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Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

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Mittwoch, 18. Oktober 2006, 23:04

Neues Buch über Wolfenbüttel: "Und sonntags auf zum Sternhaus"

"Und sonntags auf zum Sternhaus"

Börßumer Historikerin Sandra Donner veröffentlicht Anekdoten und Geschichten aus dem alten Wolfenbüttel





Von Karl-Ernst Hueske


WOLFENBÜTTEL. "Runner von de Isbahn!" Wer diesen Spruch noch im Ohr hat, der wird sich sicherlich auch noch an Picker Steinmann erinnern, den Wolfenbütteler Eisbahnwärter, der einst im Winter auf dem Stadtgraben für Ordnung sorgte.

Picker Steinmann ist ein Wolfenbütteler Original. Er gehört zu den Persönlichkeiten in der Stadt, die nicht immer im Rampenlicht standen, die aber das Leben in der Lessingstadt mitprägten.

Die Börßumer Historikerin Sandra Donner (37) hat sich mit derartigen Wolfenbüttelern beschäftigt. Sie hat Anekdoten ausgegraben, sich von anderen Stadtführern oder Wolfenbütteler Einwohnern erzählen lassen und sie niedergeschrieben – im Auftrag des Wartberg-Verlages, der mit Anekdoten-Büchern große Erfolge erzielt.

Im Mai wandte sich der in Gudensberg-Gleichen ansässige Verlag an die Stadtmarketinggesellschaft Wolfenbüttel zwecks Veröffentlichung eines Anekdotenbandes aus Wolfenbüttel. In Sandra Donner fand die Stadtmarketinggesellschaft gleich eine geeignete Autorin, die bereits 2004 durch ihr Buch "Von höheren Töchtern und gelehrten Frauenzimmern" über die Wolfenbütteler Schlossanstalten für Aufsehen gesorgt hatte.

Nur drei Monate hatte die 37-jährige Historikerin und Stadtführerin Zeit, um Anekdoten zu sammeln und sie in Archiven und anhand von Zeitungsartikeln zu überprüfen. "Es sind alles Geschichten, die sich so zugetragen haben", erklärt die Autorin. In einigen Fällen lässt sie allerdings konkrete Namen weg.

Sie selbst hat bei ihren Recherchen auch viel Neues über Wolfenbüttel erfahren. 25 Anekdoten hat sie gesammelt, 19 sind in dem neuen Bändchen veröffentlicht worden.

Vieles existiert dabei heute nur noch in der Erinnerung der Wolfenbütteler, wie das Ausflugslokal Antoinettenruh, die Okerschwimmbäder oder das Kino im Großen Zimmerhof. Einige Mitbürger sind vielleicht noch auf dem Großen Kanal nach Klein Venedig geschippert, haben im Sternhaus Kaffee getrunken, sind mit der Straßenbahn durch die Lange gefahren oder haben im Alten Kaffeehaus Konfirmation gefeiert.

In Wolfenbüttels Vergangenheit gibt es auf jeden Fall viel zu entdecken. Und genau so spannend wie die lebendig verfassten Geschichten sind auch die historischen Schwarz-Weiß-Fotos, die das Bändchen bereichern.

Donnerstag, 19.10.2006