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Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

1

Montag, 23. April 2007, 22:55

Heute in der RB vom Harz nach BS mit polizeilichem Empfang

Hallo,

heute bin ich mit einer Regionalbahn (BR628) aus dem Harz nach BS zurückgefahren. Beim Halt in WF steigen einige Leute zu. Auch im Traglastenabteil hinter dem führenden Fahrerstand nehmen noch zwei weitere Personen Platz, eine junge Mutti mit Baby im Tragetuch und ein Herr mit einer etwas struppigen Frisur. Es beginnt nach Alkoholausdünstungen zu riechen. Da das Baby mit Sicherheit nur Milch bekommt und ich auch keinen Schnapps konsumiert habe, bliebt nur eine verdächtige Person übrig.

Dann kommt die Fahrkartenkontrolle. Ich habe meine Zettel schon kurz vor Schladen vorgezeigt. Die Mutti hält dem Kontrolleur einen Abschnitt einer Mehrfahrtenkarte hin mit den Worten: "Der Entwerter war kaputt." Der Kontrolleur entwerte mit der Zange und kümmert sich um den anderen Fahrgast. Der hat kein Ticket.
"Ich muss noch eine Fahrkarte kaufen."
"Geht nicht mehr."
"Warum hat die Bahn so merkwürdige Automaten?"
Der Fahrgast hat übrigens einen sehr deutlichen ausländischen Akzent und lamentiert über die Schwierigkeiten ein gültiges Ticket zu erhalten
"Ihren Ausweis bitte!"
Kontrolleur bekommt Fotokopien eines Personalausweises gereicht. Außer dem Kontrolleur steht übrigens noch ein Bahnschutzmann daneben.
Der Kontrolleur tippt Daten des fotokopierten Ausweises in so ein Gerät ein, mit dem früher im Zug Fahrkarten verkauft worden sind. Dann druckt er einen sehr sehr langen Streifen aus und übergibt ihn dem Fahrgast. Dieser zelegt das Papier in viele handliche Teile und befordert es in den großen Abfallbehälter neben seinem Sitz. Der Kontrolleur druckt wortlos einen kleineren Zettel aus und geht mit dem Bahnschutzmann in das angrenzende 1. Klasse-Abteil und telefoniert mit dem Handy.
Folglich warten in Braunschweig schon diverse Damen und Herren der Bundespolizei. Ein richtig großes Empfangskommitee für den ausländischen Fahrgast ohne Ticket, aber mit Alkoholkonsum. Obwohl er bei der Aktion sehr friedlich geblieben ist und auch keinen besoffenen Eindruck gemacht hat.

Und die Moral aus der Geschicht? Fahre ohne Fahrschein nicht. Nur als junge Mutti mit Baby hast Du eine Chance!

Und einige Fragen zu dem Prozedere: Der Kontrolleur hat keine mündliche Aufforderung zur Zahlung des erhöhten Beförderungsentgeld geäußert. Vielleicht war die Überreichung des sehr langen Papiers diese Aufforderung. Da standen ganze kleingedruckte Romane drauf. An die Spezialisten: Was steht da so drauf? Ich hatte weder Zeit noch Lust das aus dem Mülleimer zu fischen. Wie geht die weitere Eintreibung des Schwarzfahrergeldes vor sich? Wird geprüft, ob der Automat in WF wirklich defekt war? Was ist, wenn er tatsächlich so kaputt war wie der Entwerter, den die Mutti benutzen wollte? Aufgabe der Bundespolizei war wohl in erster Linie die Personenfeststellung, weil der Ausweis angeblich verloren sei und daher der Fahrgast nur die Kopie hatte.

Marcus

Registrierungsdatum: 7. August 2006

2

Montag, 23. April 2007, 23:44

Hallo Marcus,

habe vor längerem auch einen "schönen" Fall erlebt: Eine Familie mit 2 Kids möchte mit der Bahn einen Ausflug in Richtung Harz machen, jedoch schaffen diese es zeitlich nicht mehr, am Automaten in BS eine Fahrkarte zu lösen. Daher möchte die Familie beim Schaffner im Zug eine Fahrkarte lösen. Doch nix da, Fahrkaten gibt's nur am Automaten oder im Reisezentrum. Also pech gehabt, Schwarzfahrer - Fazit der Betroffenen: "Nie wieder Bahn".

So verjagt man Kunden, Glückwunsch Deutsche Bahn. Warum schaffen es denn z.B. die "Privaten" (also u. a. NWB, Cantus und wie sie doch alle heißen) einen Fahrkartenautomat in ihren Zügen aufzustellen? Schon wäre das Problem gelöst man könnte sich viel Ärger ersparen.

gruß moBiel ;)

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

3

Montag, 23. April 2007, 23:49

Hallo Marcus,

als "inoffizieller DB-Vertreter" möchte ich Dir mal antworten, auch wenn ich nicht weiß, was an der Geschichte so aufregend sein soll. Allenfalls sehe ich da den leisen Vorwurf einer Ungerechtbehandlung des alkoholisierten Reisenden mit "Migrationshintergrund" gegenüber der jungen Mutter.

