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yacco

unregistriert

1

Donnerstag, 14. September 2006, 07:27

Frage zu Doppelgelenkbussen

Vor kurzem bin ich in Aachen gewesen und habe da meinen ersten Doppelgelenkbus gesehen. Was haltet ihr eigentlich von den Dingern. Platz scheinen die ja im Überfluß zu haben...

Gruß Jens

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

2

Donnerstag, 14. September 2006, 08:01

Brauchst nicht so weit fahren, die verkehren auch in Hamburg. In der Schweiz und in den Niederlanden auch desöfteren im Einsatz.

Um Deine Frage zu beantworten, diese werden auf Linien eingesetzt, wo auch eine Straßenbahnlinie verkehren könnte.

Mfg

Jens
Weitere Bilder und Berichte auch auf meiner Webseite www.winnig.info - mein Shop www.region-im-modell.de[url]

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

3

Donnerstag, 14. September 2006, 08:05

RE: Frage zu Doppelgelenkbussen

Zitat

Original von yaccoDoppelgelenkbus ... Was haltet ihr eigentlich von den Dingern.


Hi & hallo,

was ich davon halte? In einem Satz: Es sind billige CO_2-Emittenten (Luftverunreinigungsquellen) und Straßenbahn-Killer.

Letzteres gilt zum Beispiel für die Linie in Hamburg, deren Verkehrsaufkommen für einen Bus-Betrieb zu hoch ist, aber auch für andere Städte, die in den letzten Jahren leise über die Wiedereinführung einer Tram nachgedacht haben (z.B. Münster).

keep on rollin'
Kay

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

4

Donnerstag, 14. September 2006, 17:36

Moin

ich finde die Dinger auch nicht besonders. Einmal sind die Herrsteller niht die Besten...

Zudem gibt es durch diese Busse auch einsparungen! So können 2 Normale gegen einen Doppelgelenk ersetzt werden. So spart man einen Fahrer, und hat einen schlechteren Tackt.

Also ich finde die dinger mist!

mhg

MAN ng272
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.

Jiddu Krishnamurti

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

5

Donnerstag, 14. September 2006, 19:29

Also ich habe aus Hamburg einmal gehört, dass dort die Busse im 3-min. Takt fahren und dies nicht ausreichend ist!
Außerdem ist eine Tram in den Anschaffungs- und Wartungskosten teurer( also das komplette System, Schiene, Oberleitung etc.), aber die Tram hält auch länger. Beim Bus ist doch der Verschleiß an Teilen wie Reifen höher und dazu kommt der Kraftstoffverbrauch. Man merrkt es deutlich das Trams ein längeres Leben haben: unsere ältesten Trams in BS von 1973 sind und die ältesten Busse ,vergleichsweise jung, von 1993. Ich kann zwar nichts oben genanntes mit Zahlen belegen, aber das ist da nicht was wahres dran!?

Aber was haltet ihr vom Mercedes-Capacity? Dsa ist zwar kein Doppel-Schlenki, aber er hat durch sein verlängertes "Hinterteil" mit 2 Achsen (also mit insgesamt 4 Achsen) viel Platz. Was haltet vom Capacity?
Ich weiß,ich weiß jetzt bekomme ich zu hören von euch: "ach Mercedes ist doch sowie so blöd!"
Oder gibt es da auch User die andere Meinung sind?
gruß fel2891
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 7. August 2006

6

Donnerstag, 14. September 2006, 19:38

hallo,

habe mir das Teil gerade mal im Netz angeschaut. Naja das design ist Geschmackssache, aber das Konzept an sich finde ich gar nicht so schlecht.

Aber für BS können wir so ein Fahrzeug aufgrund der Vorne-Einstiegs-Regelung eh vergessen. Denn es gibt ja immer noch Fahrgäste, die nie weiter als bis "in die Mitte" gehen und dann den Gang blockieren, so dass keiner mehr nach hinten durchkommt. Dadurch entsteht dann ein "Stau" an der Haltestelle und daraus folgt Verspätung...alles schon x-mal erlebt... :rolleyes:

damit würde uns dann auch ein extra-langes Fahrzeug wie der CapaCity nicht mehr nützen...es sei denn der Einstieg vorne würde wieder abgeschafft werden bzw. erst ab 20 Uhr gelten wie früher...

