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Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

1

Montag, 23. Februar 2009, 16:31

Ließe sich ÖPNV kostendeckend betreiben?`

Hallo!

Ich möchte mal die Frage in den Raum werfen "ließe sich ÖPNV kostendeckend (z.B.durch Einnahmen durch die Fahrgäste betreiben)?"
vereinzelt ist dies hier schon malaufgetaucht, allerdings meine ich hier jetzt den ÖPNV ganz allgemein...

Wenn man dies realisieren wollte, würden die Fahrpreise natürlich weitaus teurer, aber was wäre bei 100% Effektivität, wenn eine Linie immer zu 100% ausgelastet wäre?

Ich denke, dass die Gesamtkosten für den Betrieb und für den Kunden immer noch nicht finanzierbar währen, wenn man mal bedenkt das z.b. 12x NGT8D 2,7 Mio € kosten... :)

Falls die Frage nciht ganz klar ist Fragen, ansonsten antworten :P Ich hoffe gelcihzietig nciht eine riesen Diskussion über i-was anderes losgebrochen zu haben...

mfg
fel2891
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

2

Montag, 23. Februar 2009, 16:59

Es is generell schwer zu sagen wo der meiste Ertrag eingefahren wird, zumal doch ein großer Monatskartenanteil drin ist.
Nein, ich glaube nicht, denn nicht einmal die Hamburger Hochbahn schafft es die Kosten zu decken, wobei man hier sagen muss, das durch U-Bahn und alles, die Unterhaltungskosten viel höher sind.

Wie hoch ist denn eigentlich die Lücke hier in Braunschweig?
Hier kam ja auch schonmal die Idee eine Art GEZ für die BSVAG einzuführen.^^ Naja nehmen wir mal an es wird jedem Bürger ein Monatsticket aufs Auge gedrückt á 50€ dann sind es bei 250.000 Einwohnern (jaja ist über den Daumen gepeilt, aber irgendwann erreichen wir sie wieder) 12.500.000 € Einnahmen pro Monat (150.000.000 pa.). Reicht doch sicherlich nicht oder?.

Also ich sehe grad das die Verkehrs AG im Jahr 2007 einen Verlust von -19.574.963,35€ verbucht hat. ( Im Übrigens, dass alle Teilbereiche Verlust schreiben außer die BVAG und NiWo)
Jedenfalls verpufft das Geld. Leider ist nicht die ganze Bilanz zu sehen.

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

3

Montag, 23. Februar 2009, 17:29

Es is generell schwer zu sagen wo der meiste Ertrag eingefahren wird, zumal doch ein großer Monatskartenanteil drin ist.
Nein, ich glaube nicht, denn nicht einmal die Hamburger Hochbahn schafft es die Kosten zu decken, wobei man hier sagen muss, das durch U-Bahn und alles, die Unterhaltungskosten viel höher sind.

Wie hoch ist denn eigentlich die Lücke hier in Braunschweig?
Hier kam ja auch schonmal die Idee eine Art GEZ für die BSVAG einzuführen.^^ Naja nehmen wir mal an es wird jedem Bürger ein Monatsticket aufs Auge gedrückt á 50€ dann sind es bei 250.000 Einwohnern (jaja ist über den Daumen gepeilt, aber irgendwann erreichen wir sie wieder) 12.500.000 € Einnahmen pro Monat (150.000.000 pa.). Reicht doch sicherlich nicht oder?.

Also ich sehe grad das die Verkehrs AG im Jahr 2007 einen Verlust von -19.574.963,35€ verbucht hat. ( Im Übrigens, dass alle Teilbereiche Verlust schreiben außer die BVAG und NiWo)
Jedenfalls verpufft das Geld. Leider ist nicht die ganze Bilanz zu sehen.