Da ich nicht dabei war, möchte ich mir nicht anmaßen, diese m. E. völlig alltägliche Situation objektiv zu beurteilen. Daß der Mutter die Mehrfartenkarte im Zug entwertet wurde, möchte ich als recht großzügig bezeichnen. Vielleicht war dem Prüfer der Entwerterdefekt bekannt bzw. es waren bereits andere Reisende mit dem gleichen Problem im Zug, was Du im Traglastenabteil vermutlich nicht mitbekommen hast.

Die elektronische Erstellung der "Fahrpreisnacherhebung" wurde zum 01.04. eingeführt. Es ist mir nicht bekannt, was auf diesem Ausdruck genau draufsteht, vermutl. das gleiche wie früher auf dem handschriftlich auszufüllenden Vordruck: persönliche Daten des Fahrgastes, Fahrtstrecke, Beanstandungsgrund, geforderter Geldbetrag, Personalnummer des Prüfers und evtl. noch eine Codezahl, die z.B. für "auf WC versteckt" oder aber auch "Automaten-/Entwerterstörung lt. Angabe Fahrgast" steht. Ob nun in besagtem Fall die Codezahl für die Automatenstörung eingegeben wurde, bleibt fraglich. Schließlich soll der Automat nicht defekt, sondern nur "merkwürdig" gewesen sein...

Um solch unangenehme Situationen zu umgehen, möchte ich Fahrgästen, die z. B. wegen einer Automatenstörung keine Fahrkarte erwerben konnten, empfehlen, sich bei unbegleiteten VT beim Triebfahrzeugführer zu melden. Auch wenn wir Tf keine Fahrkarten verkaufen können und diese Vorgehensweise offiziell nicht vorgesehen ist, kann man so in den meisten Fällen unnötigem Ärger aus dem Weg gehen. Offiziell soll freilich trotzdem eine Fahrpreisnacherhebung über das erhöhte Beförderungsentgelt ausgestellt werden, wobei diese Forderung nach Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Automaten/Entwerter auf den gewöhnlichen Fahrpreis reduziert wird. Größtenteils arbeiten aber auch bei der DB noch Menschen, und wenn jemand auf mich zukommt und mir aus freien Stücken z. B. einen Entwerterdefekt meldet, sieht für mich die Sache gänzlich anders aus, als wenn der Fahrgast einfach einsteigt und auf den Prüfdienst wartet (oder auch nicht...).

Gruß
Ulrich

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

4

Dienstag, 24. April 2007, 00:17

Hallo moBiel,

Zitat

So verjagt man Kunden, Glückwunsch Deutsche Bahn. Warum schaffen es denn z.B. die "Privaten" (also u. a. NWB, Cantus und wie sie doch alle heißen) einen Fahrkartenautomat in ihren Zügen aufzustellen? Schon wäre das Problem gelöst man könnte sich viel Ärger ersparen.


Daß Fahrscheinautomaten im Zug bei Privatbahnen so beliebt sind, liegt z. B. daran, daß die dort erzielten Einnahmen eindeutig dem jeweiligen Unternehmen zuzurechnen sind, was bei DB-Automaten am Bahnhof bzw. DB-Fahrkartenschaltern nicht immer so einfach ist.
Hinzu kommt, daß die Fahrzeuge meist nur auf einem relativ überschaubaren Netz eingesetzt werden.
Unsere 628 haben da einen ganz anderen Aktionsradius, so daß die Automaten neben dem DB-Tarif auch mindestens fünf verschiedene Verbundtarife beherrschen müßten. Sicher wäre das irgendwie machbar, ist aber doch mit einem enormen Aufwand verbunden, für jedes Einsatz-Bw die passende Software zu entwickeln. In einigen Regionen gibt es bereits DB-Fahrzeuge (auch 628) mit Fahrscheinautomaten.
Völlig unmöglich erscheint mir hingegen der Einbau von Entwertern in Braunschweiger DB-Fahrzeuge, da fast jeder Verbund z. B. seine Tarifzonen anders bezeichnet (ein-, zwei- oder dreistellig, Buchstaben etc.), ein anderes Fahrscheinformat verwendet bzw. quer statt längs stempelt...

Der Automat im Zug ist m. E. kein Allheilmittel, denn auch er kann gestört sein, "mein" Geld nicht annehmen, absichtlich verstopft oder beschädigt werden oder einfach nur von gewissen Zeitgenossen so lange blockiert bzw. "kaputtgespielt" werden, bis die Fahrt - selbstverständlich gratis - zu Ende ist.

