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Registrierungsdatum: 12. November 2007

1

Mittwoch, 29. August 2012, 11:39

[Stuttgart] Die Jugend verzichtet auf das eigene Auto

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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

2

Mittwoch, 29. August 2012, 13:20

nicht nur Stuttgart

Von diesem Trend liest man immer häufiger, es betrifft nicht nur lokal den Raum Stuttgart, sondern es gilt bundesweit. Auf die Schnelle habe ich im Internet diese Studie entdeckt:
Studie ifmo
Darin kann man u.a. auf Seite 14 lesen, dass Männer im Alter von 20-29 Jahren 1997 noch täglich 50 km Auto fuhren, in 2007 waren es nur noch 36 km.

Ich denke, das wird vielerlei Ursachen haben. Zum einen war nach dem Krieg das Auto eben ein unheimlich wichtiges Statussymbol, dieser Trend hat bis in die 1980er Jahre und länger angehalten. Irgendwann ist so ein jahrzehntealter Trend aber auch mal vorbei. Dann gibt es heute durch Carsharing, Call-a-Bike, Mitfahrzentralen etc. eben viel mehr Möglichkeiten, sich ohne eigenes Auto fortzubewegen, als noch vor 10-20 Jahren. Und letztlich ist der Nahverkehr - so sehr auch immer wieder negativ darüber gesprochen wird - in Summe nicht grundsätzlich schlechter geworden. Niederflurtechnik, Klimaanlagen, Taktverkehr, Verkehrsverbünde, Semestertickets, all das hat sich erst so richtig ab den 1990er Jahren entwickelt. Was ich leider weniger glaube, ist dass den Leuten das Umweltbewußtsein so wichtig geworden ist, dass sie deshalb weniger Auto fahren. Dann doch eher die Spritpreise, Versicherungen etc. Umwelt ist für die meisten nur was für Sonntagsreden.

Um jetzt noch die Kurve Richtung Braunschweig zu bekommen: ein solcher Trend ist natürlich in einer so stark durch die Auto-Industrie geprägten Region wie Ost-Niedersachsen bestimmt nicht so ausgeprägt wie anderswo. Hinzu kommt, dass die Region in weiten Teilen doch sehr ländlich strukturiert ist, so dass man doch oftmals ohne Auto keine vernünftige, flexible Mobilität hat. Es sei denn, man hat wenigstens eine Buslinie im Halbstundentakt wie die 450 oder die 170 Wolfsburg-Gifhorn vor der Tür, aber das gibts ja doch nur selten. Regiostadtbahn wird auch nix, von daher denke ich wird man im Raum Braunschweig diesen Trend nicht so stark feststellen können.

Registrierungsdatum: 21. September 2008

3

Mittwoch, 29. August 2012, 17:56

RE: nicht nur Stuttgart

Was ich leider weniger glaube, ist dass den Leuten das Umweltbewußtsein so wichtig geworden ist, dass sie deshalb weniger Auto fahren. Dann doch eher die Spritpreise, Versicherungen etc. Umwelt ist für die meisten nur was für Sonntagsreden.

Ja da stimme ich dir zu. Einen Punkt hast du aber noch vergessen: Die moderne Technik.
Diese ist in doppelter Sicht für diese Entwicklung von Bedeutung:
Zum einen haben Handy&co einen sehr hohen Stellenwert bekommen, sodass viele ihr Geld lieber dafür ausgeben und dann schlicht keines mehr für ein Auto da ist.
Zum anderen kann man z.B. mit Handys während der Fahrt im Internet surfen, sodass ein neuer Vorteil von ÖPNV gegenüber Auto entstanden ist.


Um jetzt noch die Kurve Richtung Braunschweig zu bekommen: ein solcher Trend ist natürlich in einer so stark durch die Auto-Industrie geprägten Region wie Ost-Niedersachsen bestimmt nicht so ausgeprägt wie anderswo. Hinzu kommt, dass die Region in weiten Teilen doch sehr ländlich strukturiert ist, so dass man doch oftmals ohne Auto keine vernünftige, flexible Mobilität hat. Es sei denn, man hat wenigstens eine Buslinie im Halbstundentakt wie die 450 oder die 170 Wolfsburg-Gifhorn vor der Tür, aber das gibts ja doch nur selten. Regiostadtbahn wird auch nix, von daher denke ich wird man im Raum Braunschweig diesen Trend nicht so stark feststellen können.

Wenn man will, geht es natürlich auch hier, aber wie du schon schreibst, will man überhaupt?
Wobei z.B. das Semesterticket durchaus auch hier die Entwicklung unterstüzt.
MoVeBS - für bessere Mobilität und Verkehr in Braunschweig.

