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Linie 710

unregistriert

441

Freitag, 16. Januar 2009, 08:45

Es könnte lediglich auf Dauer nerven, denn ich kenne von der KVG, dass die Flip-Dot-Anzeigen nen heiden-Lärm machen beim umschalten..(rasseln).
Weiß nicht ob das bei der BSVAG auch so ist. Aber davon mal abgesehen, gibt es ja nicht mehr soviele Flip-Dot-Anzeiger bei der BSVAG, die restlichen werden in den nächsten Monaten sicherlich auch bald aussterben...

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

442

Samstag, 17. Januar 2009, 00:38

RE: RE: Immer schön abwarten

Übrigends ist das Hin- und Hergewackel zwischen M und 4 auf den Anzeigen eine Verordnung durch den VRB, die ihre Nummernordnung in Gefahr sehen. In diesem VRB-BSVAG-Streit ist allerdings der (Gelegenheits-) Kunde der Dumme, der das erst mal verstehen soll. Ich kann mir nebenbei gesagt auch vorstellen, dass das stetige Umschalten der Anzeigen bei den nicht-leuchtenden Anzeigen auf Dauer zu schäden führen wird.

Das ist halt ein Punkt, der leicht zu beseitigen wäre. Niemand wird dem M hinterher weinen. Und ob der Marketing-Effekt dadruch so groß ist, mag ich mal bezweifeln.
Und der VRB hat das einzig richtige gemacht, indem er auf die 4 besteht. Wenn nur noch die Busse die 1. Ziffer tragen müssten, die über mehrere Tarifzonen fahren, kann man das ganze auch lassen.
Wenn man schon das M will, hätte man einfach die Straßenbahnen damit benennen sollen, aber dann natürlich auch alle.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

443

Samstag, 17. Januar 2009, 01:13

RE: RE: RE: Immer schön abwarten


Wenn man schon das M will, hätte man einfach die Straßenbahnen damit benennen sollen, aber dann natürlich auch alle.


Auch nicht unbedingt sinnvoll... Warum soll man den Beförderungsfall damit verunsichern?

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

444

Samstag, 17. Januar 2009, 16:22

Das ist doch reine Gewöhnungssache. Aber wenn etwas von einer Art immer gleich heißt, also alle Trams und nichts anderes, dann ist ganz klar, was Mx für eine Linie ist. In Berlin ist das doch nicht anders, sofern ich mich nicht täusche?!

Aber ob ein M überhaupt sinnvoll ist, da stimme ich gerne zu, steht auf einem anderen Blatt, zumal "metro" ja eigentlich etwas anderes suggeriert.

Registrierungsdatum: 21. September 2008

445

Samstag, 17. Januar 2009, 20:10

Ich könnte mir vorstellen, dass der Grundgedanke zum M folgender war:

Bekanntlich gibt es ja den "Schienenbonus", d.h. Fahrgäste bilden sich ein, dass ein Verkehrsmittel, das auf Schienen fährt, im Vergleich zum Bus besser ist und sind bei Schienenfahrzeugen grundsätzlich bereit, eher vom Auto zum ÖPNV umzusteigen (häufig kommt es zu sprunghaftem Anstieg der Fahrgastzahlen, wenn z.B. eine Straßenbahnlinie neu gebaut wurde und eine Buslinie ersetzt, auch wenn die Straßenbahn nur unwesentlich oder gleichschnell wie der Bus fahren würde, vllt. hat ja jemand Zahlen zu Stöckheim, ich gehe fast davon aus dass es da auch so war).

Mit der Bezeichnung "Metro" sowohl für Bus als auch Straßenbahn will man wohl den potentiellen Umsteigern verdeutlichen, dass es eine Busverbindung auf dem Niveau eine Straßenbahnlinie gibt. Gleichzeitig soll das "M" generell für häufige, direkte Fahrten (bekannt aus der Werbung) bis in den Abend hinein stehen.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

446

Sonntag, 18. Januar 2009, 02:39

Métro als Kurzform von Métropolitain, U-Bahn (frz. Chemin de fer métropolitain = „Stadtbahn“):
...laut Wikipedia