Wenn es nach mir ginge, könnte man sämtliche Automaten am Bahnsteig und im Zug demontieren und stattdessen wieder Menschen auf die Züge setzen, die Fahrscheine verkaufen, Auskünfte geben und die ärgsten Auswüchse mancher Mitmenschen wirkungsvoll eindämmen können. Angesichts unserer hohen Arbeitslosenzahlen drängt sich diese Lösung doch geradezu auf. Solange jedoch die Ersatzreligion BWL und ihre zweifelhaften Werte weiterhin die Oberhand haben, wird das wohl ein Wunschtraum bleiben, denn wir müssen ja "wirtschaftlich" handeln, und Hartz 4 kommt ja aus einer völlig anderen Kasse, jedenfalls nicht aus der des jew. Verkehrunternehmens oder des jew. Bestellers...

Gruß
Ulrich

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

5

Dienstag, 24. April 2007, 00:25

Moin!
Mal abgesehen davon, daß du fünf(?) Minuten vor der planmäßigen Abfahrtzeit deinen Anspruch auf einen Fahrschein - und damit auch auf die Mitfahrt - verlierst.

Viele Grüße
fabs

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

6

Dienstag, 24. April 2007, 08:25

Zitat

Original von Ulrich BaierlUnsere 628 haben da einen ganz anderen Aktionsradius, so daß die Automaten neben dem DB-Tarif auch mindestens fünf verschiedene Verbundtarife beherrschen müßten. Sicher wäre das irgendwie machbar, ...


Zum Beispiel habe ich in Sachsen-Anhalt DB-Züge (die roten!) erlebt, in denen auch funktionierende Automaten eingebaut gewesen sind.

Zitat

Original von Ulrich Baierlwobei diese Forderung nach Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Automaten/Entwerter auf den gewöhnlichen Fahrpreis reduziert wird.


Bei wem liegt denn da die Beiweislast? Im Zweifel für den Angeklagten?
In den Automaten steckt auch nur ein olles Windows und wer das kenn, kennt auch die Effekte. Eben ging es nicht, jetzt geht es wieder. Wie soll da nachgewiesen werden, dass der Automat defekt war? Der "Kunde" hat dann doch wieder die Arschkarte gezogen, trotz des erwähnten alten Rechtsgrundsatzes.

Zitat

Original von Ulrich BaierlUm solch unangenehme Situationen zu umgehen, möchte ich Fahrgästen, die z. B. wegen einer Automatenstörung keine Fahrkarte erwerben konnten, empfehlen, sich bei unbegleiteten VT beim Triebfahrzeugführer zu melden.


Ich persönlich habe bei meinen Ticketbeschaffungs- und Bestempelungsproblemen freundliche und hilfsbereites Personal angetroffen. Aber manche Fahrer verkanzeln sich in ihrer Kabine. Schön die Vorhänge zu. Und hat ein 614er immer einen Zugbegleiter?

Marcus

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

7

Dienstag, 24. April 2007, 10:38

Zitat

Zum Beispiel habe ich in Sachsen-Anhalt DB-Züge (die roten!) erlebt, in denen auch funktionierende Automaten eingebaut gewesen sind.


Stimmt, haben die 642 zum Beispiel, wobei es in unserem Nachbarbundesland bzw. im Netz der "Elbe-Saale-Bahn" m. W. kaum Verbundtarife gibt. Als ich vor einigen Monaten den Automaten mal getestet habe, war der Fahrscheinverkauf im VRB zwischen Braunschweig und Wolfsburg zudem (noch?) nicht möglich.
Unsere 648 sollen wohl auch irgendwann Automaten bekommen. Aufgrund des kleineren Einsatzgebietes käme man dort mit zwei Verbundtarifen (VRB, VSN) und dem DB-Tarif aus.


Zitat

Bei wem liegt denn da die Beiweislast? Im Zweifel für den Angeklagten?


Gute Frage, habe ich mir auch schon oft gestellt. Eine echte Automatenstörung wird sicher nachvollziehbar sein, doch was ist, wenn der Automat zwar betriebsbereit ist, jedoch so gut wie jedes Zahlungsmittel einfach verweigert? Das kommt einerseits tatsächlich regelmäßig vor, andererseits ist das eine der beliebtesten Ausreden zahlungsunwilliger Fahrgäste ("Der Automat hat mein Geld nicht genommen...").
Daher meine "inoffizielle" Bitte, sich doch beim Tf zu melden...

Zitat

Ich persönlich habe bei meinen Ticketbeschaffungs- und Bestempelungsproblemen freundliche und hilfsbereites Personal angetroffen.


