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Registrierungsdatum: 27. August 2009

1

Sonntag, 27. Dezember 2009, 22:09

Niedersachsen will ausschreiben

Kürzlich hat die LNVG auf ihrer Webseite eine, wie ich finde erwähnenswerte Presseinformation veröffentlicht.

Darin heißt es unter anderem:

Zitat

Unter Federführung des Zweckverbandes Großraum Braunschweig und ebenfalls zu Ende
2014, sollen die Leistungen der Linien Hannover – Wolfsburg, Wolfsburg – Braunschweig
und Braunschweig – Hildesheim wettbewerblich vergeben werden. Dieses Netz wird ggf. um
die Verkehrsleistungen zwischen Braunschweig und Helmstedt erweitert.

und außerdem

Zitat

Das Größte der geplanten Ausschreibungsnetze besteht aus den Regionalexpress-Linien
Braunschweig – Hannover – Rheine/Bielefeld und Münster – Rheine – Emden. Dort hat bei
vier beteiligten Aufgabenträgern wiederum die LNVG die Federführung. Auch dieses Netz
soll durch den künftigen Betreiber zu Ende 2014 in Betrieb genommen werden.

Sieht also so aus, als wenn auch in und um Braunschweig die Zeiten der Direktvergabe von Verkehrsleistungen an die DB und auch die der alten n-Wagen, die auf den genannten Strecken ja teilweise heute verkehren, vorbei seien werden. Aber bis 2014 ist ja noch ein bisschen Zeit (immerhin hat Braunschweig bis dahin ja bestimmt sogar eine Regiostadtbahn ;-) ) ...


Quelle: http://www.lnvg.niedersachsen.de/download/pi/2009-12-22.pdf
"Eingekeilt in einer Karavane von bunten Blechgehäusen verbringen wir einen Teil unserer Freizeit. Unsere Baumeister bauten neue Städte ohne an Schnellbahnen zu denken, aber gehorsam, wie eine mächtige Werbung es uns lehrt, halten wir das Auto auch dann noch für ein Symbol der Freiheit, wenn es uns zur Bewegungslosigkeit verurteilt." - ZDF Dokumentation von 1972 über das Jahr 2000 http://www.youtube.com/watch?v=kaGnBNhE2xI

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Sonntag, 27. Dezember 2009, 22:36

Ich befürchte das schlimmste :-( Bye bye vernünftiger Nahverkehr rund um Braunschweig...

Registrierungsdatum: 30. Mai 2006

3

Montag, 28. Dezember 2009, 11:39

Ich befürchte das schlimmste :-( Bye bye vernünftiger Nahverkehr rund um Braunschweig...

Warum das? Nur weil eventuell ein anderer Anbieter die Leistungen erbringt? Ich gehe doch mal schwer davon aus, dass z.B. auf der RE-Linie von/nach Hannover (-Rheine/Bielefeld) der Stundentakt und auch die 3 Verstärkerpaare zwischen HH und HBS bleiben werden. Es fahren also nicht weniger Züge. Ebenso sind in der Regel moderne Züge (hier wohl Doppelstockwagen) Bestandteil von Ausschreibungen. An den Zügen ändert sich also ebenfalls nichts (außer evtl. die Farbe). Wo liegt das Problem?

Halten wir fest...

HH - HWOB: derzeit Stundentakt mit 112+n-Wagen. Für den Fahrgast "alte Krücken", in Zukunft wohl eher Dostos -> für den Fahrgast eine Verbesserung
HWOB - HBS: meist 642er von/nach Stendal. Geht es hier auch um diese Züge oder nur die Pendel HWOB-HBS? Wenn ja, siehe vorhergehnde Strecke.
HBS - HHI: derzeit 143+n-Wagen. Zulkünftig wohl Triebwagen, hier könnte evtl. ein "Bequemlichkeitsverlust" entstehen, je nach Ausstattung.
HBS - HH - HMI - EBIL/HR: derzeit 11/143+Dostos, in Zukunft wohl 146+Dostos -> für den Fahrgast keine Änderung

Und wenn ein anderer Anbieter als die DBAG die Ausschreibung gewinnen sollte, so what? Der Metronom kam bisher auf allen Strecken gut an. Und wenn sich dies in steigenden Fahrgastzahlen bemerkbar macht, umso besser (hierzu wäre eine Zusammenlegung von VRB und GVH unter Einbeziehung von Hildesheim hilfreich).