Und auf Braunschweig bezogen sehe ich das einfach so, dass die BSVAG eine Firma engagiert hat, die das Fahrplanangebot überprüft und optimiert und sich ein Konzept überlegt, welches eben auch "metro" beinhaltet, weil das - und das ist meine Vermutung - marketingtechnisch gut vermarkten lässt bzw. die Leute das toll finden, wie auch immer.
Und wie ich das schon meinte, wenn man eben so innovativ dastehen möchte, dann sollte man keine Verwunderung damit schaffen und dann einfach die Straßenbahnlinien damit benennen, damit eine gewisse Klarheit herrscht. Denn davon abgesehen sind Straßenbahnlinien eh besser als Buslinien, und zudem hat man nicht das Problem mit der 4xx-Bezeichnung. (naja ok, vielleicht gibts ja bald die 401 von Radeklint, über Hbf nach Wolfenbüttel;) )

Registrierungsdatum: 21. September 2008

447

Sonntag, 18. Januar 2009, 12:58

Man muss noch weit vor der Entdeckung der Pariser UBahn in der Geschichte blättern:
Metro ist griechisch und bedeutet wo etwas wie "Mutter".
Zusammen mit dem Wort "Polis" = "Stadt" wurde schon damals der Begriff "Metropolis" mit der Bedeutung "Hauptstadt" entwickelt.

Auf das Braunschweiger Netz bezogen bedeutet das: alle Metro-Linien sind die Mutterlinien, d.h. die Hauptlininen. Hierzu zählen alle Linien, die von größter verkehrlicher Bedeutung sind. Zum einen sind dies die meisten Straßenbahnlinien, zum anderen sind es eben die Buslinien, die die großen Stadtteile verbinden, also M11, M13, M16, M19.

Die SL 9 beispielsweise erfüllt keineswegs diese Kritierien und ist deshalb wohl auch keine Metrolinie.

Die Bezeichnung der Metro-Linien trifft also schon die richtigen Linien....Soweit die Theorie...

In der Praxis ist es nunmal so, dass man schnell durcheinander kommen kann zwischen Bussen und Straßenbahnen. Wahrscheinlich stand schon der eine oder andere Ortsfremde am Rathaus am Straßenbahnsteig und hat vergeblich z.B. auf die M16 gewartet, weil er eben auch dachte, dass alle Ms Straßenbahnen sind. Vor diesem Hintergrund darf man schon die Wahl des Ms für 2 verschiedene Verkehrsmittel anzweifeln...
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 30. August 2007

448

Montag, 19. Januar 2009, 10:43

M und E

Hi !

Ungünstig ist das M auch in Bezug auf die Verstärker: Die 1E müßte ja eigentlich M1E heißen - was kein Tram-Display mitmachen würde. Und auch der Fahrgast von Außerhalb würde bei einer Bahn M1E eher an ein kaputtes Display, den ersten April oder Till Eulenspiegel denken, als an eine korrekte Liniennummer. :-)

Da wäre es schon besser wie bisher: 1 ist 1 und 1E ist halt eine "extra-1". :-)

Allein das E suggeriert dem Gelegenheitsnutzer ja schon, daß es vielleicht noch eine 1A oder eine 1F gibt...was man ja auch nutzen könnte: Eine 6 für die 6 nach Stöckheim und 6H für "Kurzlinie", die nur zum Hbf fährt... Das würde jeder schnell verstehen.

Grüße,

Andreas

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

449

Montag, 19. Januar 2009, 11:01

Wie wäre es mit einer "halben" 1??

So wie sintemal in Hannover ...



Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

450

Montag, 19. Januar 2009, 17:21

Heute in Paris noch gang und gäbe, die halb durchgestrichenen Linien fahren nicht bis zur üblichen Endstation...

http://www.metro-pole.net/actu/IMG/jpg/Photo_bus_103.jpg

Aber wir sind ja nicht in Paris... :S

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

451

Montag, 19. Januar 2009, 17:53

RE: M und E



Allein das E suggeriert dem Gelegenheitsnutzer ja schon, daß es vielleicht noch eine 1A oder eine 1F gibt...was man ja auch nutzen könnte: Eine 6 für die 6 nach Stöckheim und 6H für "Kurzlinie", die nur zum Hbf fährt... Das würde jeder schnell verstehen.


