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Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

1

Dienstag, 23. März 2010, 22:04

Gedanken für einen besseren ÖPNV in BS

Ich habe mir in den letzten Tagen mal ein paar Gedanken über den Braunschweiger ÖPNV gemacht. Auch der Thread über die verkehrspolitische Stadtrundfahrt hat mich dazu gebracht mal ein paar Gedanken hier zu posten, die wie ich finde die Qualität, die Schnelligkeit und die Gewinnung von Neukunden beeinflussen könnten. Ob dies möglich und umsetzbar (auch finanziell und/oder stadtpolitisch) kann ja hier erörtert werden.

Mich stört schon seit längerem, dass, bedingt durch das Braunschweig-Ticket, viele Fahrgäste ihr beim Fahrer kaufen. Das führt an Haltestellen mit großem Fahrgastaufkommen, wie Schloss oder Hbf., teilweise zu Warteschlangen, da die Fahrgäste teilweise noch nicht einmal ihr Geld passend oder als 2€-Münze bereithalten. Dies verzögert die Abfahrt des Busses oder Bahn schon recht ordentlich. Ein Lösungsvorschlag wäre ein preislicher Anreiz des 10er-Streifens. Diesen nutzen ja vor allem Gelegenheitsfahrer. Spontanfahrer nutzen ja wohl großteils das BS-Ticket.
Man könnte den 10er-Streifen ja noch weiter vergünstigen, dies ist aber wohl nicht weiter möglich. Ein anderer Anreiz wäre ein vergünstigtes Handy-Ticket (gibt es Erfassungen darüber, wie oft dieser Service genutzt wird?); da ja zu den 1,80 für das BS-Ticket noch die SMS-Gebühren von bis zu 19ct dazukommen. Lohnt sich wohl nicht.
Andererseits wäre die Ausstattung der Fahrzeuge und der wichtigsten Haltestellen mit Fahrkartenautomaten sinnvoll. In anderen deutschen Städten ja schon seit längerem Usus. Ich wurde letztens von Jemand von Außerhalb gefragt wieso die Fahrer noch Tickets verkaufen.
Ist natürlich mit Kosten verbunden, würde aber, so denke ich, Fahrzeiteinsparungen ergeben, die wiederum die Attraktivität steigern könnten, auch müsste der Fahrer nicht an jeder Haltestelle den Schaffner mienen und könnte sich so auf den Verkehr konzentrieren. Gibt es erhebungen wie viele Tickets in den "Butzen" am Schloss und am Hbf verkauft werden? Diese könnten dann ja auch abgebaut werden.
Auch finde ich die Einführung einer Kurzstreckenkarte (wie in anderen Verkehrsverbünden durchaus angewandt) sinnvoll. Diese würde, zu einem Preis von etwas über 1 € auch neue Kunden gewinnen, so denke ich jedenfalls.

Ein weiteres leidiges Thema ist die Vorrangschaltung an LZA und die Geschwindigkeit der Bahnen: Die Vorrangschaltung klappt ja vielerorts in BS relativ gut (von ein paar negativ-Beispielen mal abgesehen). Aber ich hab mich schon des öfteren gefragt warum die Bahnen z.B. auf der Leonhardstraße mit (fast) Schrittgeschwindigkeit fahren. Was ist daran schuld? Gleisanlage? Lärmschutz? Individualverkehr? Gleiches gilt für den Waisenhausdamm und die Fr.-Wilhelm-Straße Auch wenn letztere eine Fußgängerzone ist, heißt dies gleich das auch die Bahnen auf die (kaum vorhandenen) Fußgänger Rücksicht nehmen und Schritt fahren müssen. Links und Rechts der Trasse sind genügend breite Streifen fürs "Fußvolk" vorhanden.

Das Thema Nachtbusse brennt mir auch noch auf den Nägeln, aber das wurde ja schon des öfteren erörtert. Jedoch denke ich, das ein Nacht(stern)verkehr (vor allem bei Partygängern) am WE gut ankommen würde. Auch denke ich, ein spezieller Nachttarif für den Nachtverkehr (Beispiel Bielefeld, soweit ich weiß) auch noch OK sein.


