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Registrierungsdatum: 26. Juni 2016

1

Dienstag, 21. Februar 2017, 21:37

Grünes Licht für den Stadtbahnausbau

Erfreuliche Nachrichten aus dem Rathaus: Heute wurde einstimmig für das Stadtbahnausbaukonzept abgestimmt.

Der Link zur Nachricht der Stadt Braunschweig findet ihr hier.
1963 - 2013
50 Jahre "vorübergehende" Stilllegung der Linie 8 nach Riddagshausen.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Mittwoch, 22. Februar 2017, 19:17

Es wurde beschlossen, weiter zu planen. Das ist sowas wie eine AMB, mehr nicht. Das glaubt doch kein Mensch, dass innerhalb nicht mal 13 Jahren sechs neue Strecken entstehen. Nach kurzer Recherche gehen die Wurzeln des aktuellen Konzepts auf September 2013 zurück. Zudem ist das vorherige Stadtbahnkonzept aus 1992. Das heißt erstens wurden bereits dreieinhalb Jahre sinnlos verplämpert, zweitens standen die meisten Strecken des aktuellen Konzepts bereits 1992 auf dem Plan und drittens wurden in den vergangenen 25 Jahren, die das alte Konzept alt ist, gerade mal zwei Neubaustrecken realisiert.

Wenn ich bei dem Projekt auch nur irgendwas zu sagen hätte, hätte ich große Bammel, das überhaupt zu schaffen und würde bereits für eine Woche später den nächsten Termin ansetzen, bei dem über eine Grobzeitplanung abgestimmt wird. Aber jetzt werden weitere drei Jahre Kaffee getrunken, um dann festzustellen, dass sich das Projekt nicht innerhalb von 10 Jahren realisieren lässt.
Muss man einfach mal vorrechnen...bis ein Planfeststellungsverfahren abgeschlossen ist (2 Jahre?), bis die Auifträge ausgeschrieben wurden und Firmen anfangen, den ersten Spatenstich zu machen (1,5 Jahre?), bis die Strecke fertig gebaut wurde (nochmal 1-5 Jahre minimum). Da müssten minimum immer 2 Strecken gleichzeitig gebaut werden über viele Jahre.

Der Opposition scheint es auch nicht aufzufallen, oder gibt es irgendwo kritische Stimmen zum Zeitplan?

Registrierungsdatum: 18. Juli 2007

3

Donnerstag, 23. Februar 2017, 05:46

Da gebe ich Johannes Recht.

Politisch betrachtet bedeutet es lediglich, daß man sich auch künftig mit der Stadtbahn beschäftigen wird. Einen Beschluß, die vorgestellten Projekte auch zu bauen, ist das noch lange nicht.

Und wenn der Zwecklosverband mit daran rumfrickelt, dann wird es eh nix werden wie wir ja aus der Erfahrung mit der RSB bereits wissen.

Erst eine Beschlußvorlage zu einem definierten Projekt signalisiert, daß es damit auch angeht. Und bis dahin fließt noch viel Wasser die Oker hinunter.

Warum sollte die Opposition was dazu sagen? Aus meiner politischen Erfahrung als Mandatsträger dokumentiert die Zeitplanung eine unverbindliche Planungsrichtlinie, die in aller Regel selten eingehalten wird. Politisch entscheidend ist die Kernaussage, daß man sich weiter mit dem Stadtbahnausbau beschäftigen wird, und da wird die Opposition sicherlich keine Einwände haben - ich hätte sie jedenfalls nicht.

Interessant wird die Sache also erst, wenn konkret über einzelne Teilprojekte beraten und entschieden wird, und das wird stark davon abhängen, ob und wieviel Zuschüsse es aus Landes- oder Bundesmitteln dazu gibt. Denn das sagt der aktuelle Beschluß auch: Ohne Zuschüsse wird nichts passieren.
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Registrierungsdatum: 10. Februar 2009

4

Donnerstag, 23. Februar 2017, 20:10

RSB 2.0

Klingt ein bisserl wie Regionalstadtbahn 2.0. Für Volkmarode wäre es ärgerlich für die Südstadt und
Lehndorf und Freunde ein Glücksfall. Die oftmalige Schaffung von Umsteigeverbindungen wo es jetzt umsteigefrei Verbindungen gibt und auch der 15 Minutentakt für die östliche Weststadt (entlang der Donaustrasse bis Broitzem) ist nun wirklich kein Glücksfall für den ÖPNV. Und wenn man gar an eine Straßenbahn jenseits der attraktiven Innenstadt vorbei über die Güldenstrasse denkt, ist man schon ziemlich weltfremd. Oder ist nichts schöner als Abends an einer Umsteigehaltestelle zu warten oder gar den Anschluss wegfahren zu sehen (steigt mal Helmstedter Straße um, die reguläre Wartezeit ist schon "lustig"). Und nicht alle Mitfahrer sind der Burner. Oder handelt es sich insgeheim um eine Absatzförderung von Personenkraftwagen...