Ja ich denke, das einfach die Investitions und Unterhaltungskosten immer höher sein werden,als der Fahrgast bezahlen kann/will.
Ich denke ebenfalls, dass die 12.500.000€ nicht reichen werden um alles abzudecken. Auch wenn die Auslastung hoch ist, wie z.b. in Hamburg oder Berlin, eine 100% Effektivität lässt sich selbst da wohl nicht erreichen, das man sozusagen defizit- frei fährt.
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

4

Montag, 23. Februar 2009, 17:36

Mhm 12.500.000 Mio. € würden nicht ausreichen?, Den Betrieb einen Monat lang zu finanzieren? ich kann das schwer glauben.
Zumal im Jahr betrachtet es eine enorme Summe ist. Wieviel Euro wurde nochmal mit dem ECE Center investiert?... waren doch um die 250 Mio. oder?
Nur mal so im Vergleich... :S

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

5

Montag, 23. Februar 2009, 17:44

Naja vielleicht reicht es, aber realistisch gesehen,woher kommt dieses Geld. Gewiß nicht jeder Bürger Braunschweigs hat eine Monatskarte. Wenn das der FAll wäre und die Auslastung entsprechend höher, ist die Frage ob der Betrieb mit seinen max. 42 Kursen und 30m Fahrzeugen noch so leistungsfähig wie eben nötig wöre...
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

6

Montag, 23. Februar 2009, 17:54

Hehe du... alle... also es sollten alle GEZ bezhalen... und gucken alle NDR? Nein^^
Tagesschau und hin und wieder Magazine, aber das wars auch...
Den Überschluss könnte man dann zurück an jeden Bürger zahlen.
Aber das ist keine Politik der CDU/FDP sondern der Linken^^

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

7

Montag, 23. Februar 2009, 18:15

Würde also bedeuten man zahlt Steuer auf den ÖPNV(unabhängig davon ob man ihn nutzt oder nicht) wie die Mehrwertsteuer auf alle Lebensmittel.
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

8

Montag, 23. Februar 2009, 19:19

Falscher Ansatz... Das Problem sind die Subventionen an sich, die letztendlich nur eine gigantische Umverteilungsmaschinerie sind...

Einfach mal rein plakativ und nur zur Veranschaulichung... Ein Verkehrsunternehmen bedient diverse Buslinien, und ein Bus braucht auf 100 km gerne schonmal 30 LiterDiesel im Schnitt. Das VU bedient die Linien vom Ausrücken um 4 Uhr bis zum Einrüken um 1 Uhr am nächsten morgen. Unter der pauschalen Annahme, daß ein Bus im Schnitt pro Stunde 20 km/h fährt, legt er also 420 km pro Tag zurück...

Das VU möge 100 Fahrzeuge haben; das bedeutet, daß die gesamte Flotte täglich 42.000 km zurücklegt, also gut einmal um den Globus gondelt. Macht euch diese Dimensionen einmal klar...

Jetzt wird es interessant: Der Dieselverbrauch beträt schlappe 12600 Liter täglich! Immer unter der Annahme, alles ist voll ausgelastet...

Bei einem Dieselpreis von 1,199 pro Liter macht das täglich 151.074 €uronen Betriebskosten täglich, also 4,53 Mio pro Monat beim idealen VU, das auch Sa und So wie werktags fährt...

Nun kommt das eigentliche Paradoxon, daß die VU nicht von der Mineralöl-, Umwelt- und Mehrwertsteuer befreit sind. Das mögen derzeit 70 Centonen pro Liter bei Diesel sein, also 58,4% der Treibstoffkosten. Ergo zahlt das VU 2,65 Mio € Steuern pro Monat, also 31,75 Mio € pro Jahr...

Noch Fragen, warum der ÖPNV nicht kostendeckend ist?

Würde man die VU von diesen Steuern befreien, könnten sie durchaus kostendeckend arbeiten und ein teurer Wasserkopf für den Subventionsapparat würde entfallen. Aber das scheitert ja an Politik und Lobby, die ihre Pfründe davonschwimmen sehen... Hallo, aufgewacht... Der Wähler/Steuerzahler hat auch Ansrüche, aber das wird die Politik nicht merken, solange der eigene Tellerrand nichtmal in Sichtweite des Horizonzs ist...