Nicht unbedingt...

Früher war sowieso alles besser... Damals stand im Zielfilm klipp und klar "Einsatzwagen" und auf einem Wechselschild hinter der Windschutzscheuibe stand, wohin die Reise hingehen sollte... Sowat is 'ne kloare Aussage...

Registrierungsdatum: 30. August 2007

452

Dienstag, 20. Januar 2009, 16:42

RE: RE: M und E

Früher war sowieso alles besser... Damals stand im Zielfilm klipp und klar "Einsatzwagen"


Da stimmt ich Dir voll zu. Aber soweit zurück in "gute alte Zeiten" wage ich gar nicht zurückzudenken...:-)

und auf einem Wechselschild hinter der Windschutzscheuibe stand, wohin die Reise hingehen sollte... Sowat is 'ne kloare Aussage...


Klar ist die Aussage auf jeden Fall. Aber diese Schilder unten beim Fahrer übersieht man leicht. Das fand ich in meiner "Busfahrzeit" persönlich nicht optimal.

Fein wäre ein Display, das zwei Zeilen untereinander anzeigen kann. Hier könnte dieses "untere Schild" mit untergebracht werden. Sogar mit "1E" usw., wenns sein soll:

1E Hauptbahnhof
Einsatzwagen

Man könnte dort statt "Einsatzwagen" auch verständlicheres wie "Zusätzlicher Zug" unterbringen. :)

Allerdings kostet ein zweizeiliges Display ja sofort wieder zu viel Geld... :(
Oder es gibt solche Kompromißlösungen, auf denen noch eine "halbe" Zeile in "Kleinschrift" drunterpaßt - wie die neueren Busse das haben (das kann man dann wiederum kaum lesen...).

Was solls, solange da die dummen pulsenden LEDs leuchten, kann man von weitem eh nichts erkennen und somit kann es auch nicht optimal sein. :D


Grüße,

Andreas

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

453

Dienstag, 20. Januar 2009, 19:19

"MetroLinien"

Mit der Bezeichnung "Metro" sowohl für Bus als auch Straßenbahn will man wohl den potentiellen Umsteigern verdeutlichen, dass es eine Busverbindung auf dem Niveau eine Straßenbahnlinie gibt. Gleichzeitig soll das "M" generell für häufige, direkte Fahrten (bekannt aus der Werbung) bis in den Abend hinein stehen.

Nabend,

noch mal kurz zurück zur Diskussion über den Begriff der MetroLinien: m.W. war es die Stadt Stockholm, die erstmals ihr umfangreiches Busliniennetz strukturiert hat und wenige Hauptlinien definiert hat. Im zugehörigen Wikipedia-Artikel wird das nicht deutlich. Die Linien bekamen jedenfalls einen dichten zuverlässigen Takt, direkte Linienführungen, Bevorrechtigungen und DFI-Anlagen an den Haltestellen. Ich weiß allerdings nicht, ob diese Linien auch den Begriff "Metro" bekommen haben (vermutlich ist das auch der Grund, warum Stockholm bei Wikipedia nicht erwähnt wurde).

Hier in Deutschland waren dann ja Hamburg, Berlin und München die Vorreiter dieses Modells. Wobei das komplette Programm inkl. Bevorrechtigungen und DFIs hierbei nicht mehr zwingende Voraussetzung war. Vielmehr waren es Marketing-Strategien, mit dem Begriff "MetroLinie" mehr Fahrgäste zu bekommen. In Hamburg jedenfalls finden sich DFI-Anlagen nur an wenigen Linien, z.B. der MetroLinie 6. An den Bussen steht dort auch nur die "6", kein "M". Aber der Takt beträgt tlw. nur 3-4 Minuten!

Dass man nun die im Viertelstundentakt und ab 20 Uhr im Halbstundentakt fahrenden Braunschweiger Linien mit dem Begriff "Metro" geadelt hat, ist nun der Tiefpunkt der ursprünglichen Entwicklung. Einen Viertelstundentakt bekommen auch engagierte Kleinstädte hin. Ich erwarte bei diesem Begriff mindestens einen 10-Minuten-Takt, vom Spätverkehr mal ganz abgesehen. Wobei das neue Grundkonzept eigentlich OK ist, nur fehlt es leider am (politischen) Willen, mehr draus zu machen. Ich jedenfalls wünsche mir den alten Fahrplan auch nicht zurück.