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

7

Donnerstag, 14. September 2006, 19:41

@moBiel: Ja, da hast du recht, jeden Morgen könnte ich mich über solche Leute aufregen! So kann der Bus ewig nicht abfahren, da manch elute es nicht checken aus dem Bereich er Lichtschranke zu gehen!
Den Capacity find ich auch nicht schlecht....momentan ist aber noch eine Sondergenehmigung erforderlich, wegen überlänge.
Aber bei einigen Verkehrsunternehmen war er ja schon zu Gast. In BS würde er nur die Stillegung der Tram provozieren.
Aber für Berlin, im Westen, wo es keine Tram gibt, auf den Metro-Buslinien könne er Sinn machen. Aber er sollte nicht die coolen DDs ersetzen.
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 7. August 2006

8

Donnerstag, 14. September 2006, 19:53

@Fel2891
da hast du recht, nicht nur dich regen solche Fahrgäste auf ;) Besonders wenn der Busfahrer schon durchsagt "Bitte nach Hinten durchgehen" und einige des dann immer noch nicht tun...da bekomm ich zuviel X(

...hm naja in BS würde dieser Bus ev. auf der Ringlinie (besonders Morgens) Sinn machen, allerdings auch nur wenn der Einstieg vorne aufgehoben wird.

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

9

Donnerstag, 14. September 2006, 20:05

Ja,stimmt. Aber morgens machen einige ja wenigstens im Schülerverkehr die 2te Tür auf.Warum nicht auch die Dritte?Die Ringlinie oder auch auf der 439 würde er gut einsetzbar sein.Aber die RSB soll auch nicht vergessen werden!Hoffentlichkommt sie trotzdem(aber das ist ein abderes Thema)
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 7. August 2006

10

Donnerstag, 14. September 2006, 20:09

ich bin der Meinung, den Einstieg vorne wieder abzuschaffen...da freuen sich die Schüler, die "Nicht-Nach-Hinten-Durchgeher", die Omis und alle anderen auch :D :P

hm in Sachen RSB schwinden bei mir langsam die Hoffnungen auf eine (baldige) Realisierung...besonders seitdem unser alter (und leider auch neuer) OB Hoffmann wiedergewählt wurde (und auch in WF ist ja jetzt leider ein Kandidat der Autofahrerpartei an der Macht...) :(

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

11

Donnerstag, 14. September 2006, 21:02

jaja...ich versteh es nicht....immer mehr Autobahnen und weniger ÖPNV Angebot.
Das ist so ziemlich dum Reionalisierungs Mitttel zu kürzen...immer nur der Fernverkehr mit PKWs und Brummis...warum kann man nicht einfach statt LKWs auf die Schiene setzten!?
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 7. August 2006

12

Donnerstag, 14. September 2006, 21:07

Das mit den Regionalisierungsmitteln ist in meinen Augen eine unverschämtheit und kurzsichtig... aber geiz ist eben geil in Deutschland X(

Das mit dem Fernverkehr...naja selbst die DB bzw. Railion scheint ja nicht mehr nur an die Schiene zu glauben, schließlich hat man ja mit Schenker einen Riesen im Straßenfernverkehr am Haken...

und mit dem Straßenfernverkehr lässt sich ja durch die LKW-Maut dringend benötigtes Geld einnehmen (welches dann natürlich auch wieder für die Straße ausgegeben wird...) und schau dir den Zustand des DB-Netzes an, der ist ja auch an vielen Stellen alles andere als Optimal...solange die Politik weiter an der Straße festhält und die DB selbst nicht vom Schienengüterverkehr überzeugt ist, wird sich wohl leider nicht viel ändern... X(

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

13

Donnerstag, 14. September 2006, 23:28

Zitat

Original von MAN ng272
Zudem gibt es durch diese Busse auch einsparungen! So können 2 Normale gegen einen Doppelgelenk ersetzt werden. So spart man einen Fahrer, und hat einen schlechteren Tackt.