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

9

Montag, 23. Februar 2009, 19:32

Ja, das mit den immensen Kosten hatte ich ja auch schon angedeutet, aber Danke das du das mal so veranschaulicht hast.

Jetzt müsste man nur nochmal den ÖPNV Steuer befreien und mal das Kerosin endlich besteuern. Gerechterweise, wo die oben den Himmel kaputtgurken, sollte das mal schleunigst passieren :P
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

10

Montag, 23. Februar 2009, 20:03

Jetzt müsste man nur nochmal den ÖPNV Steuer befreien und mal das Kerosin endlich besteuern. Gerechterweise, wo die oben den Himmel kaputtgurken, sollte das mal schleunigst passieren :P


Genau da liegt ein Lobby-Hund begraben. Es kann nicht sein, daß private börsennotierte Unternehmen steuerlich subventioniert werden, während der kommunlae ÖPNV vor lauter Kosten kaum noch aus den Augen sehen kann...

Und genau der kommunale ÖPNV ist etwas, worauf der Bürger einen Anspruch hat. Aber solange Politiker in Aufsichtsräten der Unternehmen zusätzlich ihre Hintern vergolden lassen für ihre Hirnfürze und Gefälligkeiten (kann mir keiner erzählen, daß die nicht geschmiert werden), haben Bereiche mit berechtigten Ansprüchen das nachsehen...

Registrierungsdatum: 21. September 2008

11

Montag, 23. Februar 2009, 22:57

Fairerweise sollte dazugesagt werden, dass der 08/15-Autofahrer, sofern er sein Auto nicht als Dienstwagenfährt, schon jetzt nicht wenig Abgaben zahlen muss, während der ÖPNV ja noch Ausgleichszahlungen bekommt (wobei das jetzt ein schweres Thema ist, an sich sollten mal Zahen veröffentlicht werden, die darstellen, zu welchem Anteil sich ÖPNV und KFZ selbst finanziert und zu welchem der Staat finanziert (man beachte auch so etwas wie externe Kosten, Bereitstellung(Finanzierung von Fahrwegen bei KFZ im Vergleich zu Bahn und was noch so alles an Zahlungen zum Betrieb der jeweiligen Verkehrsmittel notwendig ist).
Man muss allerdings grundsätzlich auch beachten, dass wir numal (an sich glücklicherweise) in einer Demokratie leben und die Mehrheit der Deutschen Auto und nicht ÖPNV fährt. Somit wählen sie ganz klar die Partei, die das Auto anstatt den ÖPNV subventierniert.
Und man sollte bedenken, dass der 08/15-Bürger nicht fähig ist (oder sich nicht fähig zeigt), tatsächliche Umweltbeeinträchtigungen (und deren wirtschaftlichen/staatlichen Kosten) zu realisieren, sondern nur Preis/Leistung nachfragt. (Auch aus diesem Grund ist meine persönliche Meinung abweichend von dem was ich gerade geschrieben habe, nämlich stimme ich TerVara's Ansatz zur Abschaffung von Steuern auf Teibstoffe für ÖPNV generell zu)
Wo ich aber auch definitiv zustimmen muss ist die Tatsache, dass es nicht in Ordnung geht, dass Flugkerosin steuerlich entlastet wird. Zwar ist das Flugzeug nicht gerade Konkurent zum heimischen ÖPNV, sondern zum Auto/Bahn-Fernverkehr, aber es ist eine äußerst widersinnige Regelung. Was den Bahn-Fernverkehr angeht, so sollte der MWST-Satz auf 7% gesenkt werden (auch in vielen anderen Staaten ist der MWST-Satz für die GANZE Bahn der reduzierte Satz). Das wäre 110 statt 127 Euro für den Maximalpreis, schon ein ganzer Unterschied, vielleicht sogar genau der Tropfen zu viel, der den einen oder anderen finaziell von der Bahn abhält.
Interessanterweise ist das Niedersachsenfahrradticket auch mit 19% besteuert, obwohl man vielfach mit dem Fahrrad gar nicht so weit fährt, also innerhalb der 50km-Grenze bleibt.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