An sich finde ich den ÖPNV für eine Stadt wie BS angemessen. Jedoch könnte die Qualität des ÖPNV durch solche, wie von mir oben angesprochene, kleinere Anregungen verbessert werden und somit dem ÖPNV attraktiver gestaltet werden.

Ich freue mich auf eure Postings. Bin auch für Kritik an meinen Vorschlägen offen.

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

2

Mittwoch, 24. März 2010, 09:53

Deine Gedanken gefallen mir recht gut.
Zur Geschwindigkeit der Bahnen: Würde man einige Strecken ausbauen, dann könnte man dort auch schneller fahren. Beispiele hierfür sind Am Jöderbrunnen - Cyriaksring oder Carl-Miele-Straße - Geibelstraße.

Zum Nachtverkehr: Wär ein Angebot, aber am WE ist der Betrieb fast rund um die Uhr am Laufen. Um 02:00 etwa wird ins Depot eingerückt und um etwa 04:00 wird der Betrieb wieder aufgenommen...
Also ist ein Nachtverkehr nicht zwingend nötig, aber gut wärs natürlich trotzdem. Und was meinst du, wie die Fahrzeuge nach Einsätzen im Nachtverkehr aussehen? (Nicht alle, aber manche vielleicht.)

Und dann hab ich auch noch einen weiteren Punkt: Mehr Direktverbindungen der Stadtteile untereinander. Nehmen wir zum Beispiel Rüningen/Hahnenkleestraße - Rautheim/Am Spieltore in den Ferien:
13:32 ab Hahnenkleestraße M13 --> Querumer Forst
13:55 an Rathaus
14:00 ab Rathaus M11 --> Mascherode
14:20 an Welfenplatz
14:25 ab Welfenplatz 431 --> Helmstedter Straße
14:28 an Am Spieltore.

Man braucht fast 1h von Rüningen nach Rautheim, wobei man beachten muss, dass die beiden Stadtteile nur ca. 6-7 km auseinander liegen. Und das ist bei vielen Verbindungen genauso oder noch extremer. Siehe Ölper - Stadion oder Kralenriede - Querum eventuell auch Broitzem - Timmerlah.
Wäre gut, wenn es da mehr Direktverbindungen geben würde.
Lg
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Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

3

Mittwoch, 24. März 2010, 10:01

RE: Gedanken für einen besseren ÖPNV in BS


Mich stört schon seit längerem, dass, bedingt durch das Braunschweig-Ticket, viele Fahrgäste ihr beim Fahrer kaufen. Das führt an Haltestellen mit großem Fahrgastaufkommen, wie Schloss oder Hbf., teilweise zu Warteschlangen, da die Fahrgäste teilweise noch nicht einmal ihr Geld passend oder als 2€-Münze bereithalten. Dies verzögert die Abfahrt des Busses oder Bahn schon recht ordentlich. Ein Lösungsvorschlag wäre ein preislicher Anreiz des 10er-Streifens. Diesen nutzen ja vor allem Gelegenheitsfahrer. Spontanfahrer nutzen ja wohl großteils das BS-Ticket.
Man könnte den 10er-Streifen ja noch weiter vergünstigen, dies ist aber wohl nicht weiter möglich. Ein anderer Anreiz wäre ein vergünstigtes Handy-Ticket (gibt es Erfassungen darüber, wie oft dieser Service genutzt wird?); da ja zu den 1,80 für das BS-Ticket noch die SMS-Gebühren von bis zu 19ct dazukommen. Lohnt sich wohl nicht.
Andererseits wäre die Ausstattung der Fahrzeuge und der wichtigsten Haltestellen mit Fahrkartenautomaten sinnvoll. In anderen deutschen Städten ja schon seit längerem Usus. Ich wurde letztens von Jemand von Außerhalb gefragt wieso die Fahrer noch Tickets verkaufen.
Ist natürlich mit Kosten verbunden, würde aber, so denke ich, Fahrzeiteinsparungen ergeben, die wiederum die Attraktivität steigern könnten, auch müsste der Fahrer nicht an jeder Haltestelle den Schaffner mienen und könnte sich so auf den Verkehr konzentrieren. Gibt es erhebungen wie viele Tickets in den "Butzen" am Schloss und am Hbf verkauft werden? Diese könnten dann ja auch abgebaut werden.
Auch finde ich die Einführung einer Kurzstreckenkarte (wie in anderen Verkehrsverbünden durchaus angewandt) sinnvoll. Diese würde, zu einem Preis von etwas über 1 € auch neue Kunden gewinnen, so denke ich jedenfalls.