In meinen Augen eine kurzfristige Denkweise, aber so denken schließlich auch Beamte und andere Leute, die ihren Arbeitsplatz zu erhalten wissen.

Denkt bitte auch, dass ihr den 2. Bus mit eurer Fahrkarte bezahlen müsst.

Ein meiner Meinung nach richtigerer Ansatz wäre zu sagen: "Eine Straßenbahn als 2 Busse ist wesentlich günstiger." Und das scheint die Tatsache zu sein. Wenns nicht sö wäre, hätte ich kein Problem mit den Bussen.
Also: Sowas wie oben ist einfach nur engstirnisch und keine gute Sache, an das Problem ranzugehen. Besser ist die Tatsache festzustellen, dass Schienenverkehr generell ökologischer und auf lange Sicht billiger ist.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

14

Freitag, 15. September 2006, 08:50

Zitat

Original von MAN ng272
Zudem gibt es durch diese Busse auch einsparungen! So können 2 Normale gegen einen Doppelgelenk ersetzt werden. So spart man einen Fahrer, und hat einen schlechteren Tackt.

Auf Linien, auf denen ein Doppelgelenkbus fährt (wie die Hamburger Linie 5, die ja übrigens auf weiten Teilen auf einer ehemaligen Straßenbahntrasse verläuft), wird ohnehin ein so dichter Takt gefahren, dass eine Ausdünnung nicht auffällt. Häufig war auf der Linie 5 zu beobachten, dass aufgrund der Verkehrsverhältnisse und des engen Taktes zwei Gelenkbusse im Doppelpack fuhren, von denen meist nur der erste von den Fahrgästen genutzt wurde (Herdentrieb?), und die sich im Betriebsablauf gegenseitig behindert haben (auf der Busspur ist kein Überholen möglich). Dies wurde durch den Einsatz der Doppelgelenkbusse entzerrt, so dass der Fahrgastnutzen "trotz" eines vermutlich ausgedünnten Taktes insgesamt gestiegen ist.

Das zum Thema schlechterer Takt. Zum Thema Personaleinsparungen: Natürlich spart man durch den Einsatz größerer Transportgefäße Fahrpersonal. Das wäre im übrigen auch ein Argument gegen die Straßenbahn. ;) Diese Einsparung ermöglicht es einem Unternehmen, wirtschaftlich zu agieren und sich auf dem Markt zu behaupten - und unterm Strich sichert das die Arbeitsplätze aller Beschäftigten, nicht nur der Busfahrer.

Für Braunschweig sehe ich aber eher eingeschränkte Einsatzmöglichkeiten für diesen Fahrzeugtyp. Mal davon abgesehen, dass die Straßenverhältnisse auf vielen Linien einen Riegel davor schieben, muss sich der Bus ja über den ganzen Tag hinweg lohnen, nicht nur für ein, zwei Stunden in den Schülerspitzen. Mir fällt jedenfalls keine Linie ein, auf der der Bedarf da wäre.

Registrierungsdatum: 11. Juli 2006

15

Freitag, 15. September 2006, 16:07

Zitat

Original von moBiel
Das mit den Regionalisierungsmitteln ist in meinen Augen eine unverschämtheit und kurzsichtig... aber geiz ist eben geil in Deutschland X(


Dazu sollte man vielleicht beachten, daß der größte Teil der Regionalisierungsmittel aus der Mineralölsteuer stammt, d.h. jeder Autofahrer subventioniert durch Tanken euer aller Nahverkehrsticket! Aus Sicht des Autofahrer ebenfalls eine Unverschämtheit (Nur mal so zum darüber Nachdenken)

Zitat

Original von moBiel
Das mit dem Fernverkehr...naja selbst die DB bzw. Railion scheint ja nicht mehr nur an die Schiene zu glauben, schließlich hat man ja mit Schenker einen Riesen im Straßenfernverkehr am Haken...


Wenn die DB den Schienenverkehr bieten könnte, den der Kunde gern hätte, würden die Transportleistungen auch wieder ansteigen! Da die DB aber nach dem Motto "Friß oder stirb" an den Kundenwünschen vorbeiarbeitet, ist es kein Wunder, daß die Besteller auf den Straßengütertransport ausweichen.