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

5

Donnerstag, 23. Februar 2017, 21:44

Warum sollte die Opposition was dazu sagen?

Weil das Projekt, so wie es dargestellt wird, unrealistisch ist. Für mich machen sich Befürworter dieses Projektes somit unglaubwürdig.

Registrierungsdatum: 18. Juli 2007

6

Freitag, 24. Februar 2017, 11:17


Weil das Projekt, so wie es dargestellt wird, unrealistisch ist. Für mich machen sich Befürworter dieses Projektes somit unglaubwürdig.


Du übersiehst dabei eine wesentliche Tatsache: Die Mitglieder in den Stadt- und Gemeinderäten sind in der Regel keine Fachleute, die dies entsprechend ad hoc beurteilen können. Und das ist auch nicht Zweck der Räte, darüber zu urteilen. Und es ging in dem Beschluß ja auch nicht darum, daß man die Planungen wie dargestellt abnickt, sondern das man sich weiterhin damit befassen will. Daher ist es völlig unerheblich in diesem Stadium, wie realistisch die gemachten Aussagen sind. Es ist eben nur ein "Letter of Intend".

Eine realistische Aufarbeitung erfolgt in den entsprechenden Fachabteilungen, die dann den entsprechenden Ausschüssen zur Bewertung vorgelegt wird. Erst dann liegen auch die Fakten vor, daß sich Ratsmitglieder, die in den Ausschüssen präsent sind, ein Bild von der Situation machen können. Die eigentliche Planungsarbeit wird also noch in den Fachgremien und Ausschüssen stattfinden. Vorher ist es müßig, darüber nachzudenken.

Oder mit anderen Worten: Du erwartest vom Rat, den zweiten Schritt vor dem Ersten zu machen.
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Registrierungsdatum: 26. Juni 2016

7

Freitag, 24. Februar 2017, 17:22

Hallo,

nach langer Beruflicher Abwesendheit wieder Online.
erstmal freue ich mich das der Rat der Stadt Braunschweig, den nächsten Schritt zur Erweiterung der Stadtbahn eingeläutert hat.
Aber sind wir mal ehrlich, wann können Frühstens mit den Bauarbeiten begonnen werden ? 2019 oder erst doch 2030.
Das was mich so am meisten nervt,ist diese lange Prüfung,hier und da. Wie lange sind diese Sachen denn schon im Gespräch! Das ist doch mindestens 20 Jahre schon . Die Verlängerung nach Volkmarode , war schon im Gespräch,da war die Wendeschleife noch nicht mal fertig.. :cursing:

Braunschweig, ist die zweit GRÖßTE Stadt in Niedersachsen. Und hat schon ein Attraktives Tram Netz. Aber es könnte mehr sein. Ich weiß es kostet alles Geld,aber in dieser Angelegenheit wurde einfach im Rathaus geschlafen. Es hätte viel Früher damit angefangen werden sollen.
Ich hoffe das es bald zum ersten Spatenstich kommt. Und eins noch gesagt,die Bahn weiter zu bauen ( Görderlinger Strasse ) macht für mich keinen Sinn. Genauso die Campus Bahn. Dann Lieber die Ortsteile Timmerlah,Leiferde,Rünigen mit Verbinden.

In anderen Städten Deutschlands, geht es schneller.... Vielleicht haben die Lotto Gespielt... :D

Registrierungsdatum: 18. Juli 2007

8

Freitag, 24. Februar 2017, 18:50

Und eins noch gesagt,die Bahn weiter zu bauen ( Görderlinger Strasse ) macht für mich keinen Sinn.


Doch! Gerade diese Querverbindung, auch wenn ich aus Platzgründen die Güldenstr. vorziehen würde. Dies ist eine wichtige Umleitungstrasse, falls mal wieder was am Rathaus nicht geht. Ich sage nur: Nord- und Südnetz. Noch Fragen?
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Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

9

Samstag, 25. Februar 2017, 10:28


Du übersiehst dabei eine wesentliche Tatsache: Die Mitglieder in den Stadt- und Gemeinderäten sind in der Regel keine Fachleute, die dies entsprechend ad hoc beurteilen können. Und das ist auch nicht Zweck der Räte, darüber zu urteilen. Und es ging in dem Beschluß ja auch nicht darum, daß man die Planungen wie dargestellt abnickt, sondern das man sich weiterhin damit befassen will. Daher ist es völlig unerheblich in diesem Stadium, wie realistisch die gemachten Aussagen sind. Es ist eben nur ein "Letter of Intend".