Ja, der Fahrscheinerwerb beim Fahrer ist in der Tat sehr zeitaufwändig. Deine Ideen finde ich daher auch sinnvoll.
Im August letzten Jahres gab es ja das Braunschweig- Ticket per SMS für 1,30 statt für 1,80.
Fahrkartenautomaten möchte die BSVAG allerdings auch nicht. Stattdessen soll das e-Ticket immer mehr ausgebaut werden. Der Verkauf von Fahrscheinen beim Fahrer soll erhalten bleiben, aber reduziert werden.
Diese "Butzen" sind m.M.n. auch nicht sonderlich attraktiv zum Fahrscheinkauf/verkauf. Aber Automaten seien wohl zu teuer und zu störanfällig.
Denkbar wäre doch auch der vergünstigte Verkauf am Automaten?!
Auch ein von dir angesprochenes Kurzstreckenticket halte ich für sinnvoll. Das BS- Ticket geht ja ein wenig in diese Richtung. Wäre aber noch ausbaufähig mit einer klaren Regelung: 3 Haltestellen mit Bus und Bahn( natürlich nur für Preisstufe 1).
Allerdings müsste es das dann auch in Wolfenbüttel und Salzgitter, Goslar, Gifhorn( Mittelzentren, Städte mit Stadtverkehr im Verbundgebiet) gelten.
An einigen Stellen im Verbundgebiet wäre sicher auch ein Übergangsticket an Zonengrenzen angebracht(Tarif nach Kilometern?!)


Fakt ist jedenfalls, dass der Fahrscheinerwerb m.M.n. beim Fahrer, besonders bei der Straßenbahn, oft sehr aufhält. :rolleyes:
VB: best VU :!:

Registrierungsdatum: 12. November 2007

4

Mittwoch, 24. März 2010, 10:09

.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

5

Mittwoch, 24. März 2010, 11:30

hmm, also mehr Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen machen wenig Sinn, weil die meisten Beförderungefälle eher in die Stadt wollen. Solche "Außenlinien" könnten evtl. für wenige Berufspendler oder Verwandtenbesuche interessant sein.


Vergleichbaren existierenden Linien dienen in der Regel der Schülerbeförderung. In den übrigen Zeiten fährste überwiegend Luft spazieren...

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

6

Mittwoch, 24. März 2010, 20:15

Geschwindigkeiten

Liebe Gemeinde,

auf der Leonhrdstraße ist auch für Straßenbahnen die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30Km/h zwischen dem Steintorwall und bis kurz nach der Bertramstraße zu beachten.

In der Fußgängerzone (hüstel) Friedrich-Wilhelm-Straße besteht eine Sondergenehmigung für Omibusse des Linienverkehrs und Straßenbahnen für ebenfalls 30Km/h. Für andere Fahrzeuge ist das entsprechende Verbot gültig, sofern das an der Stelle überhaupt Irgendjemanden interessiert.

Mal Lust an einem lockeren Fußgängertreffen? So an einem Sonnabendvormittag mindestens 20 Leute, die ihr Recht auf Fußgängertum in der FRWI in Anspruch nehmen? Lockere Aufteilung, Blickrichtung Norden, schlendern was das Zeug hält, auch mit Kinderwagen usw. :P

Registrierungsdatum: 13. August 2008

7

Mittwoch, 24. März 2010, 20:25

Als ob euer ÖPNV noch nicht ausgereift genug wäre! Man sollte sich lieber mal Gedanken für andere Städte machen....

Das Busbildportal fürs VRB - Gebiet! Nun noch besser, noch schneller, noch übersichtlicher!

Registrierungsdatum: 10. Juli 2006

8

Mittwoch, 24. März 2010, 20:28

Genau

Eine Straßenbahn für Wolfsburg!

