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Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

1

Mittwoch, 13. Februar 2013, 23:09

Wasser, Geld und Braunschweig...

Moin zusammen,

es hat zwar nix mit dem Nahverkehr zu tun, aber mit der Stadt Braunschweig!

Ein sehr interessanter und schöner Bericht über die Privatisierung des französichen Wassermarktes und die Folgen! ICH habe schon immer die Meinung vertreten das Unternehmen wie Veolia ganz große Verbrecher und Parasieten sind und kann es nicht nachvollziehen das diese Unternehmen gemocht bzw. unterstützt werden!

Dieses Video bringt die Punkte weswegen ich gegen eine Privartisierung vieler Berieche bin. Dazu gehört für mich auch der Personenverkehr. Man kann einige paralelen zum Wasser ziehen! Nicht umsonst hat die Stadt New York ihren Nahverkehr in einer Behörde organisiert. Fährt die Subway nicht steht die Stadt!

http://www.youtube.com/watch?v=dLaVwYjfejw
(So ab Minute 22 geht es dann auch um Braunschweig!)

mfg,
Till
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Donnerstag, 14. Februar 2013, 07:52

Till,

Hast Du nicht Deinen Oberbürgermeister gehört? Das sei alles so kompliziert, dass die Öffentlichkeit (also auch Du und der Herr Rosenbaum) das nicht verstehen könne.
Selbst die Ratsherren bekommen nur die zensierten Verträge, weil die das eh nicht raffen. Und wenn sie die vollständig erhalten würden, lesen sie das doch nicht durch. Da wird schön nach Parteidisziplin abgestimmt.

Marcus

Registrierungsdatum: 6. September 2006

3

Donnerstag, 14. Februar 2013, 08:05

Da muss doch der mündige Bürger, bei der nächsten Wahl sein Kreuz an der richtigen Stelle machen. Dann könnte man eventuell wieder etwas ändern.
Die Liste der privatisierten Betriebe läßt sich doch hier in BS endlos fortschreiben.
Alles zum Wohl der Bürger...

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

4

Donnerstag, 14. Februar 2013, 08:28

Ich bin auch prinzipiell gegen Privatisierungen (von Kommunaleigentum).
Aber: Braunschweig kann froh sein, dass Veolia der "Globalplayer" ist, der die Stadtwerkefunktion inne hat. Mit RWE, Vattenfall oder eon oder wie die Verbrecher sonst noch alle heißen, wäre die Stadt schlechter dran.
BS-Energy ist im Vergleich zu anderen Stromanbietern in einigen fällen deutlich günstiger als die "städtischen" Versorger anderer Städte es sind.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

5

Donnerstag, 14. Februar 2013, 09:29

Braunschweig kann froh sein


Ja, es ist sehr erfreulich, dass unsere Ratsherren den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben haben.

Marcus

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

6

Donnerstag, 14. Februar 2013, 15:29

Braunschweig kann froh sein


Ja, es ist sehr erfreulich, dass unsere Ratsherren den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben haben.

Marcus


Der Wähler wollte es wohl so...

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

7

Donnerstag, 14. Februar 2013, 19:04

Der Wähler wird unter anderem aber auch bewusst getäuscht bzw. es werden ihm Dinge vorenthalten.

Wenn man die Dinge richtig darstellen würde, dass eine Firma etwas "kauft", aber eigentlich nicht kauft, weil es dafür kein Geld hinlegen musste, aber in Zukunft munter Renten von Allgemeingütern abschöpft, dann wären sicher mehr Leute dagegen. Tja und wieviel Leute erst profitieren würden, wenn man den Boden (samt Bodenschätzen) zum Allgemeingut erklären würde, von dessen Renten jeder Bürger gleichberechtigt profitiert... Aber das wird nicht passieren, selbst wenn der Häuslebauer vermutlich nicht mal höhere Kosten als vorher hätte, weil ihm ja auch ein Stück Landnutzung zur Verfügung stünde.

Registrierungsdatum: 12. November 2007

8

Freitag, 15. Februar 2013, 10:32

-

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

9

Freitag, 15. Februar 2013, 13:59

Ich bin ja eigentlich eher dafür, die Probleme separat zu betrachten, auch wenn einige Probleme vom gleichen Systemfehler stammen können (wobei ich mir da nicht so sicher bin).

Bei der Müllabfuhr sehe ich zumindest kein Marktversagen. Bzw. frage ich mich generell, warum das nicht klappt. Eine Ausschreibung: "Wer holt am günstigsten den Müll ab zu den und den Bedingungen" sollte meiner Meinung nach funktionieren. Und da finde ich das Lohn-Argument auch sehr schlecht, was für mich ein separates Problem ist und separat angegangen werden sollte.

