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Registrierungsdatum: 13. April 2007

1

Montag, 11. Oktober 2010, 23:02

"RSB 2.0" der GRÜNEN

Hallo,
Es wurde hier im Forum schon nach genaueren Hintergründen zu dem Konzept "RSB 2.0" der GRÜNEN gefragt:
[...] Bereits sehr detailierter Plan der Grünen? Den würd ich gern mal sehen. [...]

Und nun ist dieses Konzept in einer etwas ausführlicheren Version online verfügbar!
(Um es ein wenig von den Diskussionen um den ZGB zu lösen, habe ich hierfür diesen neuen Thread erstellt.)

Hier zunächst einmal das ganze Projekt "RSB 2.0" in der Übersicht:
"RegioStadtBahn 2.0 – Konzept und Hintergründe" - Gruene-Braunschweig.de

Zudem hier das offizielle Konzeptpapier zur "RSB 2.0" von Fritz Rössig:
"RSB 2.0 – Weiterentwickeltes Konzept für eine schnell umsetzbare und finanzierbare Regionalstadtbahn in und um Braunschweig" - Fritz Rössig / Gruene-Braunschweig.de

Und es gibt auch noch einen "Liniennetzplan" der "RSB 2.0" frei nach Baukastenprinzip ;) :
"Liniennetzplan RSB 2.0" - Gruene-Braunschweig.de

Vom Prinzip her finde ich es auf jeden Fall löblich, dass die GRÜNEN als einzige Partei Initiative ergreifen und Alternativen für die zerfallende RSB ausarbeiten, jedoch muss die obige Alternative nach meiner Meinung noch weiter vereinfacht werden, indem z.B. der eigentlich überflüssige "Innenstadtbahnhof" noch aus dem Konzept gestrichen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Mr. Ticki

Registrierungsdatum: 12. November 2007

2

Dienstag, 12. Oktober 2010, 00:28

-

Registrierungsdatum: 14. Juni 2007

3

Dienstag, 12. Oktober 2010, 10:43

Alleine wenn man sich den Punkt 3 der Anregungen im Anhang anschaut, merkt man wie unüberlegt dieser Vorschlag ist:

Zitat

3. Weiternutzung des Eisenbahngleises in Salzgitter
Das RSB-Konzept 2.0 für Salzgitter könnte ebenfalls auf der bestehenden Eisenbahnlinie
aufsetzen und auf die Straßenbahnlinie ohne wesentliche Einschränkungen verzichten. Der
vorhandene Endpunkt Lebenstedt liegt nur 200 m vom Citytor entfernt. Das Richtung
Fredenberg noch vorhandene Gleis könnte bis dorthin genutzt und bis zum Schulzentrum
verlängert werden, wie dies schon bislang für die Straßenbahn vorgeschlagen wurde.
Auszug aus der Konzept-Kurzvorstellung "RSB 2.0" der Grünen



Es gibt seit über 14 Jahren keine bestehende Verbindung zwischen Lebenstedt und der angesprochenen Trasse Richtung Fredenberg mehr - das war ja auch u.a. ein Grund für die "Straßenbahnlinie" im RSB 1.0 Konzept. Und die alte Verbindung wieder aufleben zu lassen ist ohne Weiteres nicht möglich: Auf der alten Trasse steht jetzt das Bundesamt für Strahlenschutz, so dass man die neue Strecke etwas verschwenken müsste, was wiederum das Fällen von teilweise sehr alten Bäumen im angrenzenden Stadtpark, eine komplett neu zu schaffende Querung über die Kreuzung an der Kattowitzer-/Bruchmachtersen-/Willy-Brandt-Straße und einem Umbau bzw. eine Anpassung der Bahnsteige an den neuen Verlauf des "Bahnhofs" bedeutet.

Registrierungsdatum: 12. November 2007

4

Dienstag, 12. Oktober 2010, 13:43

-

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

5

Dienstag, 12. Oktober 2010, 19:56

Wer außer den Grünen hat denn bei den Politikern noch Ideen??

.............

Nabend,

in einem Punkt kann ich zustimmen: die Grünen schießen manchmal etwas über das Ziel hinaus. Das ist vor allem dann das Problem, wenn man versucht, mit kleinen Schritten etwas erreichen zu wollen. Und an dieser Stelle befindet sich derzeit das Thema regionaler SPNV im Raum Braunschweig.
Aber: wo sind die Ideen bei den großen, den entscheidenden Parteien?? Hat man da bisher jemals etwas außer den alltäglichen Phrasen gehört, dass man doch eigentlich die RSB haben wolle und nun alles daran setzen müsse, diese bis 20XX umzusetzen? Da glaubt doch niemand mehr dran. Deshalb finde ich es unangebracht, die Ideen der m.E. einzigen Partei, die sich auch mal ernsthaft mit ÖPNV-Konzepten auseinandersetzt oder gar eigene vorschlägt, so in der Luft zu zerreißen.