Die Trassen sind ja bereits vor 70 Jahren freigehalten worden.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

9

Mittwoch, 24. März 2010, 20:37

Vor allem wird in WOB-Town eher eine Tram fahren, als die RSB in der Region... 8)

Registrierungsdatum: 12. November 2007

10

Mittwoch, 24. März 2010, 20:52

.

Registrierungsdatum: 10. Oktober 2006

11

Freitag, 26. März 2010, 13:59

Zu dem Handy Ticket hätte ich eine Frage: Wie funktioniert das in Braunschweig?
Ich fahre seit ca. 2 Jahren in meiner Freizeit mit dem Handy Ticket im VGN - Verkehrsverbund
Großraum Nürnberg und bin begeistert. Hier braucht man eben nur ein kostenloses Java programm aufs Handy und sich beim Verkehrsbetrieb - hier die VAG Nürnberg - anmelden. Die Kosten für die verbrauchten Tickets werden entweder per Lastschrift abgebucht, oder als Prepaid Guthaben dort hinterlegt. Es gibt Einzelfahrkarten und TagesTicket solo (1 Person) oder plus ( 2 Erw, 4 Kinder bis 17jahre + 1 Hund) für alle Tarifzonen. Und wenn ich mal nach Ulm komme, oder auch in Hamburg bin oder im Rheinland, einfach im Programm die neue Region eingeben und die dortigen Fahrkarten kaufen. Fertig.

Die Kontrolle ist auch einfach. beim Fahrer statt der Fahrkarte einfach das Handy mit der "Fahrkarte" zeigen. Bei Fahrscheinkontrollen einfach das handy zeigen und auf Code gehen und den angezeigten 2D Code (QR-Code) dem Kontrolleur zeigen der diesen mit einem Lesegerät auslesen kann.
Gebühren:
Nur die normalen Kosten des Fahrscheins zzgl. den Kosten für die kurze WAP Verbindung von ca. 4cent

Bezüglich der Einführung einer Kurzstrecke möchte ich nur anmerken:
Im Prinzip ja. Nur wie soll das in der Praxis funktionieren? Von wo nach wo soll die Kurzstrecke in BS gelten? ich kenne die Probleme mit der Kurzstreckenregelung hier in Nürnberg in der Zone 100/200 - also Stadtgebiet Nürnberg/Fürt und Stein: Es heißt Kurzstrecke vom Einstieg bis zum übernächsten Tarifpunkt. das können 8 Haltestellen sein (inkl. Umsteigen) oder aber auch nur 3 Haltestellen.
Ich denke mal, das gerade unkundige Fahrgäste dann ihre Probleme haben. Vom Ärger bei der Kontrolle über eine falsche Fahrkarte mal abgesehen.

weitere Infos unter www.dashandyticket.de

Gruß Stefan

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

12

Freitag, 26. März 2010, 15:56

Man könnte das so machen:

Das Kurzstreckenticket gilt über vier Haltestellen ohne Umstieg. Auf dem Ticket steht drauf, an welcher Station es gekauft wurde. Fertig.

Ich hab noch ne Idee: Ein spezielles Ticket für Linie M1 Hauptbahnhof <> Rathaus. Vielleicht Erwachsene 90ct und Kinder 65ct. Wäre attraktiv für Touristen. Aber Rathaus - Hbf sind ja eh nur 4 Hst, von daher würde es ein Kurzstreckenticket auch tun :D.
Die Idee der Ticketautomaten fänd ich auch net schlecht. Aber die "Butzen" an Schloß und Hauptbahnhof sind ja quasi Ticketautomaten, man kommuniziert halt nicht mit einem Computer, sondern mit einer Person, die einem das Ticket für den Fahrpreis ausstellt... . Die "B." müssten halt die ganze Zeit (von Betriebsbeginn bis Betriebsende) geöffnet sein (Und vielleicht mehr als eine an einer Haltestelle). Und Haltestelle Rathaus dürfte sich auch für eine "B." anbieten. So viel von meiner Seite.
Lg 0703
Nach Erkner zurückbleiben bitte

Registrierungsdatum: 19. Dezember 2008

13

Freitag, 26. März 2010, 21:08

Zu dem Handy Ticket hätte ich eine Frage: Wie funktioniert das in Braunschweig?