Man sollte nicht vergessen, dass ein Eisenbahnfreund nicht das Maß aller Dinge ist - "Otto Durchschnittsfahrgast" hat im Sommer lieber eine Klimaanlage, schaut im Dosto gern oben aus dem Fenster, und fühlt sich durch geöffnete Fenster und die damit verbundene Zugluft gestört.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

4

Montag, 28. Dezember 2009, 12:19

Ich habe kein Problem mit einer Änderung des Fuhrparkes auf den benannten Linien, auch wenn ich es für unnötig halte die n-Wagen auszusondern. Hier wäre ein Redesign nach Kieler Vorbild oder in art des Schlex angebrachter, da es günstiger ist als Neufahrzeuge zu beschaffen. Am Schlex hat man außerdem gesehen, dass die Fahrgäste so modernisierte Altfahrzeuge gut annehmen... An den n-Wagen bestehen außerdem keine technischen Mängel, und im gegensatz zu den Neufahrzeugen auch keine Probleme mit den Türen ab -10°C.

Desweiteren halte ich die Ausschreibungen, insbesondere in Eisenbahn-Personenverkehr für eine absolute Verbrennung von Steuergeldern:
Früher:
Die DB (defacto eine Staatsbahn) fährt nahezu alle Leistungen, am Ende findet ein Verlustausgleich durch den Staat statt.

Künftig:
Die DB (nicht privatisiert) fährt Leistungen, der Overhead bleibt bestehen, der Verlustausgleich durch den Staat auch.
Die Bundeslänger gründen eigene Landesbahnen (Bsp: Niedersachsen > LNVG > Metronom) bzw. vergeben Leistungen an Private. Diese Gesellschaften haben ebenfalls einen Overhead der durchfinanziert werden muss, in dem Fall durch die von den Ländern bestellten und bezahlten Verkehrsleistungen.
Durch ausschreibungen entsteht also ohne signifikanten Mehrverkehr eine völlig überdimensionierte Blase an Vorständen und Verwaltungen, die kein Mensch braucht. Und das in einem Land, in dem es kein höheres Ziel als die Einsparung von Kosten gibt.

Des weiteren lässt die Zuverlässigkeit der Privaten Anbieter zu wünschen übrig. Ich war in der Kälteperiode mal ein bissl unterwegs in Niedersachen und wollte mal sehen, wie die EVUs mit der Kälte umgehen. Bei der DB gab es keine probleme, weder bei den modernen Doppelstockzügen, noch bei neuen und alten Nahverkehrstriebwagen und auch nicht bei den n-Wagen.
Bei den privaten sah das bedeutend schlimmer aus. Der 648 der Eurobahn hatte nur noch eine funktionierende Tür auf jeder Seite, die anderen waren Kältebedingt ausgefallen, so der Lokführer Bei gerade mal 2 Türen auf 41 metern Fahrzeuglänge ganz schön bitter. Beim Metronom lächelten von fast jeder zweiten Tür so orangene Türstörungsaufkleber. Bei der NordWestBahn waren bei der Baureihe 643 die Spaltüberbrückungen eingefroren und konnten nicht ausgefahren werden.
Das zeigt mir nur, gute Leistung kostet Geld, und gute Leistung bekommt man nicht von mehr Verwaltungen. Ein Hoch auf die Privatisierung...

Registrierungsdatum: 21. September 2008

5

Montag, 28. Dezember 2009, 13:17



HBS - HHI: derzeit 143+n-Wagen. Zulkünftig wohl Triebwagen, hier könnte evtl. ein "Bequemlichkeitsverlust" entstehen, je nach Ausstattung.