Das liest man gern.


Zitat

Aber manche Fahrer verkanzeln sich in ihrer Kabine. Schön die Vorhänge zu. Und hat ein 614er immer einen Zugbegleiter?


Manchmal "verschanze" ich mich auch, z. B. bei Dunkelheit, ist aber nicht böse gemeint. Einfach anklopfen (628) bzw. beim 614, der nur in den seltensten Fällen mit einem Zugbegleiter besetzt ist, vor dem Einsteigen am Führerstandsfenster vorbeischauen, denn da müssen wir bei der Abfertigung des Zuges sowieso rausschauen.

Wie gesagt, das sind alles keine offiziellen Vorgehensweisen, die man irgendwo nachlesen kann (braucht der Deutsche offensichtlich...), sondern einfache Vorschläge, wie beide Seiten sich unnötigen Ärger ersparen können. In den meisten Fällen funktioniert das auch.

Gruß
Ulrich

DüWag Kutsche

unregistriert

8

Dienstag, 24. April 2007, 20:48

Hallo,
auch wenn es rassistisch klingen mag, ist es scheinbar nicht von der Hand zu weisen, dass ein enormer Teil dieses Erschleichens von Leistungen eben von Migranten begangen wird. Ich für meinen Teil würde es ja befürworten, dass seitens der Verkehrsbetriebe jeder Schwarzfahrer, welcher der Staatsanwaltschaft gemeldet wird, auch ein strafrechtliches Verfahren zu spüren bekommt, das eben nicht eingestellt wird.
Aber viele scheinen es auch nicht wahrhaben zu wollen, dass Übergriffe auf Prüfpersonale/SiFa des Öfteren von Ausländern erfolgen. Einfach mal die Polizeipressemappen anschauen!


Anderes Thema: Der Vorschlag von FAA im Zug mag zwar in Triebwagen durchaus sinnvoll sein, doch wie sähe es z.B. in einem Dostos-Gespann mit zumeist 5 Wagen aus? Sollte sich der Automat im Steuerwagen befinden? Und/Oder im 1./2. Klasse-Wagen? Vermutlich stünden dann Ausreden, wie "Ich habe keinen Fahrschein, weil ich den Fahrscheinautomaten nicht gefunden habe" an der Tagesordnung. Da dürften stationäre FAA die einfachere und günstigere Methode sein.

Übrigens, wenn ich so zwischen ME ihm seine Zeilen lese, frage ich mich, was daran so verwerflich sein sollte, den werten "Fahrgast" via Bundespolizei abzuführen? Ist schließlich gang und gäbe, denn ein fotokopierter Personalausweis ist doch kein gültiger Indentitätsnachweis. Dann muss eben bei der BuPo-Direktion eine IDF (Identitätsfeststellung) erfolgen. Wo ist das Problem?

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

9

Dienstag, 24. April 2007, 21:14

Zitat

Original von DüWag KutscheÜbrigens, wenn ich so zwischen ME ihm seine Zeilen lese, frage ich mich, was daran so verwerflich sein sollte, den werten "Fahrgast" via Bundespolizei abzuführen? Ist schließlich gang und gäbe, denn ein fotokopierter Personalausweis ist doch kein gültiger Indentitätsnachweis. Dann muss eben bei der BuPo-Direktion eine IDF (Identitätsfeststellung) erfolgen. Wo ist das Problem?


Kein Problem. jeder sollte schon seinen Ausweis dabei haben.
Merkwürdig an diesem Vorgang waren zwei Dinge:

1. Es fehlte die Aufforderung: "Dann bekomme ich von Ihnen jetzt 40 Euro." (Falls das der aktuelle Schwarzfahrertarif ist.) Aber vielleicht war der Herr ja schon ein alter Bekannter vom Kontrolleur, obwohl ich nicht den Eindruck gewinnen konnte, dass das so gewesen ist.

2. Die junge Mutti mit Baby hatte auch keinen gültigen Fahrausweis, genauso wie der Herr. Auch sie ist nicht durch den Zug gelaufen, um den Kontrolleur zu suchen. Aber mit Baby vorm Bauch sich durch einen fahrenden Zug zu kämpfen ist nicht toll. Wenn der Kontrolleur keine Kenntnis über den Zustand des Entwerters (gibt es in WF wirklich nur einen einzigen?) hatte, dann ist die Mutti bevorzugt worden. Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher.

Marcus

Registrierungsdatum: 7. August 2006

10

Dienstag, 24. April 2007, 23:52

Zitat

Original von Ulrich Baierl
Wenn es nach mir ginge, könnte man sämtliche Automaten am Bahnsteig und im Zug demontieren und stattdessen wieder Menschen auf die Züge setzen, die Fahrscheine verkaufen, Auskünfte geben und die ärgsten Auswüchse mancher Mitmenschen wirkungsvoll eindämmen können. Angesichts unserer hohen Arbeitslosenzahlen drängt sich diese Lösung doch geradezu auf.