Gruß Stefan


Also man muss sich erstmal registrieren auf der Webseite der BSVAG mit Name, Anschrift und Mobilfunknummer natürlich und eine Lastschrifteinzugsermächtigung per Fax oder Post erteilen.

Wenn das alles durch ist, bekommt man eine SMS, in der einem mitgeteilt wird, das man freigeschaltet ist. Um so ein Ticket anzufordern sendest du eine SMS mit 1*Haltestellenummer an eine Mobilfunknummer von der BSVAG. Die Haltestellennummer ist im Aushangfahrplan zu finden, teilweise auch noch mal extra in die Vitrine geklebt. Maximal eine Minute später bekommst du dann dein Ticket ebenso als SMS zugestellt, wobei es keinen QR-Code oder sowas gibt. Die SMS sieht dann vom Schema so aus:
eTicket-Nr: XXXXXXX, Max Mustermann, geb:12.11.1543,
Gültig ab 20.01.2010 20:09 Uhr für eine einfache Fahrt.

Bezahlt wird wie gesagt im Lastschriftverfahren im zwei-Wochen-Rhytmus. Jeweils zum 1. und 15. eines Kalendermonats wird eine Rechnung erstellt, die im Kundenbereich als Pdf bereitgestellt wird und dann auch zeitnah dem Girokonto belastet wird. Die Rechnung an sich ist nicht sonderlich aufschlussreich, da steht nur z.B. 10 x SMS-Ticket á 1,80 = 18,- EUR , also kein "Einzelverbindungsnachweis".

Was die meisten wohl stören wird, sind die in der Regel anfallenden SMS-Kosten von üblicherweise 0,19 EUR für die Anforderungs-SMS. Ich nutze das SMS-Ticket aber gerne und oft, da ich einen Base-Mobilfunkvertrag mit SMS-Flatrate in das Netz von E-Plus habe und die Nummer der BSVAG zufälligerweise eine E-Plus-Nummer ist (0158 ) und mich diese SMS folglich keinen Cent kosten. Ich kann mir auch vorstellen, das viele Base-Nutzer sich dem nicht bewusst sind.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

14

Samstag, 27. März 2010, 09:49

an sich ist das System mit dem Handyticket ja schon recht einfach. Aber wie gesagt, die Kosten für die SMS sind, wenn man keine SMS-Flatrate hat, bei der Summe des Fahrscheins nicht ganz unerheblich (immerhin 10% bei einem SMS-Preis von 19ct). Es würde sicherlich besser angenommen, wenn man die SMS an eine 0800-Nummer schicken müsste und man noch etwas am Ticket sparen könnte. Das würde dann aber Mehrkosten für die BSVAG bedeuten. Aber man würde so dem Kunden entgegen kommen.

Registrierungsdatum: 10. Oktober 2006

15

Samstag, 27. März 2010, 12:38

Nun, da finde ich das HandyTicket - wie es hier bei uns im VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) über die VAG Nürnberg angeboten wird besser.
1. bekomme ich Einzel- und TagesTickets überall im Verkehrsverbund - also egal ob ich in Nürnberg, Bamberg, Bayreuth oder Rothenburg/T. bin
2. fallen weniger Nebenkosten für die Anforderung des Tickets an (nur die Kosten für die kurze WAP Verbindung von ca. 10 Sekunden (die Vorauswahl des Tickets und der Preisstufe findet offline statt)
und 3. kann ich immer nachvollziehen, was ich an Fahrkarten gekauft habe, da ich die gekauften Fahrscheine mir auf der Internetseite aufrufen kann (oder auch auf dem Handy im HandyTicket Programm)
Was mir sehr gut gefällt ist, daß das handyTicket in dieser Form auch in anderen Verkehrsverbünden funktioniert.
Leider gibt es in Deutschland trotz VDV (früher VÖV) keine einheitliche Regelung. Jeder "kocht" seine eigene Suppe. Auch sollten die Verkehrsbetriebe ihre Vertriebswege für Fahrkarten mal überprüfen. TagesTickets könnte man online vertreiben. Mit der Auswahl der Gültigkeit. Also wenn ich als Tourist z.B. weiß, ich bin nächste Woche in BS, fordere ich mir die Fahrscheine im Internet an, drucke diese am PC aus und fertig. Von der Aufstellung von Fahrkartenautomaten an den Haltestellen halte ich nicht viel.
1. gibt es viele ältere Leute die sich dann nicht auskennen und 2. was ich aus eigener Praxis her kenne ist:
In Nürnberg wurde vor Jahren der Fahrscheinverkauf in der Straßenbahn eingestellt um die Fahrzeiten zu verkürzen. Soweit so gut. Nur ist das Problem, das an Haltestellen in Mittellage der Strasse die Fahrkartenautomaten teilweise am Straßenrand auf dem Bürgersteig installiert sind und teilweise auch nur ein Automat, was zur Folge hat, das man teilweise 2 mal die Straße überqueren muß und wenn du am Automaten stehst und dein Geld einwirfst und die bahn kommt..... Na die nächste Bahn kommt irgendwann mal.