Hier durchaus Verbesserungen (Fahrzeitgewinn, ggf. Stundentakt?!?) nach der Fertigstellung des Ausbaus der Strecke, da die Kreuzungen mit dem ICE entfallen und eine höhere Endgeschwindigkeit möglich ist.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

6

Montag, 28. Dezember 2009, 15:14

Moin,

das Problem was ich ua. in der Privatisirung sehe, was sich auch nicht wegreden lässt, ist die Anschlusssicherheit. Hier in NRW ist das ganz extrem. Die Transportleitung und die Fahrdienstleiter lassen einen privarten Zug in den Seltensten Fällen warten. Weil ja sonst mit "Ausgleichszahlungen" los geht. So kommt es nicht selten vor, das Reisende von ihrem Anschluss nur noch die Rücklichter sehen.

Dazu möchte ich mal die Eurobahn als ein totales negativbeispiel für die Seuche Privartbahn erwähnen. Die haben zum Fahrplanwechsel die Linie RE3 ( (Hamm-) Dortmund- Gelsenkirchen -Duisburg - Düsseldorf) und RE13 (Hamm-Hagen-Dortmund-Neuss-Viersen-Venlo NL). In Hamm hängen jetzt tolle "Bettelbreife" das es auf dem RE13 zu Verspätungen und Zugausfällen kommt, weil wörtlich: " es zu unvorhergesehen verzögerungen bei der Inbetriebnahme unsere neuen Triebfahrzeuge kommt". Das ist die reinste Verarsche. Erstmal war das nicht unvorhergesehen, das war schon vor weit einem jahr klar, das die neuen Flirts der Eurobahn keine Abnahme bekommen. Die Eurobahn gibt GRUNDSÄTZLICH für ALLES was bei ihnen schief läuft einem anderen die Schuld! Gerne die DB, jetzt auch das böse böse böse böse EBA und Stadler ist auch ganz gemein... Was mich daran aufregt, den Verkehrsverbund scheint es Null zu interssieren, das dieser Laden machen kann was er will. Wärend die DB sich in Bayern einen abbricht, weil die neuen 440er nicht laufen und sich sogar eine MRCE 185er anmietet um die Ausschreibung zu erfüllen (Fahrzeuge die Strom zurückspiesen beim Bremsen) dürfen sich Privartbahnen aufführen wie sie wollen. Und es kommt noch schöner, weil die DB ja doch irgendwie noch Staartlich ist, müssen wir, weil wir ja den Transportauftrag haben, Teilweise die ausfallenden Eurobahnleistungen fahren. Toll, was sind wir jetzt? Privart? Staatlich? Beides? Komisch... Naja, okay, Fahren wir eben... mit unserem Personal... und dem von der Eurobahn (Zugbegleiter). Da die aber keinen Betriebsdienst haben (also wirklich reine Servicekräfte und von der Eisenbahn keine Ahnung haben) sind unsere Zugbegleiter auch auf den Zügen. Die dürfen aber nicht Kontrolieren... Dafür ist ja des Eurobahnpersonal da. Das kann aber auch nicht Kontrolieren... Weil die Eurobahn es voll versäumt hat Tariefschulungen und den Umgang mit dem MT zu vermitteln... Aber das die irgendwie nicht so ganz auf der Höhe sind zeigt sich ja auch beim Zustand der Fahrzeuge. Wärend die DB in 24 Stunden jedes Graffiti entfernt braucht die Eurobahn schon ein bis zwei Monate dazu... Über die Kompetenz der dort fahrenden Kollegen (die selbst in 9 Monaten schnell schnell Ausgebildeten TF) will ich auch nix sagen. Aber teilweise Leisten die sich schon ganz schöne Brüller. Ich bekomme das ja live mit... Auch der Umgang mit den Fahrzeugen scheint nicht wirklich gut geschult worden zu sein. In den wenigen malen wo ich die Eurobähh benutzen musste ist mir ein überdurchschnittlicher gebrauch der Schnellbremsung (oder zumindest der Magnetschienenbremse) im letzten drittel des Bahnsteiges aufgefallen damit die erste Tür vielleicht doch noch drann steht... (Im Verspätungsfall kann ich den Einsatz der MG ja verstehem, oder das man sich mal verschätzt... aber bald jeder zweite Bahnsteig?)