Gruß aus Nordhessen

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

454

Dienstag, 20. Januar 2009, 19:35

Nun,
"Metro" kommt vielleicht aus dem französischem, wie es weiter oben schon beschrieben wurde, ABER: erstmals wurde es 1863 für ein schienengebundenes Verkehrsmittel in London verwendet.
Wikipedia (englisch)

Bis heute gibt es die Bezeichnung "Metropolitan Line" dort. (In London haben die Linien keine Nummer, sondern Namen und Farben - in diesem Fall violett)
Wikipedia (englisch)

Viele Grüße
fabs

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

455

Dienstag, 20. Januar 2009, 21:21

Einsatzwagen

Was den Begriff "Metro" betrifft, so sind natürlich die Metro in Paris (man denke nur an die charakteristischen Eingänge mit dem Schriftzug "Metropolitain") und die Metropolitan Line in London älter als die heutigen "MetroLinien", gar keine Frage. Aber das sind zwei Paar Schuhe, die einen fahren seit Ewigkeiten in wirklichen Metropolen, und die anderen beziehen sich auf den neuen Vermarktungstrend von "MetroLinien".

Früher war sowieso alles besser... Damals stand im Zielfilm klipp und klar "Einsatzwagen" und auf einem Wechselschild hinter der Windschutzscheuibe stand, wohin die Reise hingehen sollte... Sowat is 'ne kloare Aussage...

Ich kann mich aber auch an Zielbeschilderungen aus den 1980ern wie "E Theodor-Heuss-Straße" erinnern. Meist fuhr der Bus aber als "12 Einsatzwagen", aber die täglich selben Fahrgäste kannten natürlich das Ziel. Und es gab einen Bus, der wechselte von Destedt kommend am Brodweg (heute Kath. Friedhof) von "21 Einsatzwagen" auf "12 Einsatzwagen". Manche Fahrer stellten die Anzeige dann auch manuell um, inkl. Durchkämpfen durch den vollen Bus bis ganz nach hinten, um dort von 21 auf 12 zu wechseln. Das ist wirklich Einsatz gewesen, im Einsatzwagen :-) Heißt der deshalb so?

7351

unregistriert

456

Dienstag, 20. Januar 2009, 22:00

Hallöchen,
ich meine mich erinnern zu können, dass die Stadt der Freier und Hanse 2001 Vorreiter eines solchen Metrosystemes gewesen ist. Auch schlummert in meinem Gedächtnis noch die Erinnerung, dass hier die Hamburg-Consult - übrigens eine Tochter der Hochbahn - beratungsmäßig zur Seite stand.
Dennoch: Metrotram hin, Metrobus her - die Aufregung Eurerseits bzw. mancher Fahrgäste kann ich absolut nicht nachvollziehen. Früher nahmen auch die Straßenbahn streng genommen eine Sonderstellung ein, denn wieso durften diese über ein- bzw. zweistellige Liniennummern verfügen?! Ist also ein Bus hier weniger wert wie eine Tram? Da ging man im Pott den Weg der Vernunft und stellte die wenigen noch existierenden Straßenbahnlinien mit Buslinien gleich. Und: Niemand ist dumm gestorben, der Geburtstag des VRR's jährt sich im nächsten Jahr zum bereits 30. Mal!
Um auf das hiesige Problem weiter zu sprechen zu kommen, ist vermutlich das größte Makel das große, nicht goldene "M" in der Matrixanzeige, das verwirrt die Fahrgäste zu sehr. Aber jene sind hier nachweisbar eine besonders beratungsresistente Sorte (klingt komisch, ist aber so). Es muss halt immer das schwächste Glied in der Kette berücksichtigt werden, das erstmal zu finden, ist eine nahezu unendliche Suche. So etwas kommt auch nicht von ungefähr; einfach mal schauen, mit was für Fahrscheinen die örtlichen Beförderungsfälle unterwegs sind: "Rotgrünes" Niedersachsenticket, BS-Mobil und SSZK. Warum? Weil ein jemand, der sich einen fahrbaren Untersatz leisten kann, schon vor langem seine Citykarte (es war einmal) gekündigt hat. Klingt ebenfalls komisch und ist ebenfalls so!

