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Registrierungsdatum: 12. November 2007

1

Dienstag, 16. August 2011, 10:53

WF: Preise für Bustickets in Kritik

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Registrierungsdatum: 21. September 2008

2

Dienstag, 16. August 2011, 13:08

Der ÖPNV ist ja so oder so eine subventionierte Sache. Die Frage, die man da durchaus stellen darf: Vie viel müssen die Subventionen steigen, wenn man die Fahrpreise um einen bestimmten Betrag senken will? Sinkende Preise bedeuten ja (in einem gewissen Maße) auch steigende Fahrgastzahlen, dadurch gleicht sich in den Einnahmen zum Teil der niedrigere Preis wieder aus und der zusätzlich subventionierte Anteil wäre gar nicht soo hoch.
Wo die Preise zu hoch sind, kann man leicht durch PKW-Vergleiche sehen:
Beispiel WF-BS: Auf der Bahn-Seite werden die variablen Kosten für eine Fahrt BS, Schloss-WF mit 3,02€ angegeben (versus 3,50 Einzelfahrt Bus). Und die meisten rechnen ja noch nicht mal in variablen Kosten. Gut, dann mögen da noch unter Umständen noch Parkgebühren dazukommen (die in BS aber ja nicht sonderlich hoch sind), sodass es für eine einzelne Person für beide Verkehrsmittel ähnlich teuer wird. Aber: Die Fahrzeit wird zudem (fairerweise) auf der Bahnseite für den Bus auch als etwa doppelt so hoch angegeben wie für das Auto. Und damit hätte sich die Frage für viele erledigt. Davon abgesehen, dass bei 2 Leuten (wenn man z.B. als Paar Samstags zum Shoppen fährt) finanziell der Bus quasi rausfällt.
Ich frage mich zudem immer, warum man die Fahrpreise im ÖPNV so krass nach gesellschaftlichen Aspekten differenziert: Wenn man zu einen der Randgruppen gehört (tu ich ja auch...), dann ist Bus und Bahn spottbillig. Der normale Durchschnittsbürger, der nicht unter die Randgruppenregeleung fällt und eher gelegenlich mit dem Bus fährt (bzw. fahren würde), muss sehr hohe Fahrpreise bezahlen, sodass für ihn die ganze Sache nicht attraktiv ist. Von der Tatsache, dass unter den Randgruppen-Fahrgästen nicht selten Leute sitzten, die dem "Durchschnittsbürger" die Fahrt vermiesen mal ganz abgesehen. Vielleicht wäre etwas Angleichung der Fahrpreise nicht verkehrt...
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

3

Dienstag, 16. August 2011, 13:45

Auf die Aussage "zu teuer", stelle ich stets die Gegenfrage: "Zu teuer in Bezug worauf?" Darauf finden in der Regel die weninigsten eine plausible Antwort.

Beispiel Einzelfahrschein PS 3 4,90 €;

Vergleich: PKW ca. 25 km (Relation PE - BS); 32 Centonen pro km für einen durchschnittlichen Mittelklassewagen macht dann schlappe 8 €...

Die Grünen sollen sich erstmal mit einer tatsächlichen Kostenanalyse befassen, bevor sie eine Binsenweisheiit als Wahlpropaganda verbreiten..

Was die Kosten von Bussen betrifft, kann man bei einem Solo von 2,40 € und bei einem Gl-KOM von 3,20 € im Schnitt pro Kilometer ausgehen. In Verbindung mit den Fahrgastzahlen und den gefahrenen Streckenkilometer kann man dann grob überschlagen, ob die Geschichte wirklich im Vergleich mit anderen Option "zu teuer" ist...

Registrierungsdatum: 21. September 2008

4

Dienstag, 16. August 2011, 17:27

Auf die Aussage "zu teuer", stelle ich stets die Gegenfrage: "Zu teuer in Bezug worauf?" Darauf finden in der Regel die weninigsten eine plausible Antwort.

Beispiel Einzelfahrschein PS 3 4,90 €;

Vergleich: PKW ca. 25 km (Relation PE - BS); 32 Centonen pro km für einen durchschnittlichen Mittelklassewagen macht dann schlappe 8 €...

Die Grünen sollen sich erstmal mit einer tatsächlichen Kostenanalyse befassen, bevor sie eine Binsenweisheiit als Wahlpropaganda verbreiten..

Was die Kosten von Bussen betrifft, kann man bei einem Solo von 2,40 € und bei einem Gl-KOM von 3,20 € im Schnitt pro Kilometer ausgehen. In Verbindung mit den Fahrgastzahlen und den gefahrenen Streckenkilometer kann man dann grob überschlagen, ob die Geschichte wirklich im Vergleich mit anderen Option "zu teuer" ist...