Volle Zustimmung. Mangelhafter bzw. nicht vorhandener Service ist meiner Erfahrung nach mit das größte Problem der DB. Denn woher soll z. B. der Gelegenheitsfahrer wissen, dass im Zug beim Schaffner plötzlich keine Fahrkarten mehr verkauft werden?

Zitat

Original von DüWag Kutsche
auch wenn es rassistisch klingen mag, ist es scheinbar nicht von der Hand zu weisen, dass ein enormer Teil dieses Erschleichens von Leistungen eben von Migranten begangen wird.

Das ist mir noch nicht aufgefallen. Davon mal abgesehen finde ich solche Aussagen ziemlich daneben. Damit förderst du wunderbar die ewigen, alten Vorurteile :(

Zitat

Original von ME
Wenn der Kontrolleur keine Kenntnis über den Zustand des Entwerters (gibt es in WF wirklich nur einen einzigen?) [...]

ich bin zwar schon länger nicht mehr vom WF Bahnhof aus mit dem Zug gefahren (seitdem die 420 alle 15 Min fährt 8) ), aber soweit ich weiß steht da je Bahnsteigseite nur 1 Entwerter.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

11

Mittwoch, 25. April 2007, 00:23

Zitat

Original von moBiel
Das ist mir noch nicht aufgefallen. Davon mal abgesehen finde ich solche Aussagen ziemlich daneben. Damit förderst du wunderbar die ewigen, alten Vorurteile :(


Auf sowas habe ich gewartet. Bloß weil es sich hier um MmM (Menschen mit Migrationshintergrund) handelt, darf man auf einmal nicht mehr die Wahrheit sagen. Man gucke sich einmal an, wo es in unserer Gesellschaft Probleme gibt. Als erstes fällt mir da Berlin Kreuzberg ein. Aber wer wohnt da? Richtig, größtenteils MmM. Oder wie sieht es mit Jugendkriminalität und -gewalt aus? Auch hier sind MmM zu einem erschreckend hohen Anteil vertreten. Aber man darf ja nichts dagegen sagen, man ist deshalb ja rassist. Dabei ist es völlig egal, ob man wie ich eine eher linke Gesinnung vertritt. Nach dieser Aussage bin nun auch ich als praktizierender Nazi gebrandmarkt...

Natürlich gibt es auch MmM die sich gut in unserer Gesellschaft eingelebt und integriert haben, genauso wie es deutsche gibt, die sich nicht angemessen zu benehmen wissen, kriminell oder gewalttätig sind. aber man muss sich auch die verhältnisse angucken, und die sprechen leider für sich.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

12

Mittwoch, 25. April 2007, 00:27

Zitat

Original von moBiel
Denn woher soll z. B. der Gelegenheitsfahrer wissen, dass im Zug beim Schaffner plötzlich keine Fahrkarten mehr verkauft werden?


Moin!
Hier in Niedersachsen kann ein Gelegenheitsbahnfahrer nicht wissen, daß keine Fahrscheine mehr im Zug verkauft werden, aber z.B. in NRW hängt seit einiger Zeit auf JEDEM Bahnhof (je nach größe) ein oder mehrere riesige Plakate, die auf diesen Umstand hinweisen. Und auch an den Einstiegstüren der allermeisten Regionalzüge kleben unübersehbare Aufkleben (auch wenn es dann meistens zu spät ist).
Hier ist nur ein dezenter Hinweis neben den Türen "Bitte nur mit gültiger Fahrkarte". Mal abgesehen von dem unvollständigen Satz, ist diese Anschrift so unauffällig, daß sie eigentlich keiner liest.

Viele Grüße
fabs

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

13

Mittwoch, 25. April 2007, 00:40

Zitat

Original von Ulrich Baierl
Wenn es nach mir ginge, könnte man sämtliche Automaten am Bahnsteig und im Zug demontieren und stattdessen wieder Menschen auf die Züge setzen, die Fahrscheine verkaufen, Auskünfte geben und die ärgsten Auswüchse mancher Mitmenschen wirkungsvoll eindämmen können. Angesichts unserer hohen Arbeitslosenzahlen drängt sich diese Lösung doch geradezu auf. Solange jedoch die Ersatzreligion BWL und ihre zweifelhaften Werte weiterhin die Oberhand haben, wird das wohl ein Wunschtraum bleiben, denn wir müssen ja "wirtschaftlich" handeln, und Hartz 4 kommt ja aus einer völlig anderen Kasse, jedenfalls nicht aus der des jew. Verkehrunternehmens oder des jew. Bestellers..


