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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

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Dienstag, 29. November 2011, 21:45

Nabend,

die Diskussion möchte ich auch noch mal kurz aufgreifen, bevor sie "einschläft". Grundsätzlich ist die Überlegung, wichtige Buslinien zu beschleunigen, sicher eine nachvollziehbare Sache. Vor allem, wenn man mit großem Brimborium aus den normalen Buslinien "Metro-Buslinien" gemacht hat. Aber aus meiner Sicht sprechen hier mehrere Gründe dagegen:

- Die in der Tat sehr stauanfällige Lange Straße. In Kassel gibt es z.B. sehr viele Abschnitte mit einer sog. Nahverkehrsspur, das sind Tramstrecken, die eingepflastert sind, so dass dort auch Buslinien fahren können. So etwas fehlt in Braunschweig. Nur hat man dann keine grünen Rasengleise mehr.
- Die grundsätzlich bekannte Tatsache, dass Straßenbahnen einen "Schienenbonus" haben. D.h. die Menschen sind eher bereit, auch mal einen längeren Weg zu einer Straßenbahnhaltestelle (oder auch Bahnhof) zu laufen, als zu einer Bushaltestelle. Ich denke, zehn Minuten läuft man da schon mal gerne, vielleicht sogar noch mehr. Umgekehrt erwartet man, dass der Bus eben weil er ja so flexibel ist, am besten bis vor die Haustür fährt.
- Außerdem ist es sehr schwierig, historisch gewachsene und durchaus angenommene Linienführungen zu verändern. Eben deshalb wurde die M13 ja wieder über die Kastanienallee geschickt.
- Und die Innenstadtkaufleute würden bestimmt auch jammern, wenn nun immer mehr am Rathaus/Schloss konzentriert wird, und der Altstadtmarkt nicht einmal die zweite Innenstadt-Strecke der Straßenbahn bekommt. Wenn dann auch noch Buslinien wegfallen, da wird das bestimmt nicht auf eine positive Resonanz stoßen.

Soweit mein Senf dazu. Schönen Abend noch.