Um das leidige Thema mit der "M1" aufzugreifen, ist anzumerken, dass die aktuelle Situation mehr als unbefriedigend ist. Es verwirrt schlussendlich auch die Beförderungsfälle, wenn die Bahn bereits auf dem halben Linienweg gebrochen wird - warum auch immer, aber hier ticken die Uhren bekanntlich anders. Zusätzlich existieren vor allem nördlich der Wettkampfstätte noch enorme Fahrgastströme, für welche eine Taktfolge von 15 Minuten mehr als unbefriedigend ist, denn zumindest die Wagen welche ich gesehen habe, verfügten nur mehr über eine überschaubare freie Kapazität.
Den vorgeschlagenen Gedankengang, diese Zusatzfahrten als eine Linie 10 zu führen, sollte nicht nachgegangen werden. Das würde auf eine Genehmigungspflicht hinaus laufen - ein Gift für kurzfristige Fahrplanänderungen

Weiterhin beim Thema Einsatzwagen bleibend: Im Bussektor ist seit einiger Zeit bei Verstärkerfahrten ein solches Hinweisschild sichtbar abzulegen. Das könnte auch bei der Bimmel Verwendung finden, sofern man es auf der SL3 nicht vergisst, denn dort sind die Verstärker mit den Planwagen kombiniert.

Na ja, vielleicht kommen mal wieder gute Zeiten, doch davon ist man wohl aktuell weit entfernt. Da hielt ich neulich doch etwas kleines Gelbes in den Händen, da stand etwas von komischen Linien, wie einer "11" überm Kennedyplatz, einer "25" nach Vechelde oder einer "21" in den Elm, da lag auch noch so ein komischer übersichtlicher Liniennetzplan dabei - und das beste: es war kein Traum. Das muss mal ein fortschrittlicher Betrieb gewesen sein, doch dann kam "McKinsey" bzw. hier "H&H". Mehr als verbrannte Erde wird man in sechs, sieben Jahren nicht mehr vorfinden, denn das Stadium "Dresden '45" ist wahrscheinlich noch nicht ganz erreicht!

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

457

Mittwoch, 21. Januar 2009, 00:13

Hallöchen,
Dennoch: Metrotram hin, Metrobus her - die Aufregung Eurerseits bzw. mancher Fahrgäste kann ich absolut nicht nachvollziehen. Früher nahmen auch die Straßenbahn streng genommen eine Sonderstellung ein, denn wieso durften diese über ein- bzw. zweistellige Liniennummern verfügen?! Ist also ein Bus hier weniger wert wie eine Tram? Da ging man im Pott den Weg der Vernunft und stellte die wenigen noch existierenden Straßenbahnlinien mit Buslinien gleich.

Verstehe ich nicht. Soweit ich weiß sind Straßenbahnen beliebter als Busse. Und soweit ich weiß, steigt demnach das Fahrgastaufkommen an einer Stelle, wenn Straßenbahnen statt Bussen fahren (inkl. Nebeneffekten, dass Grundstückspreise usw. auf einmal höher ausfallen).

Alleine die Tatsache, um an der Liniennummer erkennen zu können, um was für ein Fahrzeug es sich handelt, finde ich es gut, sie nicht nach dem gleichen Schema zu benennen. Schon die Tatsache, dass Busse und Straßenbahnen oft nicht von der gleichen Haltestelle abfahren, auch wenn sie gleich heißen, ist Grund genug.
Zudem brauchen unsere Straßenbahnen keine überregionale Kennung , weil man ja davon ausgehen kann, dass sie nur in Zone40 (also in Braunschweig) verkehren.


Und für Unwissende/Touristen ist eine verschiedene Bezeichnung auch nicht schlecht. Wenn ich am Hbf ankomme und eine 1 als Straßenbahn und eine 411 als Bus sehe, werde ich es wohl sehr schnell verstehen, wie der Hase läuft. (klar, beim M würde es dann eventuell scheitern, aber darum geht es hier ja anscheinend nicht).