Zitat

Original von moBiel
und mit dem Straßenfernverkehr lässt sich ja durch die LKW-Maut dringend benötigtes Geld einnehmen (welches dann natürlich auch wieder für die Straße ausgegeben wird...) und schau dir den Zustand des DB-Netzes an, der ist ja auch an vielen Stellen alles andere als Optimal...solange die Politik weiter an der Straße festhält und die DB selbst nicht vom Schienengüterverkehr überzeugt ist, wird sich wohl leider nicht viel ändern... X(


Nur mal so als Info am Rande

Die Verwendung der Einnahmen aus der Maut

Im § 11 des Autobahnmautgesetzes vom 5. April 2002 ist festgelegt, dass das Mautaufkommen nach Abzug der Ausgaben für Betrieb, Überwachung und Kontrolle zusätzlich dem Verkehrshaushalt zugeführt und in vollem Umfang zweckgebunden für die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur - überwiegend für den Bundesfernstraßenbau - verwendet wird. Ein Teil des künftigen Gebührenaufkommens soll im Rahmen des "Anti-Stau-Programms" der Bundesregierung eingesetzt werden. Damit sollen Kapazitätsengpässe reduziert und allein im Straßennetz Lücken mit einer Gesamtlänge von rund 250 km geschlossen sowie Autobahnen verbreitert werden.

Das von der Bundesregierung verfolgte Konzept der integrierten Verkehrspolitik hat die Verknüpfung der Verkehrsträger zum Ziel. Es sieht daher vor, dass die Einnahmen aus der Maut nicht nur für den Straßenbau, sondern auch für den Ausbau von Schienenwegen und Wasserstraßen eingesetzt werden. Die Beseitigung von Engpässen im Schienen- und Wasserstraßennetz lässt eine Entlastung im Straßenverkehr erwarten. Die Reinvestition der Mautmittel in die Verkehrsinfrastruktur erfolgt über die im Oktober 2003 gegründete Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft.

Quelle: BMVBS

Zusatzinfo:

Das Geld, daß früher die Eurovignette gebracht hat, wird von den Mauteinnahmen abgezogen und direkt an den Bundesfinanzminister überwiesen.


Stefan

Registrierungsdatum: 16. Juli 2006

16

Freitag, 15. September 2006, 16:30

ich hab die Dinger noch nie gesehen,
hat vielleicht jemand ein Foto von denen oder einen Link wo die zu sehen sind?

Registrierungsdatum: 7. August 2006

17

Freitag, 15. September 2006, 16:35

@tensingbraunschweig
meinst du allgemein Doppelgelenkbusse oder den CapaCity?
wie dem auch sei hier http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelgelenkbus hast du Bilder von Beiden ;)

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

18

Freitag, 15. September 2006, 18:22

Zitat

Original von moBiel
[...]

Das mit dem Fernverkehr...naja selbst die DB bzw. Railion scheint ja nicht mehr nur an die Schiene zu glauben, schließlich hat man ja mit Schenker einen Riesen im Straßenfernverkehr am Haken..


Der Hauptgedanke, warum Stinnes (und damit Schenker im Paket dazu) gekauft wurde, war das Ziel logistische Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Wenn man eine eigene Spedition zur Hand hat, kann man nämlich auch Kunden Transporte anbieten die keinen Gleisanschluss haben.
Solch eine Infrastruktur kostet nun mal nicht gerade wenig, eine Straße führt bei jedem Unternehmer vorbei und für die bezahlt die Allgemeinheit (was ich mal unkommentiert lasse).

Abgesehen davon, dass nicht jeder potenzieller Kunde solch ein Aufkommen hat, dass sich ein Gleisanschluss lohnen würde, der Bahntransport aufgrund der Entfernung aber dennoch attraktiv sein könnte. Und wenn Du bei solchen Kunden eine Komplettlösung anbieten kannst und den gesamten Transport von "Tür zu Tür" überwachen kannst, ist eine Spedition im Haus schon sinnvoll.

Sorry, hat nix mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber das wollte ich mal loswerden...