In deinem PS-PE Beispiel hat der ÖPNV in der Tat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, da der Zug (der als ÖPNV auf dem Abschnitt in Frage kommt) eine angenehme Fahrzeit hat und komfortabel ist. Trotzdem bleibt es bei dem Problem, dass kaum einer mit 32 Cent rechnet. In gewisser Weise ist es das Problem der Nutzer selbst, aber der ÖPNV leidet drunter.
Daher kann ich auch recht gut deine Frage beantworten: "Zu teuer in Bezug worauf?" Antwort: Die Kosten, die nötig sind, damit das Gros der Menschen das Angebot als preislich attraktiv oder zumindenst nicht als gefühlt preislich teurer als im PKW wahrnimmt. Denn: relaistisch gesehen sind die meisten Fahrten welche, die länger dauern und umständlicher sind als im PKW (d.h. Komfort und Zeit ist schlechter). Hier kann das Interesse beim Kunden nur über den Preis geweckt werden (vgl. Niedersachsenticket und ähnliche Angebote).
Zu den (sehr interessanten) KM-Kosten von Bussen: Gilt das eher im Überland-Bereich oder eher in der Stadt? Sind alle Kosten und der Fahrer eingerechnet? In der Stadt könnte ich mir einen Preis pro Minute schon fast als aussagekräftiger vorstellen.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

5

Dienstag, 16. August 2011, 18:42

Trotzdem bleibt es bei dem Problem, dass kaum einer mit 32 Cent rechnet. In gewisser Weise ist es das Problem der Nutzer selbst, aber der ÖPNV leidet drunter.


Es ist die subjektive Betrachtung der Kosten über den Benzinpreis, der aber bei den tatsächlichen Betriebskosten nur eine marginale Rolle spielt, wenn man mal von einem durchschnittlichen Fahraufkommen von 20.000 km pro Jahr ausgeht. Ob der Liter Sprit 1,25 oder 1,50 kostet, macht nur ein bis zwei Cent der Kilometerkosten aus. Den Griff in den Geldbeutel an der Tanke spürst du aber mehr, als die Summen, die aufgrund der laufenden Betriebskosten anfallen und deutlich über den Treibstoffkosten pro Monat liegen.


Daher kann ich auch recht gut deine Frage beantworten: "Zu teuer in Bezug worauf?" Antwort: Die Kosten, die nötig sind, damit das Gros der Menschen das Angebot als preislich attraktiv oder zumindenst nicht als gefühlt preislich teurer als im PKW wahrnimmt. Denn: relaistisch gesehen sind die meisten Fahrten welche, die länger dauern und umständlicher sind als im PKW (d.h. Komfort und Zeit ist schlechter).


Auch das ist eine subjektive Antwort, die ich dir objektiv problemlos zerpflücke... ;)


Zu den (sehr interessanten) KM-Kosten von Bussen: Gilt das eher im Überland-Bereich oder eher in der Stadt? Sind alle Kosten und der Fahrer eingerechnet? In der Stadt könnte ich mir einen Preis pro Minute schon fast als aussagekräftiger vorstellen.


Bevor ich dazu jetzt einen Roman verfasse, schau einfach mal hier rein. Dort ist alles sehr gut und präzise erklärt: http://www.isv.uni-stuttgart.de/vuv/publ…_NAHVERKEHR.pdf

Da findest du auch die unterschiedlichen Auslegungen für Regionalverkehre und Stadtbus und was noch alles eine Rolle bei der Fahrtkostenermittlung spielt.Auf dem Uniserver gibt es auch irgendwo noch ein Spreadsheet, mit denen du alles selber durchrechnen kannst.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

6

Dienstag, 16. August 2011, 20:41

Ich frage mich zudem immer, warum man die Fahrpreise im ÖPNV so krass nach gesellschaftlichen Aspekten differenziert: Wenn man zu einen der Randgruppen gehört (tu ich ja auch...), dann ist Bus und Bahn spottbillig. Der normale Durchschnittsbürger, der nicht unter die Randgruppenregeleung fällt und eher gelegenlich mit dem Bus fährt (bzw. fahren würde), muss sehr hohe Fahrpreise bezahlen, sodass für ihn die ganze Sache nicht attraktiv ist. Von der Tatsache, dass unter den Randgruppen-Fahrgästen nicht selten Leute sitzten, die dem "Durchschnittsbürger" die Fahrt vermiesen mal ganz abgesehen. Vielleicht wäre etwas Angleichung der Fahrpreise nicht verkehrt...

Ich bin der Meinung, dass du entweder eine falsche Sichtweise hast oder dich sehr schlecht ausgedrückt hast. "Gesellschaftliche Aspekte" und "Randgruppen" ist doch deutlich fehl am Platz. Es ist ein deutlicher Unterschied, ob man aufgrund Schicksal zu einer "Randgruppe" (bspw. Schüler, Behinderte, Senioren(?)) gehört und aufgrund dessen Anspruch auf eine vergünstigte Fahrkarte hat oder ob es persönliche Präferenz ist, nur gelegentlich den ÖPNV zu nutzen und aufgrund dieser Tatsache richtigerweise 10er-Fahrstreifen kauft.