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

458

Mittwoch, 21. Januar 2009, 12:46

Alleine die Tatsache, um an der Liniennummer erkennen zu können, um was für ein Fahrzeug es sich handelt, finde ich es gut, sie nicht nach dem gleichen Schema zu benennen. Schon die Tatsache, dass Busse und Straßenbahnen oft nicht von der gleichen Haltestelle abfahren, auch wenn sie gleich heißen, ist Grund genug.

Richtig, genau da ist ja das Problem der braunschweiger MetroLinien. Weder in Stockholm noch in Hamburg besteht ja die Gefahr, dass man Bus- oder Straßenbahnlinie bzw. die Haltestelle verwechselt (Stockholm hat den Straßenbahnverkehr beim Wechsel von Links- auf Rechtsverkehr in den 1960ern eingestellt, Hamburg 1978 ). Und in München haben nur Buslinien die Bezeichnung "MetroLinie" bekommen. Denn die Straßenbahnlinien sind für sich dort schon attraktiv genug, man hat in München ja in den letzten Jahren nach einem Tiefpunkt in den 1980ern wieder einiges investiert in das Tramnetz. Es mag dort aber auch unwichtige Verstärkerlinien im Tramnetz geben, dennoch hat man es gelassen, die Hauptlinien auch noch als MetroLinien zu bezeichnen. Nur in Berlin besteht letzlich die Möglichkeit, unter den MetroLinien die Bus- und Tramlinien zu verwechseln. In Hamburg hatten sich bei Einführung der MetroLinien einige gewünscht, dass man die alten Straßenbahnliniennummern verwenden sollte, es kam aber nicht so. Wobei es sicher anfangs auch zu Problemen kam, in Winterhude z.B. fuhren zuvor die Linien 106 und 108, die heißen seitdem 25 und 6. Die 106 wurde nicht zur 6, da ist bestimmt so mancher in den falschen Bus gestiegen.

Was die verbundweite Nummerierung betrifft, da ist es in Braunschweig schlicht und einfach nicht erforderlich, auf die Straßenbahnlinien gesondert mit Begriffen wie "Metro" hinzuweisen. Es gibt im VRB-Land nur in Braunschweig Straßenbahnen, was soll man da schon verwechseln? Und wenn diese oft genug fahren - man denke nur an Freiburg oder Augsburg, wo alle 5 Minuten gefahren wird - dann kommen die Fahrgäste von ganz alleine. Auch ohne Metro-TamTam. Im Ruhrgebiet gibt es in Summe zu viele Straßenbahn- und U-Stadtbahn-Linien, um die alle zw. 1 und 99 unterzubringen. Das wird dort der Grund gewesen sein, normale Straßenbahnlinien wie Buslinien dreistellig zu bezeichnen.

Dass eine Linie auch mal vor ihrer Endstation wendet, so wie jetzt bei der 1 am Stadion, ist grundsätzlich nichts ungewöhnliches. Das Problem ist eher, dass ein Viertelstundentakt nach Wenden oder Stöckheim in der HVZ eben nicht ausreicht bzw. keinen Pendler anreizt, auf den ÖPNV umzusteigen. Wozu hat man denn die Straßenbahnstrecken verlängert? Doch nicht nur, um die Schüler in den Unterricht zu befördern.

Was das ganz alte Netz betrifft, da kann man heute wirklich nur noch über die dichten Takte staunen. Ich meine, dass bis in die 1970er sonntags die Linie 13 sogar im 7,5-Minuten-Takt fuhr - unglaublich. Es hat sich aber parallel der Bestand der Pkws etwas weiterentwickelt... Manche Besonderheiten des alten Netzes bis 1996 waren aber mit den sehr vielen Taktwechseln zuletzt nicht mehr wirtschaftlich, das Defizit drohte an die 100 Mio. DM jährlich zu steigen. Wobei die Übersichtlichkeit des alten Netzes mit den MetroLinien ja wieder hergestellt wurde, eigentlich nicht schlecht.