Und wenn du auf einmal einen Kaufkraftverlust von 50 % erleiden würdest aufgrund Ineffizienzen, würdest du blöd aus der Wäsche gucken...

Wenn eine Maschine billiger als eine Arbeitskraft ist, wird eben die Maschine vorgezogen. Auch du bedienst dich technischen Hilfmitteln, um Dinge besser und schneller hinzukriegen. Was hat das mit BWL zu tun? Das ist eine ganz einfacher Umstand (Menschen tun nicht mehr, als sie müssen), wofür man keine BWL braucht.

Ich bin mir der Problematik bewusst, die du ansprichst, finde es aber nicht in Ordnung, damit Dinge durch den Dreck zu ziehen, die sehr offensichtlich sind.
Und ich denke, du bist einer derjenigen, die wissen, dass es eher eine Frage der Verteilung (zum einen die de Arbeit(szeit) und zum anderen die des Geldes) ist aber keine der Produktivität!



Und zu "Menschen mit Migrationshintergrund": Weitet es doch einfach auf sozial schwache Menschen aus, die einen größeren Anreiz haben schwarzzufahren. Ist zwar auf eine Verallgemeinerung, aber naja, vielleicht die bessere...

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

14

Mittwoch, 25. April 2007, 00:47

Hallo Sören,

Zitat

Nach dieser Aussage bin nun auch ich als praktizierender Nazi gebrandmarkt...


bei mir bestimmt nicht...
Auch nach meinen Beobachtungen finden sich unter den ausländischen Fahrgästen überproportional viele "Härtefälle", die dem Prüfdienst meist schon als "Stammkunden" bekannt sind, wobei natürlich nicht verschwiegen werden soll, daß der allergrößte Teil dieser Personengruppe nicht dazu zählt.

Wenn man täglich mit der Materie zu tun hat, kann man daran einfach nicht vorbeisehen, ob einem das nun gefällt oder nicht. Dies sollte man auch offen ansprechen dürfen, ohne gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden.

Wer mich kennt, weiß, daß ich mit Sicherheit nicht in diese Ecke gehöre, sondern eher in die genau andere Richtung. Dennoch halte ich einen "Randgruppenbonus" für völlig unangebracht. Gerade diese "Härtefälle" unter den Ausländern sind es, die auch das Ansehen der vielen anderen Migranten in der Gesellschaft beschädigen und damit den rechten Eiferern erst die Argumente liefern...

Gruß
Ulrich

Registrierungsdatum: 7. August 2006

15

Mittwoch, 25. April 2007, 01:08

Sören, Sören, Sören...

zuerst: ich stempele hier niemanden als "Nazi" oder dergleichen ab.

Ich finde Düwag's Beitrag nur ein wenig überspitzt, mancheiner mag sich dadurch nur in seiner "Ausländer-sind-alle-kriminell"-Einstellung bestätigt fühlen. Und wir wollen doch hier keine Vorurteile bilden. Man kann sowas auch sachlicher ausdrücken, sofern die Statistik stimmt. Wenn dem so ist muss man sich auch Fragen wieso und warum; nicht immer nur nach härteren Strafen schreien, das bringt uns nicht voran. Verfehlte Integrationspolitik, mangelnder Integrationswille, keine Zukunftsperspektive, ...-um nur einige Stichwörter zu nennen.

Zitat

Original von Sören
Als erstes fällt mir da Berlin Kreuzberg ein. Aber wer wohnt da? Richtig, größtenteils MmM.

Warst du schonmal in Kreuzberg? Die Menschen da sind durchaus sehr freundlich und der Döner schmeckt dort wunderbar :D

Zitat

Original von Sören
Auch hier sind MmM zu einem erschreckend hohen Anteil vertreten.

Ich finde es erschreckend, wieviele Jugendliche in der Öffentlichkeit mit "Pit Bull" oder "Thor Steinar" rumlaufen. Das macht mir viel mehr Sorgen.

Zitat

Original von Sören
Oder wie sieht es mit Jugendkriminalität und -gewalt aus? Auch hier sind MmM zu einem erschreckend hohen Anteil vertreten.

Und wie siehts mit rechter (Jugend-)Gewalt aus? Hat auch rapide zugenommen.