12

Montag, 23. Februar 2009, 23:41

Fairerweise sollte dazugesagt werden, dass der 08/15-Autofahrer, sofern er sein Auto nicht als Dienstwagenfährt, schon jetzt nicht wenig Abgaben zahlen muss, während der ÖPNV ja noch Ausgleichszahlungen bekommt (wobei das jetzt ein schweres Thema ist, an sich sollten mal Zahen veröffentlicht werden, die darstellen, zu welchem Anteil sich ÖPNV und KFZ selbst finanziert und zu welchem der Staat finanziert (man beachte auch so etwas wie externe Kosten, Bereitstellung(Finanzierung von Fahrwegen bei KFZ im Vergleich zu Bahn und was noch so alles an Zahlungen zum Betrieb der jeweiligen Verkehrsmittel notwendig ist).


Uno momento... Da vergleichst du Äpfel mit Birnen... Das KfZ ist ungeachtet von Privat- oder Firmenwagen eine ganz persönliche Angelegenheit. Es zwingt dich niemand, dies zu benutzen. Ergo ist es auch dein persönliches Problem, welche Belastungen das mit sich führt...

Und die Ausgleichszahlungen an den ÖPNV wären nicht nötig, wenn, wie du zugestimmt hattest, die diversen Steuern die VU des ÖPNV nicht mehr belasten...

Ich sehe da jetzt keinen relevanten Zusammenhang zu deiner Aussage...

Was den Bahn-Fernverkehr angeht, so sollte der MWST-Satz auf 7% gesenkt werden (auch in vielen anderen Staaten ist der MWST-Satz für die GANZE Bahn der reduzierte Satz). Das wäre 110 statt 127 Euro für den Maximalpreis, schon ein ganzer Unterschied, vielleicht sogar genau der Tropfen zu viel, der den einen oder anderen finaziell von der Bahn abhält.
Interessanterweise ist das Niedersachsenfahrradticket auch mit 19% besteuert, obwohl man vielfach mit dem Fahrrad gar nicht so weit fährt, also innerhalb der 50km-Grenze bleibt.


Die Steuerregelungen sind eine Sache für sich... Da gibt es noch genug andere Beispiele sinnfreier Steuermodelle...

Beispiel Gastronomie:

Du gehst mit deiner Holden beim Griechen schön essen... Steuersatz: 19%

Du willst mit deiner Holden griechisch schnabulieren und holst das Essen ab, weil du es zu Hause gemütlicher findest... Steuersatz: 7%

Und das gibt dir der Gastronom nicht etwa weiter...

Und 0% wird fällig, wenn das Essen im Rahmen einer geschäftlich veranlaßten Bewirtschaftung abgegeben wird, egal ob außer Haus oder vor Ort...

Das sagt dir allerdings kein Kneipier, da der das kassiert, was auf der Speisenkarte steht...

Soviel noch zum Thema Märchenbesteuerung...

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

13

Dienstag, 24. Februar 2009, 19:33

mit dürftigen Fahrplänen kostendeckend

Nabend allerseits,

der öffentliche Nahverkehr lässt sich bis zu einem gewissen Grad schon kostendeckend betreiben. Nur ist die Frage, wie gut das Angebot sein soll. Wenn der Fahrplan ausschließlich für eine große Anzahl Schüler Fahrten beinhaltet, dann kann mit Hilfe der Einnahmen aus den Schülerjahreskarten sowie den Ausgleichszahlungen nach §45a des PBefG erfahrungsgemäß kostendeckend gefahren werden. Nur sobald das Fahrplanangebot deutlich über dieses Mindestangebot ausgeweitet wird, z.B. ein ganztägiger Stundentakt im Regionalverkehr, dann reichen die Einnahmen oftmals nicht mehr aus.