Der Laden ist einfach nur unfähig! Und so etwas soll die Zukunft sein? Da überlege ich mir dann doch noch mal OB ich Umschule, das hat alles mit Eisenbahn nix mehr zu tun...

Ein weiter Punkt ist auch der Gedanke an das Personal. Auch wenn es zu einem neuen Arbeitgeber wechseln kann, ist die Frage wie die Konditionen bei diesem Aussehen. Und auch wenn sich da nix verschlächtert, dann ist auch an solltche Punkte wie Betriebszugehörigkeit zu denken, da sich diese ja auch auf Gehalt und Beförderungen auswirken kann...

Also hoffen wir mal, dass Braunschweig einer der letzten großen Bahnhöfe bleubt wo nur Rot und Weiß ein und ausfahren. ;)

mhg
Till

PS: Nach HR und EBIL laufen Planmäßig nur 111er und 146er! Das mal 143er auf dem Umlauf landen liegt an dem 111er und 112er Mangel in Braunschweig. Allerdings kannst du auch mit einer 143er die Fahrzeiten Halten...
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 20. November 2008

7

Montag, 28. Dezember 2009, 15:20

Kann ich nur so unterschreiben! Habe mit der Eurobahn auch schon ganz besondere Erfahrungen machen müssen... Allerdings wird die DB nicht nur aus der Pflicht heraus die Ersatzzüge fahren, sondern sie wird hierbei wohl auch nicht schlecht verdienen ;-)

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

8

Montag, 28. Dezember 2009, 15:56

Moin,

soviel hohlen wir dabei auch nicht raus!

Zudem, ich würde keine Ersatzzüge fahren lassen, weil am Imageschaden für die Eurobahn verdienen wir weit mehr... Auch wenn das sehr traurig ist, dass das alles wieder auf den Schultern der Kunden ausgetragen wird. Allerdings, grade denen die nach der Privatisierung so schreien, denen gönne ich es. Die andern tun mit leid!

mhg
Till
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 20. November 2008

9

Montag, 28. Dezember 2009, 16:14

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/…aid_793634.html

Lies dir mal die Kommentare hier durch. Es gibt tatsächlich Leute, die ernsthaft der Ansicht sind, die DB hätte das EBA geschmiert... Naja, die DB hat ja selbst überhaupt keine Probleme mit dem EBA ;-)

PS.: "fschuler" bin ich da...

Registrierungsdatum: 27. August 2009

10

Montag, 28. Dezember 2009, 23:23

Desweiteren halte ich die Ausschreibungen, insbesondere in Eisenbahn-Personenverkehr für eine absolute Verbrennung von Steuergeldern:

Ich sehe Ausschreibungen von SPNV-Leistungen durchaus kritisch.
Allerdings denke ich weniger, das der Verwaltungsoverhead das Problem ist (mit dem Argument könnte man auch generell gegen Wettbewerb argumentieren und sinnvollerweise alle Autohersteller in Deutschland zusammenlegen). Vielmehr sehe ich noch ganz andere Probleme:
  • In der Regel gewinnt der günstigste Anbieter, was potenziell zu einem Wettbewerb über die Lohnkosten des Personal führen kann (besonders wenn sogar die Fahrzeuge dem Land gehören (siehe Metronom) ist das praktisch die einzige Stellschraube) (wobei ich nicht weiß ob die Löhne dort tatsächlich niedriger sind als bei der DB)
  • gerade regionale Traditionsbetriebe können auf einen Schlag zerstört werden, wenn bei einer Ausschreibung ihres Netzes jemand anderes gewinnt (wie bei der RüKB auf Rügen vor nicht all zu langer Zeit)
  • auch wenn es im Nahverkehr in der Regel eine Anerkennung von Verbundkarten und DB-Tickets gibt, so hat jedes Unternehmen eigene Regelungen was z.B. Alkoholverbot (siehe Metronom), Verkauf von Fahrkarten im Zug/Automatem im Zug (ja oder nein), Anerkennung von DB-Mitarbeiter-Tickets, Aufbewahrung von Fundsachen etc., was die vieles für den Fahrgast verkomplizieren kann
  • Zuständigkeitswirrwar:
    • Es gibt keine zentrale Anlaufstelle bei Problemen mehr, an die sich der Fahrgast wenden kann
    • Informationen zu Bauarbeiten, aktuellen Verspätungen sind im Internet je nach Bahnunternehmen woanders zu finden
    • Informationen zum Beispiel um einen Anschlusss zu sichern werden aufgrund verschiedener Zuständigkeiten von EVUs möglicherweise schlechter weitergeben
  • Wenn man sich den Gültigkeitsbereich z.B. des Semestertickets der TU Braunschweig ansieht, stellt man fest, dass dieses in fast ganz Niedersachsen, aber nicht z.B. auf den Linien der Nordwestbahn oder des HEX gilt. Wenn demnächst noch mehr EVU in Niedersachsen unterwegs sind, müssen mit noch mehr Unternehmen eigene Verhandlungen geführt werden, was entweder zu einer Ausdünnung der Gültigkeit oder zu Verteuerungen des Tickets führt.

Des weiteren lässt die Zuverlässigkeit der Privaten Anbieter zu wünschen übrig.

Was das angeht ist meiner Meinung nach weder übermäßige Euphorie nach dem Motto "mit den Privatbahnen wird alles besser" noch eine Pauschalverurteilung der Privatbahnen angebracht. Denn auch bei der DB ist nicht alles rosig (siehe S-Bahn Berlin).
"Eingekeilt in einer Karavane von bunten Blechgehäusen verbringen wir einen Teil unserer Freizeit. Unsere Baumeister bauten neue Städte ohne an Schnellbahnen zu denken, aber gehorsam, wie eine mächtige Werbung es uns lehrt, halten wir das Auto auch dann noch für ein Symbol der Freiheit, wenn es uns zur Bewegungslosigkeit verurteilt." - ZDF Dokumentation von 1972 über das Jahr 2000 http://www.youtube.com/watch?v=kaGnBNhE2xI

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

11

Montag, 28. Dezember 2009, 23:56

Moin,

die S-Bahn Berlin ist doch ein schönes Beispiel wo die Privatisirung und schon heute hingeführt hat. Das "Abführen der Gewinne" wäre nicht nötig, wenn das ganze eine Staatsbahn wäre. Aber glaubt nicht, dass das bei anderen Unternhemen anders ist. Aus Gesprächen mit Kollegen die derzeit für mein Lieblingsunternehmen aus Hamm-Heessen fahren müssen (sonst fahren die blaue, gelbe, grüne, silberne usw. Loks vor Güterzügen... und sind jetzt etwas gefrustet als Straßenbahnfahrer zu enden...) erfährt man schöne Dinge. Über ausgefallene E-Bremsen an Fahrzeugen, die aber weiterlaufen müssen, es gibt ja so schon zu wenige... (Die Bremse von den Flirts ist als (Fest)Haltebremse konzipiert und nicht für Bremsungen aus 160km/h...) Was dann die Folge hat, dass Bremsscheiben Risse bekommen... Oder auch mal ganze Bremsanlagen "abfallen"!...

Das sind alles vorboten und Warnungen vor den englischen Verhältnissen die auch hier bald eintreten wenn es so weiter geht.