Nochmal: ich stempele hier niemanden als "ausländerfeindlich" oder dergleichen ab, auch nicht dich Sören ;-) Du kanst also beruhigt sein :P


Zitat

Original von Johannes
Und zu "Menschen mit Migrationshintergrund": Weitet es doch einfach auf sozial schwache Menschen aus, die einen größeren Anreiz haben schwarzzufahren. Ist zwar auf eine Verallgemeinerung, aber naja, vielleicht die bessere...

so sehe ich das auch ;)

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

16

Mittwoch, 25. April 2007, 01:21

Hallo Johannes,

vor einigen Monaten wolltest Du noch die Welt bzw. das Wirtschaftssystem grundsätzlich verändern, doch damit ist es wohl seit Deinem Studium vorbei, was ich sehr schade finde.
Hoffentlich zählst Du nicht zu den vielen Leuten, die ihre früheren Äußerungen in ein paar Jahren als "Jugendsünden" abtun, wenn sie erst ihren Platz im System gefunden haben.

Mir ist klar, daß mein Vorschlag unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen nicht durchführbar ist, da müßte sich schon grundsätzlich einiges ändern...
Verkehrsunternehmen und Besteller handeln heute nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Jeder sieht nur seinen Bereich und ist bestrebt, ihn auf Teufel komm raus zu "optimieren", ohne dabei über den Tellerrand hinauszuschauen.
Man erhöht die Produktivität, setzt Arbeitskräfte frei und sichert damit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die freigesetzten Arbeitskräfte sind nicht mehr das Problem des Unternehmers, sie fallen unter die Obhut des Staates und somit der Allgemeinheit. Es kann nicht sein, daß Unternehmen auf diese Weise ihre Gewinne erhöhen und die durch die Produktivitätssteigerung erzeugten Arbeitslosen unser Sozialsystem zum Kollaps bringen und somit letztlich irgendwann sowohl der soziale Frieden wie auch die demokratische Ordnung langsam aber sicher vor die Hunde gehen.

Wenn man einmal "das große Ganze" betrachtet, könnte es doch durchaus sein, daß es sinnvoller ist, Leute als Zugbegleiter einzusetzen, als sie fürs Nichtstun zu alimentieren. Die Fahrgäste hätten wieder einen Ansprechpartener, der Vandalismus dürfte spürbar zurückgehen und die betroffenen Menschen hätten wieder eine Perspektive, würden vielleicht nicht mehr um 09.30 ihr viertes Oettinger öffnen und hätten vielleicht auch wieder eine etwas höhere Meinung von unserem Staat, was für ein demokratisches und friedliches Miteinander sicher nicht verkehrt wäre.


Gruß
Ulrich

Arni

unregistriert

17

Mittwoch, 25. April 2007, 06:49

-

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

18

Mittwoch, 25. April 2007, 10:32

Zitat

Original von Ulrich Baierl
vor einigen Monaten wolltest Du noch die Welt bzw. das Wirtschaftssystem grundsätzlich verändern, doch damit ist es wohl seit Deinem Studium vorbei, was ich sehr schade finde.
Hoffentlich zählst Du nicht zu den vielen Leuten, die ihre früheren Äußerungen in ein paar Jahren als "Jugendsünden" abtun, wenn sie erst ihren Platz im System gefunden haben.

...

Ich habe meine Meinung keineswegs geändert! Also brauchst du nichts schade finden.
Aber meine Meinung umfasst auch andere Dinge wie Eigenschaften des Menschen. Ich kann doch nicht außer Acht lassen, dass ein Mensch lieber mehr in gleicher Zeit bzw das gleiche in weniger Zeit schaffen will, wenn er das kann.

Was du beschreibst, da kann ich dir gerne zustimmen. Aber meinste, angenommen, der Staat stellt diese Leute ein (wie 1 €-Jobber), bezahlt sie ein bisschen besser und lässt sie Fahrscheine kontrollieren. Wahrscheinlich bist auch du der Meinung, dass das nicht Lösung des Problems wäre.

Ich bin weiterhin der Meinung, dass der Mensch weiterhin das tun wird, was er darf (bei gewissen Anreizen natürlich auch das, was er nicht darf;) ). Und ich bin weiterhin der Meinung und festen Überzeugung, dass der Staat die falschen Zwänge ausübt. Würde er bessere Regeln aufstellen, bin ich mir sicher, gäbe es keine große Arbeitslosigkeit mehr und vorallem Gerechtigkeit.


@ Arni
Wie du siehst, ist dem doch noch was hinzuzufügen :P

Registrierungsdatum: 9. November 2006

19

Mittwoch, 25. April 2007, 12:13

Zitat

Original von Sören

Auf sowas habe ich gewartet. Bloß weil es sich hier um MmM (Menschen mit Migrationshintergrund) handelt, darf man auf einmal nicht mehr die Wahrheit sagen.


Völlig falsch, man MUSS sie sogar sagen. Nur sollte man es sich eben gerade bei so "heißen Eisen" nicht zu einfach machen, und die Sachverhalte im Gesamtzusammenhang sehen.