Was das Alternativkonzept betrifft, so ist wie bereits mehrfach beschrieben der vorgeschlagene Innenstadtbahnhof schlicht und einfach überflüssig. Ansonsten hört sich das Konzept schon ganz interessant an. Eigentlich sollte man das Ersatzkonzept so gestalten, als wenn es keine Innenstadtstrecke für die RSB geben würde. Man müsste nur alle Bahnen über Gliesmarode leiten. Mag sein, dass dann ein 15-Minuten-Takt im Kernabschnitt des Netzes schwierig wird bei der Realisierung und möglicherweise der Fahrgastzuspruch auch nicht so groß werden wird, so dass ein Halbstundentakt ausreichen könnte (z.B. ab Gifhorn oder Meine über Braunschweig nach Wolfenbüttel).

Der Vorschlag mit den Verknüpfungsstellen zur Tram klingt natürlich gut, aber bei der gewöhnlichen Umsetzungsdauer in Braunschweig dürfte man 20 Jahre warten, bis die Tram durch Wenden oder nach Leiferde zum nächsten Regionalbahnhof verlängert ist. Das sehe ich ähnlich skeptisch. Und ich sehe auch keine besonders positive Innenstadterreichbarkeit über den Bahnhof Gliesmarode, außer ein paar TU-Instituten und einem Baumarkt ist da fußläufig nichts zu erreichen. Deshalb braucht man nicht alle Linien dorthin zu verlängern. Aber dennoch wird dieser Bahnhof erst einmal der einzige neben dem Hbf. sein, wo man die Verknüpfung organisieren könnte. Dazu müsste man aber dichter an der Tram (und dem Bus) halten können. Das wird auch teuer und wird ein paar Jahre dauern.


................

Wo soll denn das Problem beim Thema Flügelung sein? Hier im Raum Kassel wird das auf der Bahnlinie R1 und R7 seit Jahren (zunächst von der DB, nun von Cantus) stündlich im Bahnhof Eichenberg praktiziert. Die Züge fahren in Doppeltraktion ab Göttingen, und teilen sich dann nach Kassel und Eschwege auf. Gleichzeitig kommt der Zug aus Kassel dort an, so dass man auch übereck nach Eschwege umsteigen kann - auf demselben Bahnsteig. Und die RegioTram flügelt sich auch mehrmals täglich in der HVZ, da tagsüber keine Doppeltraktionen durch die FuZo fahren dürfen. Dann werden sie eben im Hbf. vereinigt. Das geht alles. Und man spart Trassengebühren, z.B. im Abschnitt Wolfenbüttel - Vienenburg, wo ein Halbstundentakt außerhalb der HVZ sicher zu viel des Guten wäre. Demnächst steht ja ein 2-Stunden-Takt an!

Also, nicht diejenigen, die sich noch ernsthaft mit dem Thema ÖPNV beschäftigen für ihre Ideen an den Pranger stellen, sondern sich an der Diskussion beteiligen. In diesem Sinne wünsche ich mir hier noch viele Beiträge.

Gruß nach Braunschweig (morgen fahre ich mal wieder dahin!)

Registrierungsdatum: 12. November 2007

6

Dienstag, 12. Oktober 2010, 21:14

-

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

7

Dienstag, 12. Oktober 2010, 22:13

...............

Das stimmt allerdings, soll aber kein Grund sein, Flügelungskonzepte nicht umzusetzen. Ich selber bin vor drei Jahren mal in der Woche vormittags von Kassel über Eichenberg nach Eschwege gefahren, und habe mich beim Umsteigen gewundert, warum sich soviele Schüler (ein Klassenausflug) im Zug befanden. Denn wer fährt schon vormittags nach Eschwege oder Sontra? Ich habe dann unterwegs mal einen der Schüler gefragt, wo sie denn hinfahren wollen: "Nach Kassel, zur documenta!!" Ja, fein, im Zugteil von Göttingen nach Bebra. Wo ist deine Klassenlehrerin? Nun, ich durfte dann erklären, dass sie jetzt allesamt wieder aussteigen dürfen und mit dem in Kürze kommenden Gegenzug wieder nach Eichenberg und dann in die richtige Hälfte nach Kassel... - jedenfalls kamen sie dann eine Stunde später am Ziel an.
Es steht aber an und in jedem Zug dran, wo es hingeht. Und Ansagen gibt es auch. Nur kann man Fehlverhalten leider nie komplett ausschließen, das ist nun einmal so beim Menschen.

Registrierungsdatum: 12. November 2007

8

Dienstag, 12. Oktober 2010, 22:27

-

Registrierungsdatum: 7. Januar 2009

9

Mittwoch, 13. Oktober 2010, 11:27

Naja,
dass die Flügelung nicht statt finden kann aufgrund von potentiellen technischen Fehlern bzw "dummen" Fahrgästen, halte ich für übertrieben.
Bei einer Flügelung zweier Züge in HVBG in Richtung HGS und HBHA kann man es zum einen an die Züge dranschreiben und wenn die Anzeige Feierabend macht, kann der Tf auch noch die Fahrgäste informieren, der wird wohl wissen wohin es geht.
Die Probleme, die du nennst kommen bei jeder Flügelung vor, egal ob es ICE´s oder Stadtbahnen sind ;) .

Die Idee der GRÜNEN "RSB 2.0" ist im Ansatz ganz gut, aber eben nicht bis zum Ende durchdacht
Und wenn mand die Züge komplett aus der City rausnimmt und über HGLI laufen lässt, könnte man auch gleich S-Bahn dazu sagen...
Lg
0703
Grüße aus dem Osten !