Auf dieser Grundlage kann man dann über Preisdifferenzierungen diskutieren.
Wirklich verstehen tue ich dich aber trotzdem nicht, weil ich nicht weiß, wen du zu Randgruppen zählst. Was ist denn mit einem typischen Abokartenbesitzer?

P.S.: Ich war gerade ein bisschen irritiert, wie "günstig" es ist, mit dem Auto in der Stadt zur Arbeit zu fahren. Ich rechne mal lieber mit unterer Mittelklasse, weil ich das für die Stadt realistischer finde. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die ADAC-Zahlen für Neuwagen mit vierjähriger Haltezeit gelten. Sind also 26ct/km. Bei 5km einfacher Fahrtstrecke sind das 0,26€*5*2*20Arbeitstage = 52 €. Also fast genau so viel wie eine Abokarte. Aber vielleicht hinkt der Vergleich. Einmal ist es ziemlich blöd, bei 5km nicht das Rad zu benutzen. Ok, machen sicherlich viel zu wenige. Und einmal sieht das Verhältnis für jeden weiteren km, der oben drauf kommt, gleich viel schlechter aus.
Was solls. Einmal werden die wenigsten überhaupt rechnen, richtig rechnen und einmal kommen noch genug Gründe pro/contra oben drauf, die sich vielleicht nicht in Geld ausdrücken lassen :)

Registrierungsdatum: 12. November 2007

7

Dienstag, 16. August 2011, 21:01

-

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

8

Dienstag, 16. August 2011, 21:15

Aber vielleicht hinkt der Vergleich.


Das tut er... Der braucht sogar einen Rollstuhl... Ohne Bezugsgröße sind deine Angaben unbrauchbarer Müll... Lernt man das so bei den BWL'ern? :D Dann wundert es mich nicht, warum die sogenannten "Wirtschaftwissenschaftler" alles Mögliche an die Wand fahren... 8)

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

9

Mittwoch, 17. August 2011, 08:46

Sind die 5km Fahrtstrecke nicht die Bezugsgröße und die Grundlage für den Vergleich?

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

10

Mittwoch, 17. August 2011, 09:09

Nein. Die Bezugsgröße ist die jährliche Kilometerleistung.

Wenn du für dein Beispiel die jährliche Kilometerleistung gleiche den Kilometern der zu vergleichenden Öffifahrt setzt, dann sind das 2400 Jahreskilometer. Und dann sind die Kilometerkosten auch nicht mehr 26 Centonen, sondern schlappe 2,23 € pro km. Die 26 Centonen beziehen sich in der Regel auf eine Jahresleistung von 20000 km.

Du kannst also die Kosten PKW vs. Öffi nicht so ohne weiteres vergleichen, ohne ein Bezugssystem.

Registrierungsdatum: 21. September 2008

11

Mittwoch, 17. August 2011, 15:01

Trotzdem bleibt es bei dem Problem, dass kaum einer mit 32 Cent rechnet. In gewisser Weise ist es das Problem der Nutzer selbst, aber der ÖPNV leidet drunter.


Es ist die subjektive Betrachtung der Kosten über den Benzinpreis, der aber bei den tatsächlichen Betriebskosten nur eine marginale Rolle spielt, wenn man mal von einem durchschnittlichen Fahraufkommen von 20.000 km pro Jahr ausgeht. Ob der Liter Sprit 1,25 oder 1,50 kostet, macht nur ein bis zwei Cent der Kilometerkosten aus. Den Griff in den Geldbeutel an der Tanke spürst du aber mehr, als die Summen, die aufgrund der laufenden Betriebskosten anfallen und deutlich über den Treibstoffkosten pro Monat liegen.

Mir ist durchaus klar, was da noch so alles an Kosten neben den Benzinkosten anfällt. Aber den meisten Menschen nicht. Der ÖPNV muss sich diesem Problem stellen, will er weitere Fahrgäste haben. Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
1) Er könnte durch Aufklärungskampagnen versuchen, den PKW-Besitzer auf die realen Verhältnisse aufmerksam zu machen. Das schwierige dabei ist, dass der ÖPNV-Anbieter dies den richtigen Leute (d.h. die potentiell gewonnen werden könnten, wenn die die realten Verhältnisse kennen) auf nachvollziehbare Art darstellt.
2) Der ÖPNV bietet vielfach günstige Angebote, jedoch sind ausgerechnet die Einsteigerangebote (Einzeltickets) vergleichsweise teuer. Daher meine Aufforderung, genau die günstiger zu machen.

Ein normales Abo ist für mich eine Fahrkarte für den besagten Durchschnittsbürger, allerdings mit der Einschränkung, dass dieser damit ja sehr häufig (Beruf) fährt und dadurch ist das Angebot vergleichsweise attraktiv. Es fehlt aber ein attraktives Angebot für die eher seltenen ÖPNV-nutzenden Durchschnittsbürger.

Zu den Rangruppen würde ich gerne eine Email von einem Forumsnutzer einstellen, die die Sache sehr plausibel darstellt hat. Aber ich fürchte, dass das nicht gut enden wird. Wobei meine politische Einstellung absolut nicht rechts ist...
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.