Wie Nils es schön beschrieben hat, ist für den Kunden in meinen Augen keine Verbesserung eingeteten. Im Gegenteil, das potenzial für Verwirrungen ist gestiegen. Bahnfahren ist nicht günstiger geworden, die Anschlüsse nicht besser. Die Privarten fahren genau so Unpünktlich, wie auch anders, die Fahren auf den selben Schienen... Wir kochen alle nur mit Wasser...

mhg
Till

PS: Wie ich grade mit freude gesehen habe hat der prolletische "RRX-Flirt" eine nettes Graffiti bekommen... Mal sehen ob sie wenigstens das runtermachen...

PS2: Versucht mal mit einem Flirt "ruckfrei" anzuhalten, das ist unmöglich mit den Kisten, da kann man mit einem lokbespannten Zug aber 1000 mal sanfter fahren...
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 20. November 2008

12

Dienstag, 29. Dezember 2009, 00:38

Davon, dass der FLIRT der reinste Schrott auf Schienen ist, brauchen wir hier ja nicht zu reden ;-)

Registrierungsdatum: 4. September 2006

13

Mittwoch, 30. Dezember 2009, 20:29

Moin,
leider kann ich nur zur Ostseelandverkehr was sagen oder wie ihr sie nennt "Connex".
Dort fahren normale Triebfahrzeuge, die, soweit ich das beurteilen kann, gepflegt sind,
das Personal geht regelmäßig (spätestens nach jedem großen halt) durch und man kann dort während der Fahrt kleine Speisen und Getränke käuflich erwerben.
Sie befahren die Strecken in Nordwest Mecklenburg-Vorpommern und waren soweit meine Erfahrungen pünktlich und haben auf den Gegenzug gewartet, auch wenn der von der DB war.
Desweiteren konnte man die normalen Ticktes der Bahn dort kaufen und auch benutzen, also eine Bahnfahrt mit mehr Service (meine Meinung) zu gleichen Konditionen.
Es geht halt auch anders.

MfG
und einen guten Rutsch aus dem kosovo
9805

Registrierungsdatum: 16. Oktober 2006

14

Samstag, 9. Januar 2010, 17:51

MOIN,
und wie die LNVG vor kurzem bekannt gegeben hat, hat sie für das Dieselnetz im Raum Soltau mit den Strecken nach Bremen, Buchholz, Hannover Fahrzeuge des Typs Lint 41 bestellt die bis Ende 2011 da sein sollen. Hier stellt sich mir die Frage: fährt die DB hier weiter oder werden die Strecken nochg "freihänderisch" vergeben, denn für eine Ausschreibung dürfte es so allmählich knapp werden und die DB mit gestellten Fahrzeugen kann ich mir zur Zeit nicht vorstellen. Dies würde aber auch bei einem Verlust der Leistung durch die DB bedeuten das Arbeitsplätze im BW Braunschweig weg fallen - ich weis das andere Unternehemen stellt dann neues Personal ein .


Gerhard

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

15

Samstag, 9. Januar 2010, 20:36

Moin,

Dies würde aber auch bei einem Verlust der Leistung durch die DB bedeuten das Arbeitsplätze im BW Braunschweig weg fallen - ich weis das andere Unternehemen stellt dann neues Personal ein .


Die Frage ist nur immer, wie viel und zu weltchen Konditionen... Und ob die alten DB ler übernommen werden, was ja auch nicht immer der Fall ist... Lieber ungelerntes Personal von der Straße... Das ist wohl doch einfacher in der "Handhabung" als ein alter Eisenbahner... Nur wer wohl mehr Ahnung hat, dass kann sich jeder selbst beantworten...

mhg
Till
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 20. November 2008

16

Samstag, 9. Januar 2010, 22:48

Zitat

Das ist wohl doch einfacher in der "Handhabung" als ein alter Eisenbahner...

Das ist nicht einfacher, sondern günstiger: Die Agentur für Arbeit zahlt den Leuten "von der Straße" teilweise Ausbildung usw. Denke sich jeder seinen Teil zum Umgang der öffentlichen Hand mit bereits angestellten Mitarbeitern. Ist dann die Frage, ob das günstige Angebot immer noch so günstig ist, wenn diese ganze Sekundärkosten (für neues und bestehendes Personal) mit eingerechnet werden.