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

4

Mittwoch, 29. August 2012, 18:25

RE: RE: nicht nur Stuttgart

Zum anderen kann man z.B. mit Handys während der Fahrt im Internet surfen, sodass ein neuer Vorteil von ÖPNV gegenüber Auto entstanden ist.
Man kann auch ein "gutes altes" Buch oder eine Zeitung lesen, Internet ist tatsächlich (sofern der Empfang unterwegs denn OK ist) noch ein neuer Vorteil. Ich bin wiederum einer, der egal wie oft ich die Strecke schon gefahren bin, einfach nur rausschaut. Das geht beim Autofahren nicht so gut, es sei denn man gibt sich mit dem Asphalt und den Rückleuchten des Vordermanns zufrieden :-)

Registrierungsdatum: 27. Juli 2010

5

Mittwoch, 29. August 2012, 19:24

Also, ich gehöre da auch zu. Ich habe vor 2 Jahren mein Auto verkauft. Zum einen weil die Reparatur bei einem Baujahr 1996 nicht mehr gelohnt hätte und weil ich keines mehr brauche. Am Anfang war es nicht leicht sich umzustellen aber mittlerweile komme ich gut mit dem ÖPNV durch Braunschweig. Es geht sogar gut, man kommt überall hin wo ich hin muß, okay man brauch vielleicht länger. Aber hey, muß man sich denn immer Streß machen ?
Auch zur Arbeit fahre ich mit der Straßenbahn, direkt sogar, ohne umsteigen. Auf meiner Arbeitsstelle krieg ich eh keinen Parkplatz und in der Stadt auch nicht. Ich könnte mir durchaus ein Auto kaufen, aber ich seh keinen Nutzen darin. Wenn ich wirklich mal eines brauche, leihe ich es mir von meinem Vater (großer Einkauf Getränke, oder Baumarkt, Möbel). Ich kann gut damit leben und jeder der nur innerhalb der Stadt unterwegs ist sollte es mal probieren. Klar kostet es Überwindung aber es geht
Für einen 10-Minuten-Takt auf der M2!

Registrierungsdatum: 8. Juli 2006

6

Mittwoch, 29. August 2012, 20:08

und wenn man ein Auto braucht: Carsharing... Die sprießen ja jetzt überall aussem Boden...

Registrierungsdatum: 18. Juli 2007

7

Mittwoch, 29. August 2012, 20:37

Kann ich bestätigen. Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, kommt man prima ohne Auto aus. Allerdings fahre ich derzeit wieder Auto, sonst komme ich nicht zur Arbeit. Um diese Zeit fahren noch keine Busse. :D
Eine ganz besondere Zahl: 5551 * 2 ^ 819987 + 1



Registrierungsdatum: 20. Oktober 2006

8

Mittwoch, 29. August 2012, 21:06

auch mit Familie gehts ohne Auto

Wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, kommt man prima ohne Auto aus.
Ich hab auch noch nie ein Auto besessen, obwohl in meiner Familie fleißig bei VW gearbeitet wurde. Einen Gutschein beim Führerscheinerwerb, mit dem mir meine Eltern den ersten Autokauf unterstützen wollten, haben die irgendwann in bar ausbezahlt, weil es eben nicht absehbar war, dass ich mir jemals ein Auto kaufte.

Glücklicherweise kamen so vor 10-15 Jahren die ersten Carsharing-Betreiber auf den Markt, so dass ich dann auch mit eigener Familie kein eigenes Auto brauchte. Denn wenn man sich eine Wohnung mit echt vernünftiger ÖPNV-Erschließung sucht (also wo man ins Stadtzentrum nicht umsteigen muss und einen dichten Takt hat), braucht man wirklich kein Auto. Keine Parkplatzsuche, kein Tanken, kein TÜV, keine Versicherung, gar nix. Am besten fährt man aber auch mit dem Rad, schön wenn man in zehn Minuten das meiste erreichen kann. Erst als meine Frau dann einen Job in einem kleinen Ort draußen vor der Stadt gefunden hat, und entgegen der Hauptlastrichtung im Busverkehr hätte fahren müssen (es fährt da aber nichts), da ging es nicht mehr ohne: ein kleines Familienauto musste her. Aber ich sehe das manchmal vier Wochen nicht von innen, ich brauche es nicht, außer wenn mal Getränkekisten geholt werden müssen. Aber selbst das kann man mit klappbarer Sackkarre und Niederflurstraßenbahn perfekt erledigen, jahrelang praktiziert! Und Wochenendfahrten z.B. in die Heimat Braunschweig machen wir auch lieber mit dem ICE als auf der A7 im Stau zu stehen.