Registrierungsdatum: 4. November 2006

459

Freitag, 30. Januar 2009, 10:20

Ergänzung zu BSKS

Genau der Begriff "Metro(polen)-Linie" ist irreführend und wirkt in Braunschweig wirklich fehl am Platz.
In Hamburg wurden die "Metrobus-Linien" als "eigenständiges" Verkehrssystem neben dem Schnellbahnnetz und den "normalen" Buslinien eingeführt; daher die ein- und zweistellige Nummerierung. Ob das sinnvoll ist sei dahingestellt.
Auf einigen Strecken gibt es tagsüber einen 5-Minuten-Takt, überlagert durch eine zweite Metrobuslinie und man kommt so auf einen 2-3 Minuten-Takt (Grindelallee). Dort kommen auch die Doppelgelenkbusse von VanHool zum Einsatz. Das ENTSCHEIDENE QUALITÄTSVERSPRECHEN ist aber der 10-Minuten-Takt bis ca. 22:00 Uhr auf allen Metrobuslinien. Davon ist Braunschweig - leider - meilenweit entfernt.

Zum Ruhrgebiet: Dort gab es eine Planung für den gesamten Rhein-Ruhr-Raum (Ruhrgebiet + Rheinschiene + Bergisches Land). Die U-StadtBahnen waren generell auf Normalspur und Hochflurzügen Bauart Köln geplant (Ausnahme: Schwebebahn in Wuppertal). Die U-StadtBahn fährt immer auf eigenen Gleiskörper oder im Tunnel.
Die Nummerierung ist folgende: Zweistellig wobei die erste Ziffer für den Bereich steht: U17 fährt in Essen (1) oder die U43 fährt in Dortmund (4). Bei den Strassenbahnen (Normal- und Meterspur möglich) und den Bussen wurde es dreistellig und da war auch die erste Ziffer wieder für den Bereich reserviert. Die 106 fährt in Essen (1) und die 302 fährt in Bochum (3) .

Übersichtlichkeit der Linien. Da die 70iger Jahre angesprochen wurde: Vor der Eingemeindung eines Teils des Landkreises Braunschweig in die dann kreisfreie Stadt BS gab es 2 Knotenpunkte und 3 Ergänzungslinien.
Knotenpunkt 1 "Rathaus": Nord-Süd-Richtung Strassenbahnlinien 1,2,3,und ab 1975/76 die 4. West-Ost-Richtung 12,13,16,18.
1: Siegfriedstrasse - Rathaus -Hbf
2: Rühme - Rathaus - Heidberg
3: Voigtländer(Petzvalstrasse) -Rathaus - Hbf
4: Krematorium - Berliner Platz- JFK-Pl. - Lessingplatz
ab 1975: Krematorium - Leonhardstrasse - Georg-Eckert-Str.- Rathaus - Stadion
12: Rüningen - Rathaus - Rautheim - Welfenplatz
13: Donaustrasse - Rathaus - Ebertallee - Querum - Flughafen
16: An der Rothenburg (Hp Broitzem) - Rathaus - Jasperallee - Kralenriede - Sandwüste
18: Raffteich - Madamenweg - Rathaus - Stadtpark- Grüner Jäger

Knotenpunkt 2 "HBF": Strassenbahnlinien 1,3 endeten dort und die 4 wurde direkt Kurt-Schuhmacher-Str zum Leonhardplatz geführt bis 1975. Die Buslinien 10,11,19,20 begannen dort oder fuhren in zwei Richtungen weiter.
10: Ölper - Celler Strasse - JFK Pl. - HBF - Salzdahlumer Strasse - Heidberg - Melverode -(Stöckheim)
11: PTB - Kanzlerfeld - Lehndorf - Rudolfplatz- Celler Strasse -JFK pl. - HBF -Salzdahlumer Strasse - Welfenplatz
19: HBF - Ring - Bruchtorwall - HBF
20: Rathaus -JFK pl. - HBF - Wolfenbüttler Strasse - Melverode -Stöckheim - WF

Ergänzungslinien waren
die 14 Schwarzer Berg - Stadion - Veltenhof,
die 15 Rühme - Lincolnsiedlung,
die 22 Lehndorf über östl.Ring - Bebelhof (HVZ)