Eine realistische Aufarbeitung erfolgt in den entsprechenden Fachabteilungen, die dann den entsprechenden Ausschüssen zur Bewertung vorgelegt wird. Erst dann liegen auch die Fakten vor, daß sich Ratsmitglieder, die in den Ausschüssen präsent sind, ein Bild von der Situation machen können. Die eigentliche Planungsarbeit wird also noch in den Fachgremien und Ausschüssen stattfinden. Vorher ist es müßig, darüber nachzudenken.

Oder mit anderen Worten: Du erwartest vom Rat, den zweiten Schritt vor dem Ersten zu machen.

"So, liebe Fachleute, beschäftigt Euch mal mit einem Konzept, das unrealistisch ist. Unser gesunder Menschenverstand sagt uns, dass es nicht wie von [anderen] Fachleuten erstellt realistischerweise realisierbar ist, aber das müsst Ihr uns dann in einem zweiten Schritt sagen, weil wir nicht vom Fach sind. Das Ergebnis kennen wir zwar schon, aber wir sind nicht vom Fach." So, oder?

Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß, ob die Wirtschaftlichkeitsprüfung pro Strecke unabhängig untersucht wurde und ob es unschädlich wäre, auf dessen Basis nur eine Strecke zu bauen. Und für mich geht der Zeitfaktor nicht richtig hervor. Man kann es aber drehen und wenden wie man will: es wird ein falsches Bild präsentiert. Dafür müsste in meinen Augen mindestens eine Seite (entweder die Ersteller des Konzeptes oder die Ratsmitglieder) kommunizieren, wie das Konzept im weiteren Prozess einzuordnen ist. So lange dies nicht geschieht, ist es für mich eine ABM, weil sich jetzt Menschen mit etwas beschäftigen werden, was im allerhöchsten Maße unrealistisch ist. Und wenn das alles nicht so gemeint ist, wie Du, Ludwig, das oben darstellst (man kann auch Absichtserklärungen anders kommunizieren), dann müssen die Fachgremien oder Ratsmitglieder oder wer auch immer spätestens in 3 Jahren kommunizieren, dass bis 2030 natürlich nicht alles gebaut wird, aber man versucht, zumindest eine Strecke durchs Planfeststellungsverfahren zu bringen oder was auch immer. Oder aus meiner Sicht noch besser, man hätte das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsüberprüfung nicht als ganzheintliches Konzept dargestellt, zumal es ja glaube ich einfach nur als systematische Überprüfung und Bewertung möglicher Streckenerweiterungen präsentiert wurde. Für alle Seiten muss es ja die große Hoffnung sein, dass es nicht ganzheitlich ist, weil es andernfalls für die Tonne wäre.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

10

Samstag, 25. Februar 2017, 10:42

Zitat

Am 21. Februar 2017 fasst der Rat der Stadt Braunschweig den Grundsatzbeschluss für das Stadtbahnausbaukonzept. Dieser Beschluss ist keine Freigabe für den Bau der Strecken, sondern macht den Weg erst einmal frei, die Strecken in der vorgeschlagenen Reihenfolge detailliert weiter zu planen.

In der kommenden Zeit wird eine Bürgerbeteiligung zur Erarbeitung der Vorzugsvarianten der ersten beiden Korridore (Volkmarode Nord und Rautheim) vorbereitet. So könnte dem Rat der Stadt Ende 2017 je eine Vorzugsvariante für die Korridore vorgeschlagen und zum Beschluss vorgelegt werden.

Nach weiteren Zwischenschritten könnte im Herbst 2018 ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet, der Antrag auf Förderung gestellt und in 2020 mit der Realisierung des ersten Projekts (Volkmarode Nord) begonnen werden.

Für die Nachwelt! Quelle: https://www.stadt-bahn-plus.de/ueber-das…ktbeschreibung/

Wenn man es ernst meint (Stichwort leere Wahlversprechen. Hat bestimmt irgendwer für mehr Nahverkehr geworben), und ernsthaft vorankommen will, dann müssen sich alle Seiten jetzt wohl an obigen Zeitplan messen lassen. Und wenn dann nicht spätestens 2022/2023 mal mit dem Bau einer Strecke begonnen wird, kann man ruhigen Gewissens sagen, dass wieder einmal nichts passiert ist, Geld für Berater/Planer/Gutachter zum Fenster rausgeschmissen wurde und (Fach)Personal der Stadt sinnlos beschäftigt wurde.