Neben den Ausgleichszahlungen nach 45a (die die Differenz zw. dem Preis der Schülerjahreskarten und dem betrieblichen Aufwand für die erforderlichen Fahrten abschwächen sollen) gibt es noch eine sog. Schwerbehindertenabgabe, die für die unentgeltliche Beförderung dieses Personenkreises geleistet wird. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu diesen beiden Geldspritzen für die Unternehmen. Sind es nun Steuermittel, die obendrein in ein Verkehrsunternehmen gepumpt werden oder ist es ein berechtigter Ausgleich, um bestimmten Gruppen der Gesellschaft günstigere Tarife anbieten zu können? Ich denke, letzteres ist eher der Fall.

Aber einen flächendeckenden ÖPNV für eine Großstadt wird es nie auch kostendeckend geben können. Schon gar nicht mit Schienenverkehrsmitteln. Naja, sag niemals nie...

Gruß aus Kassel

Registrierungsdatum: 19. Oktober 2006

14

Mittwoch, 25. Februar 2009, 21:03

RE: mit dürftigen Fahrplänen kostendeckend



Aber einen flächendeckenden ÖPNV für eine Großstadt wird es nie auch kostendeckend geben können. Schon gar nicht mit Schienenverkehrsmitteln. Naja, sag niemals nie...

Gruß aus Kassel


Och du,ich glaube, dass grade mit Schienenverkehrsmitteln es sich rentabel wirtschaften lässt. Denn ich kann mich daran erinnern, dass hier mal gesagt wurde, dass Buslinien die Verlustbringer sind, zum einen weil sie nunmal "Zubringerlinien" sind und die Mal mehr Mal weniger voll sind, zum anderen mehr Kraftstoff/Energie verbrauchen.

Registrierungsdatum: 21. September 2008

15

Donnerstag, 26. Februar 2009, 11:42

Nun das muss man allerdings ja auch wieder soherum sehen, dass man eine Straßenbahnstrecke grundsätzlich nur dahin baut, wo eine hohe Nachfrage herrscht, sodass von sich aus viele (zahlende) Kunden vorhanden sind. Linien wie die M11, M16 oder M19 werden sicher auch relativ gut in der Bilanz dastehen, weil auch hier die Nachfrage recht groß ist.
Würde man z.B. die 418 durch eine Straßenbahn ersetzten, so kann ich mir nicht vorstellen, dass sie dadurch wirtschaftlicher fahren würde (wenn man die Wartung der Strecke usw mit einrechnet) als der Busverkehr es nun ist, auch wenn dadurch vielleicht sogar der eine oder andere Fahrgast dazu kommt. Der Wikipedia-Artikel zur Straßenbahn schreibt folgendes:

Zitat

Für deutsche Verhältnisse gilt als Faustregel, dass eine Straßenbahnlinie ab etwa 4.000 Fahrgästen pro Werktag wirtschaftlicher als eine Buslinie ist. Bei zirka 30.000 bis 40.000 Fahrgästen je Tag ist die Grenze erreicht, bei der ein Schnellbahnbetrieb betriebswirtschaftlich sinnvoller ist.
(Siehe Abschnitt "Vorteile").

Ich habe gerade in der tollen Suchmaschine noch einen interessanten Vortrag hierzu entdeckt (Allerdings etwas einseitig und politisch...aber trotzdem ganz interessante Thesen):
http://www.claudia-haemmerling.de/2007/vortrag_naumann.pdf

Wenn sich die Straßenbahn ab 4000-5000 Mitfahrer lohnt (Leider sagt keine Quelle, ob es pro Richtung oder insgesammt gemeint ist, ich gehe mal von insgesammt aus) würde das bedeuten, dass beispielsweise auf dem Ring durchschnittlich 5000/180=27,77 Personen fahren müssten (Rechnung für Werktags), damit es sinnvoller ist den Straßenbahnbetrieb aufzubauen...mal unabhängig von irgendwelchen (sehr wahrscheinlichen) Fahrgastzuwächsen: Sind da wohl im Schnitt 28 Leute in einem Fahrzeug (Beachte, über den ganzen Tag gerechnet...)?
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.