Registrierungsdatum: 20. November 2008

16

Samstag, 27. März 2010, 14:46

In Münster gibt es das gleiche System wie in Nürnberg, Düsseldorf, Bonn, Hamburg usw. geben, jedoch hier mit dem Unterschied, dass nicht zwingend das Java-Programm benötigt wird (gibts natürlich auch), sondern es gibt hier zusätzlich eine - für jedes Ticket verschiedene - 0800-Nummer, so dass überhaupt keine Kosten anfallen. Auch zahlt man mit dem Handyticket nur den Vorverkaufspreis, nicht den teureren Fahrzeug-Tarif.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

17

Samstag, 27. März 2010, 15:06

Alles Tünnef; umständlich und kostenintensiv... Aber so eine Telefonierknochen muß ja unbedingt zur eierlegenden Wollmilchsau mutieren.. :cursing:

Seit Anfang der neunziger Jahre gibt es bereits erprobte Konzepte auf Basis einer RFID-Karte. Dazu braucht man sich nur einmalig anzumelden und benutzt den ÖPNV ohne jeden weiteren Aufwand wie man ihn gerade braucht. Das Konzept hab ich vor Jahren hier schonmal erläutert (Beispiel Verkehrsbetriebe Stettin; Pilotprojekt 1991; Verkehrbetriebe Dresden; Flughafenlinien)...

Registrierungsdatum: 20. November 2008

18

Samstag, 27. März 2010, 15:41

Zitat

Seit Anfang der neunziger Jahre gibt es bereits erprobte Konzepte auf Basis einer RFID-Karte. Dazu braucht man sich nur einmalig anzumelden und benutzt den ÖPNV ohne jeden weiteren Aufwand wie man ihn gerade braucht. Das Konzept hab ich vor Jahren hier schonmal erläutert (Beispiel Verkehrsbetriebe Stettin; Pilotprojekt 1991; Verkehrbetriebe Dresden; Flughafenlinien)...


Das System findet in den Niederlanden bereits großflächig Anwendung, in Kürze ist damit landesweit jeder Bus und jeder Zug benutzbar. Allerdings wird so ein System in größerem Maßstab in Deutschland schon an dem Tarifchaos scheitern.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

19

Samstag, 27. März 2010, 18:02


Das System findet in den Niederlanden bereits großflächig Anwendung, in Kürze ist damit landesweit jeder Bus und jeder Zug benutzbar. Allerdings wird so ein System in größerem Maßstab in Deutschland schon an dem Tarifchaos scheitern.


An der deutschen Kleinstaaterei scheitern leider viele innovative Konzepte...

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

20

Dienstag, 30. März 2010, 21:16

RE: RE: Gedanken für einen besseren ÖPNV in BS


Aber Automaten seien wohl zu teuer und zu störanfällig.


Na klar, und deshalb hat auch mittlerweile jedes andere Städtische Verkehrsunternehmen entweder in den Bahnen oder an den Haltestellen Automaten. Falls du dennoch recht hast, nenn doch bitte mal ne Quelle!

Gruß
Tobias