So ist es z.B. richtig, daß die "Nichtdeutschen" einen überproportional großen Anteil an den in Deutschland verübten Straftaten haben. Einschränkend bzw. begründen muß man dazu allerdings sagen:

* Verstöße gegen das Asylverfahrens- und Ausländergesetz machen einen großen Anteil aus und können von Deutschen naturgemäß kaum begangen werden. Wenn man andere, mit den durchaus drastischen Einreise- und Asylbestimmungen in Zusammenhang stehende Taten (v.a. Urkundenfälschung, Grenzverletzungsdelikte) hinzuzieht, ist die Quote nicht mehr signifikant von jener der deutschen Staatsbürger verschieden.

* Viele Ausländer, insbesondere Asylbewerber, werden geradezu zum Nichtstun oder alternativ in die Kriminalität gedrängt (so ist z.B. die Aufenthaltserlaubnis oft auf einen Landkreis beschränkt, die Möglichkeiten zur Erlangung einer Arbeitserlaubnis sind ebenfalls sehr restriktiv).

Das kann und soll Verstöße jedweder Art natürlich keinesfalls rechtfertigen. Es soll nur die höhere Kriminalitätsquote unter Nichtdeutschen erklären helfen - ich wage zu behaupten: Unter gleichen Voraussetzungen wären Deutsche nicht seltener auffällig. Und es ist imho schon die Nachfrage wert, ob all die Restriktionen (bezüglich der Einreise nach Deutschland, der Aufenthaltsbeschränkung, der geringen Chance auf Erlangung einer Arbeitserlaubnis) wirklich sinnvoll, oder nicht eher kontraproduktiv sind. Bei ALG2-Empfängern gibt es ja ähnliche Tendenzen, was die Beantragung von Urlaub (sic!) oder die Hinzuverdienstmöglichkeiten angeht.

Ein abschließendes Wort, aus der Wikipedia zum Thema Ausländerkriminalität:

Zitat

Die sich in Deutschland aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind im Vergleich zur deutschen Bevölkerung im Durchschnitt jünger und häufiger männlichen Geschlechts. Sie leben häufiger in Großstädten, gehören zu einem größeren Anteil unteren Einkommens- und Bildungsschichten an und sind häufiger arbeitslos. Dies alles führt zu einem höheren Risiko, als Tatverdächtige polizeiauffällig zu werden.



Zitat

Original von Sören
Man gucke sich einmal an, wo es in unserer Gesellschaft Probleme gibt. Als erstes fällt mir da Berlin Kreuzberg ein. Aber wer wohnt da? Richtig, größtenteils MmM.


Aua. Wenn für Dich wirklich Berlin-Kreuzberg das größte Problem in unserer Gesellschaft ist, dann... dann verschwende ich hier vermutlich meine Zeit. Ich würde als Stichworte für wirkliche Probleme einmal:

* eine Arbeitsagentur/ARGE Deiner Wahl (empfehlenswert: Haltestelle Cyriaksring, Linien 3,5,6,7,419,429,439 und womöglich noch weitere -> puh, back on topic :) besuchen.

* mich über die Person "Peter Hartz" informieren. Der immerhin ganz entscheidend an der aktuellen Sozialgesetzgebung mitgewirkt hat, im Endeffekt aber nichts anderes als ein gewöhnlicher Krimineller war. Nun gut: Ein außergewöhnlicher Krimineller. Daß er sich davon mittels eines - zugegeben großzügigen - Trinkgeldes freikaufen konnte, ist eine weitere interessante Begebenheit.

* mir die Entwicklung der Einkommen innerhalb der verschiedenen Einkommensschichten sowie im Vergleich zur Entwicklung der Gewinne von Kapitalgesellschaften in Deutschland innerhalb der letzten 10...15 Jahre anschauen.

u.v.m. Wie man auf "Berlin Kreuzberg" als ein Hauptproblem kommen kann, ist mir ernsthaft schleierhaft. Zumal Integrationsprobleme, Ghettobildung und dergleichen (als solches würde *ich* allerdings Kreuzberg nicht bezeichnen wollen) auch nicht naturgegeben und alleinige Schuld der Ausländer sind - aber das ist ein sehr, sehr weites Feld.

Registrierungsdatum: 9. Juli 2006

20

Mittwoch, 25. April 2007, 20:04

Berlin Kreuzberg ist keineswegs das größte Problem, aber eines von dem man in den Medien immer wieder unangenehme Meldungen mitbekommt. So war in den Nachrichten bereits mehrmals die Rede davon, das sich die Polizei mit normalen Streifen in den Abend und Nachtstunden nicht mehr nach Kreuzberg kommt, sondern wenn, dann immer zwei voll besetzte VW Busse auflaufen, um evtl. randalierer in schach zu halten. Das ist ein zustand, der so eigentlich nciht hinnehmbar ist, erst recht nicht in der deutschen hauptstadt...