere kommen.
Die muss aber dann auch eindeutig ( durch entsprechende rote Aufkleber ) erkennbar sein! Speziell bei den Bahnen, die vorne nur eine Tür haben. Bei den Bussen ist ja vorne auch kein Ausstieg.
Manche Leute sind auch so bekloppt, dass sie stur in der Lichtschranke stehen bleiben und nicht merken, dass die Tür nich schließt und sie einen kalten Rücken bekommen...
Andere hingegen können nicht abwarten, bis der letzte Fahrgast ausgestiegen ist und drängeln schon in den Wagen.
Viele Grüße

Torsten

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

18

Mittwoch, 11. Februar 2009, 17:13

Vielen Dank ...

... für die doch zahlreichen interessanten Sichtweisen. Es war sehr aufschlußreich.

Cool check!