Nach reichlich Überlegung scheint ja der Sozialstaat selbst "Problem" der niedrigen Löhne zu sein. Was zu niedrig ist, wird eben aufgestockt, sodass ein System der Ausnutzung entsteht. Die Entlohnung der Berufe, auf die man offensichtlich angewiesen ist, ist sicher ganz unelastisch, weil man ihnen im Zweifel jeden Preis zahlen müsste.
Also sollte man entweder die Menschen nicht zwingen, zu niedrigen Löhnen zu arbeiten (und Arbeitslosigkeit akzeptieren) oder aber die Firmen zwingen, mehr als das Sozialhilfeniveau zu zahlen. Aus Effizienzgesichtspunkten wäre das nicht optimal, aber das ist die aktuelle Situation ja offensichtlich auch nicht (zu Lasten vieler Arbeitnehmer, die tatsächlich weniger als das verdienen, was sie in einer absolut freien Marktwirtschaft verdienen würden. Fragt sich nur, was besser ist: Hartz IV-Empfänger in Ruhe lassen oder Mindestlohn oder beides.
(mich würde mal eine Studie interessieren, wie sich die Staatseinnahmen verändern würden. Unternehmensgewinne tendentiell runter also Unternehmens-Steuern runter, Sozialabgaben wüchsen in beide Richtungen (mehr Ausgaben für Arbeitslose, dafür bessere Bilanz bei den Sozialversicherungen), Arbeitnehmer-Steuern offensichtlich hoch. Aber steueroptimal ist auch offensichtlich nicht wohlfahrtstechnisch optimal)

Genau, der Kapitalismus ist eine sehr große Umverteilungsmaschinerie von Leuten, die kein Geld haben zu Leuten, die Geld haben. In Zahlen ganz sicher eine größere Umverteilungsmaschinerie als unser Sozialstaat. Und fern davon ab, wie man das finden soll, ist der Staat doch offensichtlich ziemlich dumm, wenn er von der Tendenz her diesen Effekt auch noch verstärkt.
Mal ein bisschen OT: In der Wissenschaft hat "Konsumverzicht heute" einen Wert, genau so wie es einen Wert hat, etwas lieber heute als morgen zu konsumieren. Und das ist die Legitimation des Zinses. So wird es an der Uni gelehrt. Und aus der Tatsache heraus, welche Konsequenzen das verursacht (s. o. bzw. was Arni schreibt), hat Kapitalismus auch überhaupt nichts mit freier Marktwirtschaft zutun (und daher auch nich mit sozialer Marktwirtschaft, wenn das das gleiche ist wie eine absolut freie Marktwirtschaft inkl. Sozialstaat). Jedenfalls sehe ich das so. Also ich finde, dass man da das Wort Marktwirtschaft nicht für in den Dreck ziehen muss, weil ich Marktwirtschaft was Tolles finde;)

Registrierungsdatum: 12. November 2007

10

Freitag, 15. Februar 2013, 19:55

-

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

11

Freitag, 15. Februar 2013, 20:23


...............

Genau so meinte ich das auch. Es ist dann für die Firma quasi schon fast egal, wieviel sie zu wenig zahlen, weils ja aufgestockt wird.

Zur Rente sage ich lieber nichts: es gibt nur eine Sache, die mich wundert: warum niemand eine Erhöhung des Renteneintrittsalters akzeptieren möchte, wenn die Lebenserwartung steigt. Ist doch klar, dass die Nettorente dann sehr schnell sinkt. Naaaaja...

Registrierungsdatum: 12. November 2007

12

Freitag, 15. Februar 2013, 20:43

-

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

13

Samstag, 16. Februar 2013, 19:30

Früher wurde bis zum Tod gearbeitet. Mir erschließt es sich nicht, warum man die Lebensarbeitszeit auf 40-45 Jahre limitieren sollte. Wer wirklich nciht mehr kann, ok. Aber wenn massenhaft ältere gut qualifizierte Fachkräfte nicht mehr eingestellt werden, weil sie nur noch 5 Jahre bis zur Rente haben, dann sind es jetzt 7 Jahre, was vllt noch lang genug erscheint, sie doch nochmal einzustellen. Naja ich glaub, wir sollten da lieber nicht drüber diskutieren. (viel Spaß denen, die 100 werden und sich nicht um Familiennachwuchs gekümmert haben. Die können dann noch schön 35 Jahre lang rumgammeln mit Nichtstun. Sehr sehr spannend:D)