Das war übersichtlich und klar strukturiert und die Linien fuhren im 10 Minuten Takt (HVZ) und sonst im 12 Minuten Takt. Dann fährt man auch Bus, da ein verpasster Bus nicht so schlimm ist.
Bei dem jetzigen 15 und 30 und z.T. 60 Minuten Takt kann man schon zu Fuss laufen und die KUNDEN laufen dem ÖPNV weg und fahren mit dem Auto oder Fahrrad.
Türkis-Inka

Registrierungsdatum: 21. September 2008

460

Freitag, 30. Januar 2009, 14:44

RE: Ergänzung zu BSKS

Genau der Begriff "Metro(polen)-Linie" ist irreführend und wirkt in Braunschweig wirklich fehl am Platz.
Auf einigen Strecken gibt es tagsüber einen 5-Minuten-Takt, überlagert durch eine zweite Metrobuslinie und man kommt so auf einen 2-3 Minuten-Takt (Grindelallee). Dort kommen auch die Doppelgelenkbusse von VanHool zum Einsatz. Das ENTSCHEIDENE QUALITÄTSVERSPRECHEN ist aber der 10-Minuten-Takt bis ca. 22:00 Uhr auf allen Metrobuslinien. Davon ist Braunschweig - leider - meilenweit entfernt.

Eigentlich genau wie in Braunschweig: Der Takt wird bei den Metrobussen Abends einfach halbiert... :P
Aber jetzt im ernst. Dort, wo man Abends noch 2 Linien überlagert hat, ist es ja ganz in Ordnung, aber auf den Halbstundentaktabschnitten ist man schon ziemlich unflexibel. Wer als Alternative das Auto in der Garage stehen hat ist doch schnell verlockt, einfach das zu nehmen als beispielsweise noch 20 min auf den Bus zu warten. Zumal er alleine in der Wartezeit Abends per PKW quasie jedes Ziel im Stadtgebiet Braunschweig erreichen kann.
Generell könnte man aber zumindenst die Takte folgendermaßen Attraktiver, und wohl für BS noch im vernünftigen Maße, machen: Tagsüber 10-er Takt auf allem mit M davor (Damit könnte man sich auch die E-Spielereien schenken), Abends dann 20-Min-Takt, im überlagerten Bereich 10-min Takt. Das wäre weit attraktiver. Ein abendlicher 10er-Takt pro Linie wie in Hamburg ist dagegen aber schon ziemlich unrealistisch für BS...

Allerdings könnte man am Wochenende den Takt länger als bis 22 Uhr im 20-22-Uhr Takt (aktuell 30 bzw Vorschlag 20-min Takt) halten. Es ist eigentlich sehr merkwürdig, dass die Fahrten Samstags von etwa 20-24 Uhr denen am Sonntag zur gleichen Uhrzeit sehr ähneln, obwohl Samstags eine weit größere Nachfrage vorhanden ist.

Zudem sollte man, unabhängig vom Takt, mal die Anschlüsse etwas sicherer gestalten. Mir ist es schon des öfteren passiert, dass ich Abends den Anschluss nicht bekommen habe. Gerade die M1 ist sehr spät dran, wenn der RE aus Hannover am HBF angekommen ist und die Leute alle mit ihren Koffern in diese einsteigen müssen. Nun ist es bei mir so, dass ich mit einem kleinen Fußweg noch einen 15-Min-Takt habe, trotzdem ist es nicht toll, bei einer Fahrt, die insgesammt 15 min dauert, um die gleiche Zeit zu spät zu kommen. Die Leute, die dann einen Umstieg nach Völkenrode nicht hinbekommen, tuen mir dabei richtig leid.
Übrigends ist da die Ampel am Rathaus auch ziemlich störend: häufig müsste man bei Rot rüber gehen, um den Anschluss noch zu bekommen.

Einige Nahverkehrsunternehmen haben mittlerweile für dieses Problem eine Pünktlichkeitsgarantie eingeführt, bei der man bei planmäßigen Umstiegen wie am Rathaus, die dann nicht klappen, auf Kosten des Verkehrsunternehmens Taxi fahren darf.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.